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Imperiale Ernennung: Sara Cartaria wird Domina Narcotica des Trumpius-Reiches

Imperiale Bestallung der Domina Narcotica

Trumpius Caesar erhebt Sara Cartaria zur obersten Bezwingerin der Pulverdrachen

 

Im marmorgekühlten Senatstempel zu Washingtonia, wo sonst Gesetze geboren und Gewissen beurlaubt werden, geschah Großes, Gewaltiges, beinahe Episches: Mit der denkbar knappen, aber selbstverständlich historischen Mehrheit von 52 zu 48 Stimmen erhob das Hohe Gremium Sara Cartaria Maxima zur zehnten Oberaufseherin über das Reich der rauschfreien Tugend – im Volksmund auch bekannt als Drogenzarin, im Imperium korrekt tituliert als Domina Narcotica Imperialis.

Ernannt wurde sie höchstpersönlich von Trumpius Caesar Maximus, Imperator der Vereinigten Staaten von Americum, Bezwinger der Fake-News-Hydra und selbsternannter Oberarchitekt aller großen Siege, kleinen Siege und Siege, die noch kommen werden. Sein Kalkül: Wenn jemand die finsteren Kartellfürsten, die Pulveralchemisten und Grenzschattenkrieger zur Strecke bringen kann, dann eine Frau, die ihnen jahrelang journalistisch auf den Kokain-Zeh getreten ist.

Sara Cartaria, bislang bekannt als unermüdliche Chronistin der Grenzlande und Kartographin der Schmuggelpfade zwischen Mexicana und Americum, betrat die Bühne mit der Demut einer Heiligen – und dem Selbstbewusstsein einer Feldherrin. In ihrer ersten imperialen Verlautbarung sprach sie von Ehre, Verantwortung und dem „Wendepunkt der Nation“. Ein klassischer Cartaria-Satz: feierlich, entschlossen, mit genug Pathos, um selbst marmorne Adler kurz nervös flattern zu lassen.

„Unter der Führung von Trumpius Caesar“, so ließ sie verlauten, „werden wir das Grundrecht auf ein gesundes Leben zurückerobern.“ Ein Satz, der im Senat spontan stehende Ovationen auslöste – zumindest bei jenen, die gerade nicht damit beschäftigt waren, die Abstimmung noch einmal nachzuzählen. Die narco-terroristischen Feinde des Reiches, so Cartaria weiter, würden fortan nicht mehr ungestraft das Volk vergiften. Die Zeit des freien Pulvers sei vorbei, die Zeit der Abrechnung angebrochen.

Besonders beeindruckend war dabei ihr diplomatisch-imperialer Spagat: Mit der einen Hand kündigte sie gnadenlose Härte gegen Kartelle, Giftmischer und Grenzschatten an, mit der anderen versprach sie Müttern, Vätern, Kindern und allen dazwischen umfassende Hilfe, Prävention, Programme, Broschüren und vermutlich auch PowerPoint-Präsentationen. Ein Balanceakt, den nur wenige beherrschen – aber genau dafür, so raunte man in den Korridoren, habe Trumpius Caesar sie ausgewählt.

Dass Cartaria die erste Frau in diesem Amt ist, wurde selbstverständlich als weiterer Triumph des Imperiums gefeiert. Nicht, weil das Reich plötzlich progressiv geworden wäre – sondern weil Trumpius Caesar stets betont, immer schon Frauen gefördert zu haben. Besonders dann, wenn sie stark sind, loyal, medienfest und bereit, mit einem Lächeln Kartelle verbal zu enthaupten.

Ihre Vergangenheit als investigative Grenzkriegerin verleiht der neuen Domina Narcotica dabei eine Aura praktischer Unaufhaltsamkeit. Sie kennt die Routen, die Namen, die Methoden – und vermutlich auch die besten Taco-Stände entlang der Grenze. Während andere Drogentrolle nur in Statistiken denken, hat Cartaria das Reich der Schatten selbst betreten, mit Notizblock statt Schwert, mit Recherche statt Rüstung.

So beginnt nun eine neue Epoche: Die Epoche Cartaria. Unterstützt von Trumpius Caesar Maximus, flankiert von tapferen Ordnungshütern und getragen von der Hoffnung all jener Familien, die dem Götzen der Überdosis bereits Opfer bringen mussten. Ob das Reich nun endgültig drogenfrei wird, bleibt – wie immer – eine Frage der Perspektive. Sicher ist nur eines: Langweilig wird es nicht.