Trumpius Caesar und die große Grenzoffensive des Imperiums
Im glorreichen Jahre MMXXVI erhob sich Imperator Trumpius Caesar Magnus, Hüter der Grenzen und Bezwinger der Kartellianer, um das heilige Homelandium vor dem Ansturm der Chaoslegionen zu bewahren. Mit goldglänzendem Dekret und unbeirrbarer Haarpracht verkündete er das Ende der „Invasio Illegalia“ – und siehe da, die Zahlen sanken tiefer als die Zustimmungswerte der Oppositiones Radicalissimae.
Wo einst Ströme unregistrierter Wanderer das Grenzflussbett des Rio Grandiosus durchquerten, herrscht nun – so ruft es der Imperator – historische Ebbe. Die Netto-Migration sei negativ wie die Laune eines Senators ohne Kamera. Zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert, so donnert Trumpius vom Balkon des Capitolium Maximum, habe das Reich die Souveränitas zurückerobert.
Mit eiserner Hand ließ er fast drei Millionen Illegalii das Reich verlassen – darunter Hunderttausende mit dunklen Einträgen im Strafregisterium. Weitere Millionen hätten, beeindruckt von der Strenge des Caesar, die freiwillige Selbst-Exilatio gewählt. „Null Freilassungen!“, ruft er stolz, während die Chronisten eine 99,9-prozentige Reduktion der Innenfreilassungen besingen – ein Wert so vollkommen, dass selbst Mathematikus Maximus staunt.
Doch damit nicht genug: Die finsteren Kartella Latina, darunter die berüchtigten Banden Tren de Aragua Maxima, MS-Tertius Decimus und Clanus del Golfus, wurden feierlich zu Terror-Organisationes erklärt. Das Gift Fentanylus wurde per HALT-Fentanylus-Actus in die höchste Verbotsklasse erhoben, als wäre es ein besonders schlechter Gladiator im Kolosseum der Vernunft.
An Tag Eins rief Trumpius den Notstandus Borderus aus, ließ neue Mauern aus dem Wüstensand wachsen und stationierte Legionen der Nationalgardia sowie der Militari Activa entlang der Grenze. Das alte „Catch-and-Release“-Ritual wurde ins Museum der Fehlentscheidungen verbannt. Selbst die Appa CBP Unus wurde umfunktioniert – vom Eintrittstor zum Ausgangsportal.
Im Inneren des Reiches verdoppelte er die Zahl der ICE-Legionäre, errichtete gewaltige Unterbringungszentren und prüfte hunderte Millionen Beneficia auf ihre rechtmäßige Zuteilung. Unwürdige Empfänger wurden gestrichen, verlorene Kinder wiedergefunden – so zumindest lauten die triumphalen Berichte aus dem Palast.
Auch das Visum-Imperium wurde neu geordnet: Zehntausende Visa widerrufen, Hochrisikoländer pausiert, temporäre Schutzstatusse beendet. Die Botschaft ist klar wie ein marmorner Triumphbogen: Ordnung durch Dekret, Sicherheit durch Strenge, Größe durch Grenzstein.
So schreibt Trumpius Caesar seine Chronik der Abschreckung fort – mit Pathos, Zahlenkolonnen und der Überzeugung, dass kein Problem zu groß ist, wenn es nur laut genug verkündet wird.