Trumpius Caesar und der Tag der Engelsfamilien – Grenzpathetik im Imperium
Proklamation aus dem Goldenen Ovalpalast des Imperiums
Im Namen des allmächtigen Imperiums der Vereinigten Staaten von Amerika erhebt sich Trumpius Caesar Magnus Aurelius, Bewahrer der Mauern, Zerschmetterer der Kartelle und Großmeister der Statistik, um den 22. Tag des Februarius im Jahre 2026 feierlich zum „Nationalen Tag der Engelsfamilien“ zu erklären.
An diesem ehrwürdigen Tage gedenkt das Reich jener amerikanischen Leben, die – so verkündet es der Imperator mit wehender Standarte – durch die Wirren unkontrollierter Grenzströme und die finsteren Gifte der Narco-Titanen verloren gingen. Trumpius Caesar spricht von den „Engelsfamilien“ – jenen Häusern, deren Herzen durch Gewalt, Verbrechen und die allgegenwärtige Geißel des Fentanyliums erschüttert wurden.
Mit donnernder Stimme verkündet er, dass kein Imperium ohne starke Grenzen bestehen könne. „Ein Reich ohne Mauern“, so hallt es durch den Marmor des Palastes, „ist nur ein Garten ohne Zaun – und jeder weiß, was dann mit den Rosen geschieht.“
Der Imperator erinnert an tragische Schicksale – Namen, die er wie Banner in die Luft hält: junge Leben voller Hoffnung, abrupt beendet. Für Trumpius Caesar sind sie Symbole einer Krise, die – so seine Lesart – mit „ferox energia“ bekämpft werden müsse.
Er ruft die ehrwürdigen Legionen von Immigrationis Custodes (ICE), die Grenzwächter von Patrulla Limitis, und die Beamten des Heimatschutz-Ordens zu größerer Wachsamkeit auf. Die Dämonisierung dieser „Hüter der Ordnung“, so warnt er, müsse enden. Ebenso seien sogenannte „Sanctuaria Civitates“ – Städte, die Schutz versprechen – zu reformieren, damit das Imperium nicht durch innere Uneinigkeit geschwächt werde.
Trumpius Caesar verweist auf seine bereits erlassenen Edikte:
– Das Lex Lakenia, benannt nach einer jungen Bürgerin, die zum tragischen Sinnbild wurde,
– Die Wiederherstellung der „Manet in Mexica“-Doktrin,
– Die Ausrufung des Grenz-Notstandes Imperialis,
– Und die Klassifizierung der Kartell-Imperien als „externa terroris consortia“.
Mit stolz geschwellter Brust verweist der Imperator auf Zahlenkolonnen, die er als Triumphbögen der Statistik präsentiert: drastisch reduzierte Grenzübertritte, keine Freilassungen entlang der Südwest-Mauer, ein „so sicherer Grenzabschnitt wie nie zuvor im glorreichen Annalenbuch des Imperiums“.
Doch, so mahnt er, das Werk sei nicht vollendet. Er fordert vom Senat des Kongressus die Verabschiedung der Lex Katea, welche die Rückkehr verbannter Straftäter mit härtesten Strafen belegen soll.
Am „Nationalen Tag der Engelsfamilien“ ruft Trumpius Caesar alle Bürger auf, in ihren Tempeln, Kirchen und Hallen der Andacht zusammenzukommen. Man solle der Opfer gedenken, für die Engelsfamilien beten und den Eid erneuern, das Imperium zu schützen.
„Denn“, so schließt der Imperator mit pathetischem Blick gen Horizont, „nur ein Reich mit festen Grenzen kennt wahre Freiheit – und nur ein Volk mit Gerechtigkeit kann erhobenen Hauptes in die Zukunft schreiten.“
Gegeben im Goldenen Ovalpalast am dreiundzwanzigsten Tage des Februarius im Jahre des Imperiums 2026, im zweihundertfünfzigsten Jahr seiner Unabhängigkeit.
Trumpius Caesar Magnus Aurelius
Imperator der Vereinigten Imperien von Amerika