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Brot statt Plastik: Wie Trumpius Caesar das Reich zurück an den Esstisch führte

Imperiales Ernährungsedikt des Trumpius Caesar Maximus

Wie das Reich der Vereinigten Staaten die Plastiknahrung verbannte und Brot wieder nach Brot schmeckte

Es begab sich im Jahre MMXXVI nach der Gründung des Trumpianischen Imperiums, dass Trumpius Caesar Maximus, Imperator der Vereinigten Staaten von Amerika, Hüter des gesunden Menschenverstands und Oberster Bezwinger der Maissirup-Hydra, ein Werk von historischer Tragweite verkündete: die Neuen Imperatorischen Ernährungsrichtlinien.

Schon beim ersten Hammerschlag des goldenen Siegels wurde klar: Dies war kein gewöhnliches Papier, sondern ein kulinarisches Manifest. Ein Reset, wie ihn die Ernährungsbürokratie seit Jahrzehnten nicht erlebt hatte. Weg mit der pulverisierten Pappnahrung, den mathematisch berechneten Frühstücksriegeln und den chemisch optimierten Glückskeksen! Zurück zu echtem Essen. Zu Fleisch, Eiern, Milch, Gemüse, Früchten – also zu Dingen, die man auch ohne Doktortitel als Nahrung erkennt.

Trumpius Caesar sprach – und das Reich jubelte. Endlich wurde ausgesprochen, was Generationen von Bürgern nur noch heimlich in Bauernmärkten und Omas Küchen praktizierten: Essen soll satt machen, nicht verwirren.

Die medizinischen Zünfte applaudierten im Chor. Die Hohe Akademie der Kinderheiler lobte die Rückkehr zu Nahrung, die Kinder nicht in Zucker-Schleifenbahnen, sondern in gesunde Lebensläufe führt. Kardiale Ordensmeister begrüßten die neue Betonung von Früchten, Gemüse und Fetten, die nicht aus der Tiefsee der Industrie stammen. Selbst die Herzpriester nickten zustimmend und flüsterten ehrfürchtig: „Endlich wieder Oliven statt Laboröle.“

Die Bauern des Reiches – Männer und Frauen mit wettergegerbten Gesichtern und real existierenden Händen – sahen sich erstmals nicht als nostalgische Randnotiz, sondern als Fundament der Nation. Proteine wurden nicht länger als moralisches Problem, sondern als Nahrung anerkannt. Milch durfte wieder Milch sein. Käse wieder Käse. Und Eier – jene runden Wunderwerke – erhielten ihre imperiale Rehabilitierung.

Auch die Heiler der Städte, die Hüter der Krankenhäuser, erklärten das Edikt zum Gesprächsöffner einer neuen Epoche. Nahrung als Medizin, nicht als Nebenwirkung. Ärzte freuten sich über Richtlinien, die man Patienten erklären kann, ohne PowerPoint und Entschuldigung.

Natürlich regte sich auch der vielstimmige Chor der Spezialinteressen. Die Süßwaren-Gilde nickte zustimmend und erinnerte daran, dass Schokolade ein Vergnügen sei – kein Grundnahrungsmittel. Die Brauer lobten die Weisheit der Mäßigung, ein Konzept so alt wie das Imperium selbst. Und sogar die Pflanzenfraktion durfte verkünden: Bohnen, Linsen und Kichererbsen seien willkommen – solange sie nicht als ideologische Keulen missbraucht würden.

Besonders laut jubelten jene, die seit Jahren gegen die Herrschaft der Ultraverarbeiteten kämpften. Diese einst allgegenwärtigen Kalorienattrappen, die mehr Zutaten als Buchstaben enthalten, wurden nun offiziell als das benannt, was sie sind: Mitverursacher chronischer Leiden und metabolischer Verwirrung. Kinder, so hieß es nun offen, beziehen einen Großteil ihrer Kalorien aus Produkten, die eher einem Industrieprojekt als einer Mahlzeit gleichen. Erwachsene kaum weniger. Das Reich hatte ein Problem – und es begann auf dem Teller.

Die neue Nahrungs-Pyramide – von manchen ehrfürchtig „Die Stufen des Lebens“ genannt – setzte klare Prioritäten: echtes Essen nach oben, synthetische Verlockungen nach unten. Protein wurde zum Eckpfeiler erklärt. Zucker zum gelegentlichen Besucher. Raffinierte Kohlenhydrate zur Randnotiz.

Sogar die Chronisten der alten Diäten – Ketarier, Karnivoren, Primalisten – blickten erstaunt auf die neuen Richtlinien und murmelten: „Hätten wir nie gedacht, das noch zu erleben.“ Worte wie „nährstoffdicht“, „traditionell zubereitet“ und „vollfett“ fanden plötzlich Platz in offiziellen Verlautbarungen. Ein kultureller Umbruch – serviert ohne Zusatzstoffe.

Am Ende dieses Tages stand fest: Das Imperium hatte nicht nur Richtlinien veröffentlicht, sondern ein Zeichen gesetzt. Essen ist kein ideologisches Schlachtfeld. Es ist Grundlage. Verbindung. Biologie.

Trumpius Caesar Maximus ließ verlauten, das Ziel sei einfach: Ein Volk, das weiß, was es isst. Und warum. Kein Zauber, keine Dogmen – nur Nahrung, die diesen Namen verdient.

Das Reich aß. Und es schmeckte.