Trumpius Caesar und das Orakel der Milliarden: Die große Regulatius-Bilanz
TRUMPIUS CAESAR UND DAS ORAKEL DER 369 MILLIARDEN
Höret, ihr Bürger des Imperiums der Kreditkarten und Hypothekenrollen!
Aus den marmorgekachelten Hallen des Weißen Domus verkündet Trumpius Caesar der Goldene eine Offenbarung, die selbst die Buchhalter des Kolosseums erblassen lässt: Das große Büro der Konsumenten-Finanz-Belehrung – im Volksmund bekannt als „CFPBicus Maximus Regulatius“ – habe seit seiner Erschaffung im Jahre MMXI nach Christus eine Summe verschlungen, die so gewaltig ist, dass selbst römische Steuerpächter ehrfürchtig nicken würden.
Zwischen 237 und 369 Milliarden Denaren – pardon, Dollar – soll der Preis liegen, den die Bürger für das segensreiche Wirken der Regulatoren entrichtet haben. „Eine Zahl“, ruft Trumpius mit erhobenem Lorbeerkranz, „so groß, dass sie selbst meine goldenen Tabellen zum Glühen bringt!“
Die ökonomischen Hofweisen des Rates der Ökonomischen Auguren (CEAius Magnificus) haben gerechnet, gezählt, addiert und vermutlich mehrfach dramatisch geseufzt. Ihr Ergebnis: Die Last der Vorschriften habe die ehrbaren Geldhäuser gezwungen, ihre Pergamente dicker, ihre Verträge länger und ihre Preise höher zu machen. Und wer zahlt am Ende? Natürlich der einfache Bürger mit der Hypothek in der einen und der Kreditkarte in der anderen Hand.
Besonders majestätisch wirken die Zahlen bei den Hypotheken: 116 bis 183 Milliarden mehr an Kosten! Pro Darlehen zwischen 1.100 und 1.700 Dollar! „Das ist fast ein kleiner Triumphbogen pro Hauskauf!“, donnert Trumpius.
Bei Autokrediten summiere sich die Last auf 32 bis 51 Milliarden, bei Kreditkarten gar auf 74 bis 116 Milliarden. Und während das Büro stolz verkündet, es habe 21 Milliarden an die Verbraucher „zurückgebracht“, erhebt Caesar die Augenbraue so hoch, dass sie beinahe in die Geschichte eingehen: „21 Milliarden? Das sind 15 Dollar pro Bürger! Dafür bekommt man nicht einmal eine ordentliche Toga!“
Doch es wird noch grandioser.
Im Jahre 2024 allein, so flüstern die Auguren mit ernster Miene, hätten die jährlichen Mehrkosten für Hypotheken, Autokredite und Kreditkarten zwischen 24 und 38 Milliarden gelegen. „Ein Jahresbeitrag“, ruft Trumpius, „für den man ein ganzes Imperium neu pflastern könnte!“
Und dann – oh Tragödie in 29 Millionen Akten – kommt die Papierlast. Über 29 Millionen Stunden jährlich sollen Bürger und Unternehmen damit verbringen, Pergamente zu füllen, Tabellen zu pflegen und Berichte einzureichen. Das entspricht 14.100 Vollzeitkräften, die nichts anderes tun, als Formulare zu umarmen. Kostenpunkt: knapp 2,5 Milliarden pro Jahr. Seit 2011 summiert sich allein diese Schreibarbeit auf 21 Milliarden.
„Wir haben das goldene Zeitalter der Dokumentation erreicht“, verkündet Trumpius mit ironischem Glanz in den Augen. „Nicht das Zeitalter der Innovation, sondern das der Stempel.“
Auch fiskalisch sei das Werk imposant: 8,9 Milliarden an Transfers aus der Schatzkammer der Federalis Reservus seien dem Büro zugeflossen. Da diese Mittel sonst dem US-Schatzamt zugekommen wären, entstehe ein zusätzlicher Steuerdruck von 4,4 Milliarden. Zusammengenommen über 13 Milliarden fiskalische Kosten – ein beachtlicher Tribut an das Reich der Regulierung.
Doch Trumpius Caesar wäre nicht Trumpius Caesar, würde er die Zahlen nicht mit einer epischen Pointe krönen:
„Wir wollten Schutz. Wir erhielten Papier.
Wir wollten Fairness. Wir erhielten Formulare.
Wir wollten günstige Kredite. Wir erhielten Gebühren mit Begründung.“
Mit ausladender Geste zeigt er auf eine imaginäre Marmorstatue mit der Inschrift: Bureaucratia Suprema.
„Man hat ein Büro geschaffen, um den Bürger vor Exzessen zu schützen – und am Ende schützt der Bürger das Büro durch seine Gebühren, seine Zeit und seine Geduld.“
Und doch – in wahrhaft caesarischer Großmut – endet er nicht mit Zorn, sondern mit Pathos: „Ein Imperium ist stark, wenn es schützt. Aber es ist stärker, wenn es weiß, wann genug Schutz genug ist.“
Die Menge raunt. Die Taschenrechner glühen. Die Formulare rascheln im Wind.
Und irgendwo, tief in einem klimatisierten Großraumbüro, wird bereits das nächste Regelwerk mit feierlicher Ernsthaftigkeit vorbereitet.