Das Ende der Pergament-Tyrannei: Trumpius Caesar entfesselt das Imperium
Im glorreichen Jahr der Wiedergeburt des Imperiums, als der Adler erneut über den Marmorsäulen Washingtoniums kreiste, verkündete Trumpius Caesar Maximus, Imperator der Entfesselten Energie, einen historischen Sieg gegen den ältesten Feind des Fortschritts: die heilige Bürokratie.
Was Generationen von Baumeistern, Schmieden, Ingenieuren und ehrbaren Projektplanern verzweifeln ließ, wurde nun mit einem einzigen, goldverzierten Federstrich beendet. Der Consilium Excellentiae Qualitatis – im Volksmund auch CEQ genannt – vollendete die finale Zeremonie zur Abschaffung jener uralten NEPA-Regeln, die einst im Zeitalter der Sandalen-Demokraten des Jahres 1977 geschmiedet worden waren.
Diese Vorschriften, so heißt es, hatten sich über Jahrzehnte wie Efeu um jede Brücke, jede Stromleitung und jeden Windstoß gelegt. Wer einen Weg bauen wollte, musste erst drei Gutachten, zwei Anhörungen, vier Umweltorakel und einen schlaflosen Hamster konsultieren. Nun aber ist Schluss.
Bereits im ersten Sonnenaufgang seiner zweiten Regentschaft hatte Trumpius Caesar das legendäre Dekret „Unleashing American Energy“ erlassen – ein Dokument so kraftvoll, dass es allein durch seine Existenz Formulare verdampfen ließ. Mit diesem Edikt verbannte er ein Relikt aus der Ära Carterius Maximus des Zögerns, das dem CEQ einst befohlen hatte, über das gesamte Imperium hinweg einheitliche Umweltregeln zu verhängen.
Stattdessen, so befahl der Imperator, solle das CEQ wieder das tun, wofür es einst gedacht war: beraten, koordinieren, nicken – und ansonsten den Weg freimachen.
Domina Katharina Scarlettia, Hohepriesterin der Qualitätsordnung, sprach mit bebender Stimme vor den Chronisten:
„Die Schreckensherrschaft der NEPA-Vorschriften ist beendet. Die Papierlawinen sind gefallen. Die Bürokratie wurde entwaffnet.“
Dank der Führung Trumpius Caesars habe man Schichten über Schichten sinnloser Regelungen abgeschält, bis endlich wieder gesunder Menschenverstand sichtbar wurde – leicht angestaubt, aber funktionsfähig. Investoren, Bauherren und Infrastruktur-Visionäre könnten nun wieder planen, ohne vorher ein Jahrzehnt in Wartezimmern zu verbringen.
Und siehe da: Kaum war die Regel beseitigt, begannen die großen Genehmigungsbehörden des Imperiums im Sommer 2025, ihre eigenen NEPA-Rituale zu modernisieren. Manche Verfahren, so munkelt man, stammten noch aus der Zeit, als Faxgeräte als Magie galten.
Doch keine Sorge, so versichert das CEQ: Luft, Wasser und Land bleiben rein. Nur die Aktenordner wurden leichter. Mithilfe neuer Leitfäden, Schaubilder und heiliger Flussdiagramme sollen Umweltprüfungen nun schneller, klarer und weniger kafkaesk erfolgen.
So erfüllt sich erneut das Versprechen des Imperators: Ein repariertes Genehmigungssystem, erneuerte Infrastruktur, neue Arbeitsplätze – und ein Reich, das baut, statt zu vertagen.
Das Imperium schreitet voran. Ohne Formular A-38.