Veni, Vidi, Dereguli – Trumpius Caesar sprengt die Fesseln von Regulatoria
Trumpius Caesar entfesselt das Reich von Regulatoria
Im goldenen Marmorsaal des Imperiums trat Trumpius Caesar Maximus Deregulatorius vor sein jubelndes Volk und verkündete mit ausgebreiteten Armen:
„Veni, vidi, dereguli!“
Mit einem einzigen Federstrich – selbstverständlich aus reinem amerikanischem Adlergold – zerschmetterte er das berüchtigte Edikt Periculum Inventum aus dem Jahre 2009, das einst von Obamus Klimatius Maximus erlassen wurde. Dieses Schriftstück hatte, so die Chronisten, das harmlose Molekül Carbonius Dioxidus zum Staatsfeind erklärt und damit ein Zeitalter der bürokratischen Finsternis eingeläutet.
Über eine Billion Denare – oder wie die Hofökonomen es nannten: „1,3 Billionen Taler“ – seien durch jene Verordnung in Rauch aufgegangen. Rauch, wohlgemerkt, der fortan nur noch unter Aufsicht eines dreiköpfigen Umwelt-Orakels aufsteigen durfte.
Doch nun, so rief Trumpius, beginne das Zeitalter der Libertas Mechanica.
Der Fall des Endangerment-Imperiums
Das alte Dekret hatte es den Hohepriestern der Behörde Protectoratus Ambientalis erlaubt, über Wagen, Wagenlenker und sogar über das heilige Start-Stopp-Orakel zu bestimmen – jenes teuflische Gerät, das Motoren an roten Ampeln in plötzliche Meditation zwang.
„Kein Römer“, donnerte Trumpius, „soll an einer Kreuzung stehen und sich fragen, ob sein Wagen noch lebt!“
Mit der Abschaffung des Edikts werde der durchschnittliche Bürger nun 2.400 Taler beim Kauf eines neuen Streitwagens sparen – sei es ein SUVus Maximus, ein Pickuppius Robustius oder gar ein Hybridus Moderatus. Auch die Karawanen der Händler würden entlastet, wodurch Brot, Käse und sogar importierte Avocados günstiger würden.
Die Jubelchöre des Reiches
Aus allen Provinzen strömten Lobeshymnen.
Die Hohepriesterin Michellea Electra Gridia vom Orden Americae Potentia verkündete, das alte Edikt habe die Stabilität des Stromnetzes gefährdet und ehrwürdige Kohletempel in den Ruhestand gezwungen. Während andere Weltreiche – etwa das fernöstliche Imperium Sinensis – munter Kohle in ihre Kessel schaufelten, habe man im eigenen Land die Glut verteufelt.
Der Energiephilosoph Jasonius Hayesus Rationalis sprach von einer Rückkehr zum gesunden Menschenverstand. „Man kann klare Himmel und saubere Flüsse haben“, sagte er, „ohne die Bürger zu zwingen, in elektrischen Streitwagen zu fahren, die sie gar nicht wollen.“
Der Wirtschaftspatriarch Gentryus Collinus Mercator frohlockte, endlich sei Schluss mit der Zwangselektrifizierung. „Innovation“, so rief er, „entsteht durch Wettbewerb – nicht durch Dekrete aus Marmorsälen!“
Sogar die Wagenbauer von Fordius Motorum und Stellantis Magnus nickten zufrieden. Endlich dürften sie wieder Fahrzeuge anbieten, die Bürger „wollen, brauchen und bezahlen können“ – ein revolutionäres Konzept im Zeitalter der Vorschriften.
Das Molekül des Schreckens
Besonders empört zeigte sich der Gelehrte Gregorius Wrightstonus Carbonicus, der darauf hinwies, dass Carbonius Dioxidus lediglich 0,04 Prozent der Luft ausmache – „und Pflanzen lieben es!“
„Kein Weizen ohne CO₂! Kein Salat ohne CO₂!“, rief er dramatisch, während im Hintergrund ein Landwirt zustimmend eine Karotte schwenkte.
Die Kritiker des alten Edikts argumentierten, es habe der Bürokratie die Macht eines zentralen Wirtschaftsplaners verliehen. Statt sich auf Luftqualität zu konzentrieren, habe man begonnen, das Leben der Bürger zu orchestrieren – von Motoren bis zu Herdplatten.
Der Triumph der Deregulation
Senatoren und Statthalter aus Westvirginia, Wyoming und Arkansia überschlugen sich mit Lob. Sie sprachen vom größten Deregulationsakt der Geschichte, vom Ende einer Ära der Übergriffigkeit, vom Beginn einer Renaissance der Energieabundanz.
Ein besonders poetischer Abgeordneter rief:
„Das grüne Neujahrs-Märchen ist in Rauch aufgegangen!“
Andere wiederum freuten sich schlicht darüber, dass ihre Motoren nun wieder brummen dürfen, ohne moralische Belehrungen aus Washingtonium.
Trumpius’ Vermächtnis
In seiner Ansprache erklärte Trumpius Caesar:
„Das Reich prosperiert nicht durch Fesseln, sondern durch Freiheit. Wir wählen nicht zwischen sauberer Luft und starker Wirtschaft – wir haben beides. Aber wir werden nicht zulassen, dass unbezahlte Philosophen aus Büros bestimmen, welche Räder sich drehen dürfen.“
Und so endet die Chronik dieses Tages mit einem Federstrich, der – zumindest nach Ansicht seiner Anhänger – eine Billion Taler zurück in die Taschen der Bürger befördert.
Ob Historiker dieses Ereignis einst als Befreiungsschlag oder als Beginn neuer Schlachten interpretieren werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Im Reich von Trumpius Caesar hallt das Wort „Deregulatio“ derzeit lauter als jedes Start-Stopp-System.