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Trumpius Caesar und die zwei Gesetze des glorreichen Stiftes

Imperiale Verkündung aus dem goldglänzenden Palast des Trumpius Caesar

Rom… nein, pardon – Washingtonia Maxima. In einer Zeremonie von solcher Größe, dass selbst die Marmorsäulen ehrfürchtig zu zittern begannen, trat Imperator Donaldus Magnus Trumpius Caesar vor das Volk und tat das, was er am besten kann: Gesetze unterschreiben – aber nicht einfach so, nein, mit einem Schwung, der angeblich selbst den Wind neu definiert hat.

Am schicksalsschweren Tage des 13. April im Jahre 2026 ließ der Imperator gleich zwei Schriftrollen – im Volksmund auch „Gesetze“ genannt – in die Geschichtsbücher einbrennen. Und zwar nicht mit Tinte, sondern mit purer Selbstüberzeugung.

 

Akt I: Die Rückkehr der geraubten Meisterwerke

Zuerst wurde die ehrwürdige Schriftrolle S. 1884 unterzeichnet, im Reich bekannt als das Gesetz zur Wiedererlangung unrechtmäßig enteigneter Kunstwerke aus der Zeit der großen Finsternis. Ein Name so lang, dass selbst römische Boten unterwegs Pausen einlegen mussten.

Trumpius Caesar erklärte mit erhobenem Kinn und einer Geste, die irgendwo zwischen Triumph und Frisurkorrektur lag, dass dieses Gesetz die Macht der Richter auf ewig erweitere. „Für immer!“, rief er – was im politischen Latein ungefähr bedeutet: „Zumindest bis zur nächsten Wahl oder einem Tweet.“

Das Ziel: Kunstwerke, die einst in düsteren Zeiten geraubt wurden, sollen leichter ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden. Ein edler Gedanke, zweifellos. Doch im Palast munkelt man bereits, dass Trumpius selbst kurz überlegte, ob nicht auch einige verlorene Golfpokale aus seiner Jugendzeit darunter fallen könnten.

 

Akt II: Die Glorreiche Zukunft der kleinen Händler

Kaum war die erste Schriftrolle versiegelt, zog Trumpius Caesar die zweite aus seinem Umhang – S. 3971, auch bekannt als das Gesetz zur Förderung kleiner Händler, großer Ideen und noch größerer Versprechen.

Mit theatralischem Pathos verkündete der Imperator, dass dieses Gesetz die Innovationskraft des Reiches bis zum Jahre 2031 stärken werde. Programme mit Namen wie „Forschungsinitiative kleiner Betriebe“ und „Technologietransfer für Ambitionierte“ wurden verlängert, erweitert und vermutlich auch ein wenig ausgeschmückt.

„Die kleinen Händler sind das Rückgrat unseres Imperiums!“, rief Trumpius. Beobachter stellten später fest, dass er dabei in Richtung eines zufällig vorbeilaufenden Kaffeeverkäufers nickte, der sich fortan als persönlicher Wirtschaftsberater fühlte.

Natürlich blieb es nicht bei nüchternen Fakten. Trumpius Caesar erklärte, dass unter seiner Führung selbst die kleinste Werkstatt zur „Gigantischen Innovationsfabrik“ werden könne. Insider vermuten allerdings, dass dafür mindestens ein goldenes Schild mit der Aufschrift „Made Great Again“ erforderlich ist.

 

Die große Inszenierung

Was wäre eine Gesetzesunterzeichnung ohne die obligatorische Selbstverherrlichung? Während die Menge applaudierte – teils aus Begeisterung, teils aus Verwirrung – erklärte Trumpius Caesar, dass noch nie in der Geschichte des Universums zwei so bedeutende Gesetze gleichzeitig unterschrieben worden seien.

Historiker, die sich vorsichtig räusperten, wurden höflich ignoriert.

Die Feder, mit der unterschrieben wurde, soll übrigens aus reinem Gold bestanden haben – oder zumindest aus sehr überzeugend aussehendem Plastik. Anschließend wurden mehrere Exemplare dieser Feder feierlich an anwesende Würdenträger verteilt, die nun nicht nur ein Erinnerungsstück, sondern auch ein praktisches Werkzeug zum Unterschreiben eigener Einkaufslisten besitzen.

 

Mit diesen beiden Taten hat Trumpius Caesar erneut bewiesen, dass er nicht nur Gesetze unterzeichnen, sondern auch Ereignisse erschaffen kann, die sich selbst für wichtiger halten als sie vielleicht sind. Die Rückgabe geraubter Kunstwerke ist zweifellos ein ernstes und bedeutendes Anliegen, während die Förderung kleiner Unternehmen ein Dauerbrenner jeder politischen Agenda bleibt.

Doch unter der Herrschaft von Trumpius wird selbst das Alltägliche zur epischen Saga. Zwei Gesetze werden zu einer Legende, ein Stiftstrich zu einem Triumphzug und eine Pressemitteilung zu einer dramatischen Aufführung, die irgendwo zwischen römischem Theater und Reality-Show pendelt.

Und so verlässt das Volk den Platz mit dem Gefühl, Zeuge von etwas Großem gewesen zu sein – oder zumindest von etwas sehr laut Inszeniertem.