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Trumpius Caesar und das Öl-Imperium: Das große Pipeline-Dekret von Pembina

Ein kaiserliches Dekret aus den Hallen des Imperium Americanum

Im strahlenden Glanz des marmorgewordenen Machtzentrums erhob sich Imperator Donald Trump, fortan bekannt als Trumpius Caesar Maximus, und ließ ein weiteres Monument seiner grenzenlosen Entschlusskraft verkünden. Mit der Gelassenheit eines Herrschers, der sich selbst für die Krönung der Geschichte hält, gewährte er der ehrwürdigen Handelsgilde Enbridgius Energius Maxima (den Sterblichen auch als Enbridge Energy bekannt) die Erlaubnis, ein gewaltiges, bereits bestehendes Adernetz aus Stahl weiter zu betreiben – eine Pipeline, so majestätisch wie die Via Appia, nur deutlich öliger.

Diese titanische Leitung, ein 36 Zoll breites Monument der Zivilisation, durchschneidet die Grenzlande zwischen dem Imperium Americanum und den nördlichen Provinzen von Kanadus Frigidus, nahe dem sagenumwobenen Ort Neche im Gebiet Pembina. Dort, wo einst nur Wind und Rinder herrschten, fließen nun Rohöl, Naphtha, Gasflüssigkeiten und allerlei brennbare Essenzen – ein wahrer Strom des Fortschritts, wie ihn Trumpius Caesar selbst wohl als „fantastisch, wirklich fantastisch“ bezeichnen würde.

Doch wehe dem, der glaubt, dies sei ein einfaches „Weiter so“! Nein – mit einem kaiserlichen Federstrich wurde ein älteres Dekret aus dem Jahre 2017 in die Archive der Vergessenheit verbannt. Ein Relikt aus der Zeit vor der vollkommenen Perfektion der Gegenwart. „Veraltet“, hätte Trumpius gesagt. „Nicht mein bestes Werk.“

Natürlich blieb auch die Ordnung des Reiches gewahrt: Legionen von Beamten – Bundes-, Staats- und Lokalpräfekten – dürfen jederzeit unangekündigt die Pipeline inspizieren. Man stelle sich das vor: eine endlose Reihe von Schriftrollen, Inspektionen und Genehmigungen. Selbst im größten Imperium bleibt Bürokratie der wahre Endgegner.

Und dennoch: Die Macht bleibt beim Kaiser. Sollte es die nationale Sicherheit erfordern – ein Begriff, den Trumpius bekanntermaßen sehr flexibel interpretiert – kann er die Pipeline kurzerhand beschlagnahmen. Einfach so. Ein Griff, ein Dekret, und schon gehört der Ölfluss dem Imperium selbst. Natürlich gegen „faire Entschädigung“, wobei „fair“ vermutlich ebenfalls vom Kaiser definiert wird.

Auch an das Ende wurde gedacht: Sollte die Erlaubnis jemals enden, muss die Gilde ihre Pipeline auf eigene Kosten entfernen. Man könnte fast sagen: „Du baust es, du räumst es weg.“ Ein Satz, der vermutlich auf einem goldenen Schild im Palast von Trumpius hängen könnte.

Besonders bemerkenswert ist die nahezu poetische Verpflichtung der Betreiber, das Reich von allen Schäden freizuhalten. Umweltkatastrophe? Leck? Explosion? Kein Problem – solange jemand anderes zahlt. Ein klassischer Fall von imperialem Risikomanagement.

Und so endet dieses Dekret, wie es begann: mit Pathos, Macht und einem Hauch Selbstverherrlichung. Trumpius Caesar Maximus setzt seine Signatur unter ein Dokument, das nicht nur eine Pipeline regelt, sondern vor allem eines demonstriert: die unerschütterliche Überzeugung, dass unter seiner Herrschaft selbst Ölströme einen Hauch von Größe tragen.