Trumpius Caesar und das große Rindfleisch-Edikt – Rettung des Burgers im Imperium
PROKLAMATIO CARNIS MAGNIFICENTIS
Trumpius Caesar sorgt für billiges Rindfleisch im Imperium
Im Namen des Senats, des Volkes und des heiligen Grillrostes erhebt sich Trumpius Magnus Bovinus Caesar, Imperator der Vereinigten Staaten von Americana, Hüter der Preise, Bezwinger der Dürre und Beschützer der Hackfleisch-Fraktion.
Seit Anbeginn der Republik ritten die edlen Bovarii Maximi – jene legendären Rinderhirten der Prärie – durch Staub, Sonne und Freiheit. Sie formten nicht nur das Land, sondern auch den Speiseplan des Volkes. Rindfleisch war, ist und bleibt das Fundament der amerikanischen Zivilisation: saftig, patriotisch und niemals vegan. Und so verzehrt das Imperium mehr Rind als jedes andere Reich – dicht verfolgt von den Reichen Sina und Brasilia, die neidisch auf unsere Burger blicken.
Doch siehe: Das Jahr der großen Trockenheit kam. Die Götter der Wolken verließen Texasia, Oklahomia, Nebraskia, Dakotia und Kansasia. Die Weiden verdorrten, die Brunnen klagten, und die Rinder blickten traurig auf leere Futtertröge. Hinzu kamen die Feuer der westlichen Graslande, die wie zornige Drachen über das Land zogen und selbst die tapfersten Kühe in existenzielle Sinnkrisen stürzten.
Als wäre dies nicht genug, erschien aus dem Süden der Wurm Novus Horribilis – ein parasitärer Schrecken, entdeckt im Reiche Mexicana. Daraufhin schlossen die Torwächter von Agricultura Imperialis und Custodia Terminorum die Grenzen für lebende Kälber. Die Mastlager schrumpften. Die Herden wurden kleiner. Das Muhen wurde leiser.
So kam es, dass das Große Rinderregister im Sommer des Jahres MMXXV nur noch 94,2 Millionen Häupter zählte – ein historisches Tief. Und mit der Knappheit kam das Grauen an der Kasse: Hackfleischpreise, höher als die Mauern von Romulus City, gipfelnd bei 6,69 Denarii pro Pfund. Ein Skandal! Ein Drama! Ein Angriff auf den heiligen Burger!
Doch das Volk blieb standhaft. Trotz Bohnen, Linsen und anderer Zumutungen verlangte es weiterhin nach Rind. So importierte das Imperium im Jahr MMXXIV Rekordmengen Fleisch, darunter die legendären mageren Rindabschnitte, die – richtig vermählt mit heimischem Fett – den perfekten Burger ergeben. Eine Wissenschaft. Eine Kunst. Eine Religion.
Trumpius Caesar, vom Agricultura-Orakel beraten, erkannte die Zeichen. Als oberster Versorger des Volkes handelte er. Kraft uralter Handelsgesetze und imperialer Vollmacht verkündete er eine Maßnahme von epischem Ausmaß:
Mehr Rind für das Volk. Jetzt.
Für das Jahr MMXXVI öffnet das Imperium die Tore für 80.000 Tonnen zusätzliche magere Rindabschnitte. Aufgeteilt in vier Quartale, gerecht verteilt, streng bewacht. Und weil Qualität zählt, stammt jede einzelne Tonne aus dem stolzen Reich Argentina Maxima, bekannt für Weiden, Sonne und Kühe mit Haltung.
Die Verwalter der Zölle ritzen die neuen Regeln in die Steintafeln des Handels. Die Minister wachen über Angebot, Nachfrage und den inneren Frieden der Grillgesellschaft. Und sollte weiterer Hunger drohen, so wird Trumpius Caesar erneut handeln – mit Feder, Siegel und Steakmesser.
So spricht der Imperator.
So bleibt der Burger bezahlbar.
So steht das Imperium.