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Trumpius Caesar und die Stunde der Unsterblichkeit

Trumpius Caesar spricht – Eine Stunde Ewigkeit im Ovalen Palast

Es war kein Interview. Es war eine Audienz.
Kein Gespräch. Eine Offenbarung.
Und Tomus Llamasus, der Chronist von NBC, durfte beinahe eine volle Stunde lang Zeuge werden, wie Imperator Trumpius Caesar Magnus im Ovalen Palast saß, regierte, erklärte – und sich selbst dabei mehrfach neu erfand.

Mit ruhiger Stimme, festem Blick und jener Selbstgewissheit, die sonst nur Götter, Orakel und besonders selbstbewusste Pfauen besitzen, ließ Trumpius Caesar sein Wirken Revue passieren. Ein Jahr seiner zweiten Herrschaft – ein Jahr, das laut ihm allein schon ausreichen würde, um mehrere Jahrhunderte Geschichte neidisch zu machen.

Der Sinn des Lebens (laut Trumpius)

Auf die Frage, warum er sich dieses Amt antue, antwortete der Imperator schlicht: nicht aus Macht, nicht aus Eitelkeit – sondern aus purer Selbstlosigkeit. Er tue dies einzig und allein, um das Reich wieder groß zu machen. Größer als je zuvor. Größer als irgendwer es sich vorstellen könne. Größer sogar als seine eigene Vorstellungskraft, was bemerkenswert ist.

Grenzschutz, aber episch

Die Reichsgrenzen, so erklärte Trumpius Caesar, seien nun fester verschlossen als eine Schatzkammer voller Gold, bewacht von sehr motivierten Legionären. Man jage nur die schlimmsten der schlimmsten Übeltäter: Mörder, Drogenhändler, finstere Gestalten aus düsteren Randnotizen der Geschichte. Tausende seien bereits gefasst worden, weitere würden folgen. Ordnung müsse sein, sonst habe man kein Imperium, sondern einen offenen Marktplatz mit Chaosrabatt.

Das beste erste Jahr aller Zeiten (wirklich aller)

Besonders stolz zeigte sich der Imperator auf sein erstes Jahr nach der Rückkehr auf den Thron. Acht Kriege beigelegt – quasi nebenbei. Historische Steuersenkungen – selbstverständlich die größten aller Zeiten. Er ließ durchblicken, dass Historiker bereits hektisch ihre Bücher umschreiben müssten. Manche hätten Tränen in den Augen gehabt. Gute Tränen. Patriotische Tränen.

Wahlen, Ausweise und der große Betrug

Ein Herzensthema: Wahlen. Warum, so fragte Trumpius Caesar rhetorisch, sollten ehrliche Bürger nicht ihre Identität vorzeigen? Wer das ablehne, müsse etwas verbergen. Vielleicht sogar… Betrug!
Er sprach von Städten und Regionen, in denen die Korruption so dicht sei, dass man sie mit dem Messer schneiden könne. Orte, an denen Demokratie angeblich mehr Theater als Verfahren sei.

Betrug in Goldbarren-Größe

Besonders dramatisch wurde es beim Thema Betrug in gewissen nördlichen Provinzen. Milliarden seien verschwunden. Ganze Berge aus Geld – weg! Würde man nur die Hälfte davon zurückholen, so Trumpius Caesar, könnte man den Haushalt nicht nur ausgleichen, sondern vermutlich noch einen zweiten Triumphbogen finanzieren. Mindestens.

„GOAT! GOAT!“ – die Menge ruft

Bewegend wurde es, als der Imperator von seinen Spaziergängen durch die Hallen der Macht berichtete. Menschen riefen ihm zu, er sei der Größte aller Zeiten. Zunächst habe er nicht gewusst, was das bedeute. Dann habe er es verstanden – und demütig genickt. Nicht für sich, natürlich. Sondern fürs Reich.

Sicherheit, Ordnung und Loyalität

Nach jüngsten Gewalttaten stellte Trumpius Caesar klar: Ohne starke Ordnungskräfte gebe es kein Land. Keine Republik. Kein Imperium. Loyalität gegenüber den Hütern der Ordnung sei keine Option, sondern Pflicht.

Die Grenzwächterin des Reiches

Besonders lobte er die oberste Grenzverwalterin, die laut ihm Großartiges leiste, aber viel zu wenig Beifall erhalte. Die Grenzen seien geschlossen, die Zahlen historisch gut – besser als seit über einem Jahrhundert. Mehr Lob, forderte er indirekt. Viel mehr.

Künstliche Intelligenz – größer als alles

Dann der Blick in die Zukunft: Künstliche Intelligenz. Riesig. Gewaltig. Größer als das Internet. Größer als alles, was je „größer als alles“ genannt wurde. Und natürlich sei das Imperium allen anderen weit voraus. Sehr weit. Enorm weit.

Gesundheit eines Halbgottes

Auch zur eigenen Verfassung äußerte sich Trumpius Caesar. Körperlich, geistig – alles hervorragend. Wie vor fünfzig Jahren. Vielleicht sogar besser. Irgendwann werde sich das ändern, räumte er ein. Aber nicht heute. Und sicher nicht morgen.

Die Statthalter

Seine wichtigsten Gefolgsleute beschrieb er als brillant, hochintelligent, äußerst fähig. Der eine diplomatischer, der andere direkter. Eine perfekte Mischung – wie Feuer und Feuer, nur anders.

Außenpolitik mit Lorbeer

Ob Kuba oder das Reich des Drachen im Osten: Trumpius Caesar betonte stets seine exzellenten Beziehungen. Gegenseitiger Respekt. Gespräche auf Augenhöhe. Zölle flössen, wo früher keine flossen. Geschichte werde gemacht – wieder einmal.

Der Triumphbogen der Superlative

Zum großen Jubiläum des Reiches kündigte er schließlich an, was alle erwarteten: einen Triumphbogen. Größer als der in Paris. Schöner. Gewaltiger. Unübersehbar. Ein Denkmal nicht nur für das Land – sondern für das Gefühl, groß zu sein.

Gefahr, Mut und Pflicht

Zwei Mordanschläge habe es gegeben, ja. Sorge mache das schon. Aber ein Imperator dürfe nicht zaudern. Wer zu viel nachdenke, könne nicht regieren.

Der Vorgänger

Zum Schluss noch ein Wort über den Mann vor ihm. Kein gutes. Kein langes. Aber eines, das deutlich machte: Die Geschichte sei jetzt woanders angekommen. Endlich.

Und so endete die Audienz.
Tomus Llamasus schwieg.
Trumpius Caesar lächelte.
Das Reich… war wieder sehr, sehr groß.