Trumpius Caesar und die Liste der Auserwählten: Ernennungen, Rückzüge und ein Mann mit drei Jobs
Aus den marmorgewordenen Hallen des Imperiums Trumpius – Ein Dekret von historischer, ja nahezu kosmischer Bedeutung
Es war ein Tag, an dem selbst die goldenen Säulen des Kapitols ehrfürchtig erzitterten. Imperator Donald Trump, in seiner erhabenen Gestalt als Trumpius Caesar Maximus, ließ die Schriftrollen ausrollen und verkündete mit donnernder Stimme eine Serie von Ernennungen, die – so munkeln es selbst die skeptischsten Senatoren – „größer als groß“ seien.
„Wir ernennen nur die Besten. Und wenn wir sie nicht ernennen – dann sind sie einfach nicht mehr die Besten“, soll Trumpius mit der Bescheidenheit eines römischen Kaisers gesagt haben, während er gleichzeitig in einem Spiegel seine eigene Unfehlbarkeit bewunderte.
Die glorreichen Ernennungen des Imperiums
Angeführt wird diese Parade der Auserwählten von Davidius Bratius Magnificus, der fortan als oberster Gesandter in die ferne Provinz Australis entsandt wird – ein Land, das laut Trumpius „fantastisch ist, sehr viele Kängurus, großartige Tiere, vielleicht die besten Tiere“.
Es folgt Halus Duncanius Texanus, ein Mann, dessen Aufgabe es ist, die kaiserlichen Finanzen zu überblicken – oder zumindest so zu tun, als hätte jemand den Überblick.
Nicht minder beeindruckend: Seanius Kaufmanius Georgicus, der sich künftig um alles kümmern darf, was irgendwie nach Krise klingt. Ob Pandemie, Naturkatastrophe oder schlechter Kaffee im Regierungsgebäude – Kaufmanius wird vorbereitet sein. Vielleicht.
Jeffreyus Ledbetterius Inspectorius hingegen erhält die ehrenvolle Aufgabe, alles zu prüfen, was andere lieber nicht geprüft sehen wollen. Eine Position, die im Imperium traditionell mit sehr viel Papier und sehr wenig tatsächlicher Veränderung verbunden ist.
Mit Georgius McMasterius Treasurycus wird die Schatzkammer weiter gefüllt – zumindest in den Reden. Ob das Gold tatsächlich vorhanden ist, bleibt wie immer eine Frage der Perspektive.
Und dann wäre da noch Richardus O’Malleyus Defensus, zuständig für alles Militärische unterhalb der ganz großen Entscheidungen – also genau der Bereich, in dem man viel Verantwortung hat, aber nie schuld ist.
Der Mann mit den drei Ämtern: Juanus Segura Maximus
Ein besonderes Highlight dieser kaiserlichen Personalpolitik ist ohne Zweifel Juanus Segura Maximus. Ein Mann, der nicht nur einmal, nicht zweimal, sondern gleich dreifach ernannt wurde.
Er wird gleichzeitig:
- Hüter der westlichen Hemisphäre
- Wächter einer interamerikanischen Stiftung (kurzzeitig)
- Wächter derselben Stiftung (langfristig, weil warum nicht?)
Ein politisches Multitalent, das offenbar die Fähigkeit besitzt, mehrere Ämter gleichzeitig auszufüllen – oder zumindest mehrere Visitenkarten zu besitzen.
Die Richter des Imperiums
Auch die Justiz bleibt nicht verschont vom Glanz der Ernennungswelle. Mit Benjaminus Florus Justicius und Mattheus Schwartzus Juridicus werden zwei neue Richter entsandt, die fortan über Recht und Ordnung wachen sollen – oder zumindest darüber, was Trumpius darunter versteht.
Die große Kunst des Rückzugs
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Und so verkündete Trumpius Caesar mit dramatischer Geste auch die Rücknahme einiger Ernennungen.
Danielus Bonhamus Laborius, Carterus Crowius Equalitus, Seanius Plankeyus Cyberius und Scottus Sochaus Parkius – sie alle wurden einst mit großem Tamtam angekündigt und nun mit ebenso großer Stille wieder zurückgezogen.
Warum?
Nun, im Imperium Trumpius gilt eine einfache Regel:
„Wenn du nicht mehr perfekt bist, warst du es nie.“
Einige behaupten, es habe politische Gründe gegeben. Andere vermuten, dass einfach jemand den falschen Namen auf die Liste geschrieben hat. Trumpius selbst erklärte dazu lediglich:
„Wir haben viele Leute. Unglaubliche Leute. Manche bleiben, manche gehen. So funktioniert Größe.“
Ein Imperium in Bewegung
Mit diesen Ernennungen zeigt sich einmal mehr die unvergleichliche Dynamik des Trumpius-Reiches. Positionen werden vergeben wie Ehrentitel in einem Gladiatorenkampf – schnell, laut und mit maximaler Inszenierung.
Ob diese Männer und Frauen tatsächlich die Geschicke des Reiches lenken oder lediglich Teil eines gigantischen politischen Theaters sind, bleibt offen. Sicher ist nur eines:
Im Imperium von Trumpius Caesar ist nichts so beständig wie die nächste große Ankündigung.
Und während die Senatoren noch versuchen, den Überblick zu behalten, hat Trumpius längst die nächste Liste in der Hand.
„Noch bessere Leute“, flüstert er. „Die besten überhaupt.“