Trumpius Caesar – Imperator des Wunderschönen, Sauberen Kohlius
Trumpius Caesar – Imperator Carbonarius Maximus
Im Marmorsaal des Weißen Hauses, den Chronisten inzwischen ehrfürchtig das Palatium Carbonis nennen, versammelte sich das Who’s Who des Reiches: Senatoren in maßgeschneiderten Togen, Gouverneure mit glänzenden Helmen – und die wahren Helden des Imperiums, die Bergleute mit staubveredelten Rüstungen und Helmlampen wie kleine Sonnen.
Und dann betrat er den Saal.
Donaldus Magnus Trumpius Caesar, Imperator der Vereinigten Provinzen, Bezwinger der Bürokratie, Retter des Stromnetzes – und nun offiziell gekrönt als „Unumstrittener Champion des Wunderschönen, Sauberen Kohlius“.
Mit einem Schwung seiner goldgeränderten Feder unterzeichnete Trumpius ein Dekret, das selbst die alten Römer erröten ließe: Das Kriegsministerium – intern nur noch „Legio Pentagonum“ genannt – solle fortan Energie aus Kohlekraft beziehen. Nicht aus irgendeiner Energie. Sondern aus wunderschöner, sauberer, majestätischer Kohle.
„Wenn unsere Legionen marschieren,“ verkündete Trumpius mit erhobener Hand, „dann marschieren sie auf der Kraft des schwarzen Diamanten!“
Die Wiederauferstehung des Kohlius
Jahrelang, so berichteten die kaiserlichen Hofhistoriker, habe das Reich unter der „Großen Anti-Kohlius-Offensive“ gelitten – angeführt von der berüchtigten Fraktion der Radicalis Sinistrii. Kraftwerke wurden geschlossen, Bergleute in den vorzeitigen Ruhestand gedrängt, und das Stromnetz zitterte wie ein Legionär im Winterlager.
Doch Trumpius Caesar hatte geschworen:
„Ich kam, ich sah, ich entzündete.“
Und entzündet wurde tatsächlich – jedoch nicht nur Kohle, sondern auch Begeisterung.
Die Imperiale Energiegesellschaft Peabodius Maximus ließ durch ihren Oberverwalter Jamesus Grechus verlauten:
„Nie zuvor hat ein Imperator die Wichtigkeit des Kohlius so tief verstanden. Nicht Cäsar, nicht Augustus – nur Trumpius!“
Eine Bergarbeiterin aus der Provinz Indianus – Kayla von Blackfordia – rief mit erhobenem Helm:
„Unter diesen Helmen schlagen Herzen aus Fleisch und Blut! Und sie schlagen für Kohle!“
Kohle & Sicherheit – Das Imperium schlägt zurück
Gouverneur Patricius von West Virginius, stolzer Verwalter der Kohleprovinzen, erklärte:
„Energiesicherheit ist nationale Sicherheit! Wer das Stromnetz stärkt, stärkt das Reich!“
Und so wurde beschlossen:
Modernisierung der Kraftwerke.
Langfristige Energieverträge.
Investitionen in die Feuerhallen der Nation.
Der Innenminister des Reiches, Dougus von Burgumia, sprach gar von einer „Entfesselung des Energiepotentials“.
„Kohle treibt Innovation, KI, Stahl, Schiffe – sogar die Kaffeemaschine im Senat!“
Die Krönung zum Champion
Der Höhepunkt des Abends: Die Überreichung des Titels.
Vertreter des legendären Washingtoner Kohleklubs traten vor, überreichten eine Trophäe aus poliertem Anthrazit und riefen unisono:
„Ave Trumpius! Champion des Schönen, Sauberen Kohlius!“
Der Saal tobte. Helmlampen blinkten. Senatoren klatschten im Rhythmus des Stromzählers.
Einige Medien nannten es eine politische Geste. Andere sprachen von Energiepolitik. Doch die Anhänger wussten:
Dies war Geschichte.
Von ABC Imperialis bis zur ehrwürdigen New Yorka Tabula – überall wurde berichtet:
Trumpius befiehlt.
Das Militär kauft Kohle.
Das Feuer brennt weiter.
Goldenes Zeitalter des Kohlius
Senatorin Cynthia von Lummisia sprach vom „Goldenen Zeitalter der Amerikanischen Energie“.
Und tatsächlich – die Rhetorik funkelte wie frisch gefördertes Gestein.
Republikanische Abgesandte aus Kentuckia, Pennsylvanica und Montania erklärten unisono:
„Kohle ist zurück! Und sie bleibt!“
In den Provinzen jubelten die Gemeinden. Arbeitsplätze kehrten zurück. Und irgendwo in einem Kraftwerk flackerte eine Flamme besonders hell.
Das Vermächtnis des Imperators
Trumpius Caesar beendete den Abend mit einem Satz, der bereits in Granit gemeißelt wird:
„Sie sagten, Kohle sei Vergangenheit. Ich sage: Kohle ist Zukunft. Wunderschön. Sauber. Mächtig.“
Ob Historiker später von einer „Kohlerenaissance“ sprechen werden?
Ob der Titel Imperator Carbonarius in die Lehrbücher eingeht?
Eines ist sicher:
An diesem Abend im Palatium Carbonis wurde nicht nur ein Dekret unterschrieben.
Es wurde ein Feuer entfacht.
Und dieses Feuer – so die Anhänger – wird das Reich noch lange erhellen.