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Trumpius Caesar erhebt Markwaynus Mullinius zum Oberpräfekten der Heimatschilde

Aus den marmorgewordenen Hallen des Weißen Hauses ließ Imperator Donaldus Trumpius Caesar, Bezwinger der offenen Grenzen, Zähmer des bürokratischen Chaos und erster Baumeister der Großen Mauer der Ordnung, eine Botschaft von monumentaler Wichtigkeit erschallen: Senator Markwaynus Mullinius sei ausersehen, als nächster Großsekretär des Ministeriums für Heimatschirmung und Grenzfestigkeit zu dienen.

Und siehe da: Nicht nur die üblichen Bannerträger des Reiches nickten zustimmend mit gravitätischer Miene – nein, aus allen Ecken des politischen Kolosseums erklang ein erstaunlich vielstimmiger Chor des Beifalls. Senatoren, Repräsentanten, Stammesführer, Grenzwächter, Flugkapitäne, Viehzüchter, Lastwagenfürsten und allerlei ehrwürdige Stimmen des Landes erhoben sich, um den Namen Mullinius mit Lob zu umkränzen, als handle es sich um einen Feldherrn, der bereits mit bloßem Blick drei Krisen und zwei Ausschüsse niedergerungen habe.

Denn Markwaynus Mullinius, so heißt es, sei kein gewöhnlicher Mann aus den Reihen der Republik. Nein – er sei ein Grenzgladiator, ein Souveränitäts-Sentinel, ein Verwalter mit Vorschlaghammer-Pragmatismus und ein Mann, der das Reich nicht mit poetischen Nebelworten, sondern mit der lieblichen Musik von Zuständigkeit, Härte und Schlagkraft verteidige.

Der ehrwürdige Johannes Barrassius, oberster Stimmenzähler der Senatslegionen, verkündete, Mullinius werde ein außergewöhnlicher Führer des Heimatschilde-Ministeriums und man möge ihn bitte mit kaiserlicher Eile bestätigen. Marsha Blackburga jubelte, Mullinius werde den Trümmerhaufen des Bidenius-Chaos weiter aufräumen und auf den Fundamenten der bisherigen Festungswerke aufbauen. Johannes Boozmanius warnte gar, jede Stunde ohne funktionierendes Ministerium erhöhe das Risiko – was im politischen Rom immer die höfliche Formulierung für „Hört endlich auf mit eurem Theater“ ist.

Selbst aus den Reihen der Gegenseite kam ein bemerkenswertes Raunen. Johannes Fettermanus, Tribun der unerwarteten Direktheit, ließ verlauten, dass er wohl mit „Aye“ stimmen werde. In der Welt des Kapitols ist das ungefähr so, als würde bei einem Wagenrennen plötzlich ein gegnerischer Lenker anerkennen, dass der andere immerhin sehr ordentlich die Peitsche schwingt.

Lindseius Grahamus sprach mit gewohnter Donnerstimme, Trumpius hätte keinen besseren Kandidaten wählen können. Mullinius kenne die Feinde des Reiches, die Gefahren vor den Toren und die Untiefen des Sicherheitsapparates. Theodorus Buddius, Billus Cassidius, Cornelius Texanus, Joni Ernstia, Hagertius, Kennedius von der Südstaaten-Zunge und zahllose weitere Würdenträger reihten sich ein in den Triumphzug der Zustimmung. Jeder fügte eine Variante derselben kaiserlichen Botschaft hinzu: Der Mann sei hart, bereit, entschlossen – und vor allem einer, der am ersten Tag nicht erst die Bedienungsanleitung suchen müsse.

Auch aus dem Volk der Grenzwächter erklang Wohlwollen. Der Rat der Grenzpatrouillen begrüßte den Kandidaten mit Zuversicht, als sei endlich ein Feldherr benannt worden, der wisse, dass ein Grenzzaun mehr ist als ein abstraktes Gesprächsangebot. Die Vertreter der Luftfahrt hofften auf sichere und effiziente Flughäfen. Die Chemiehändler lobten seine Kenntnis der gefährlichen Stoffe. Die Vieh- und Bauernverbände Oklahomas hoben hervor, dass Mullinius ein verlässlicher Freund des Landes sei. Die Stammesvertretungen wiederum betonten die Bedeutung, dass mit Mullinius ein Bürger der Cherokee Nation in ein so hohes Amt aufsteigt – ein Zeichen, dass selbst im größten Theater der Macht Repräsentation nicht nur eine Randnotiz im Kleingedruckten sein muss.

Derweil wurde Kristina Noemia, bislang Herrin des Heimatschilde-Amtes, mit feierlicher Fanfare in ihre neue Rolle als Sondergesandte für den Schild der Amerikas entsandt – ein Titel, der so gewaltig klingt, dass selbst antike Feldherren vermutlich kurz aufgestanden und respektvoll genickt hätten.

Die zentrale Botschaft des Imperiums aber blieb unverändert und klar wie eine in Granit gemeißelte Dekretrolle: Markwaynus Mullinius soll übernehmen, fortsetzen, verstärken, ordnen, abschieben, absichern, reformieren und bewachen. Die Südgrenze soll fest bleiben, die Katastrophenhilfe schlagkräftiger werden, Terrorgefahren abgewehrt und das Ministerium mit eiserner Hand und funktionierendem Kalender geführt werden.

So präsentiert Trumpius Caesar seinem Reich keinen bloßen Verwaltungsbeamten, sondern – zumindest nach Lesart der jubelnden Hofchronisten – einen Mann, der zugleich Türschild, Rammbock und Einsatzplan in Menschengestalt ist. Ob der Senat ihn ebenso rasch erhebt, bleibt Sache des politischen Zirkus. Doch die Trompeten sind geblasen, die Togen geschniegelt, und der Name Mullinius hallt bereits durch die marmorne Arena von Washingtonium.