Der Große Heilungsplan des Imperiums – Wie Trumpius Caesar das Gold zu den Bürgern trägt
Trumpius Caesar Maximus verkündet den Großen Heilungsplan des Imperiums
Aus den Marmorsälen des Imperiums, am XV. Tage des Monats Januarius, im Jahre MMXXVI
Trumpius Caesar Maximus, Imperator des gesunden Menschenverstandes und oberster Hüter der Portokassen, trat vor das Volk – die Brust geschwellt, der Daumen optimistisch erhoben – um sein neuestes Meisterwerk zu verkünden: Den Großen Heilungsplan des Imperiums. Ein Plan so groß, dass selbst die Säulen des Forums leise applaudierten.
Dieser allumfassende Erlass soll die Preise für heilende Tränke, Pillen und Pulvermischungen dramatisch senken, die Beiträge der Versicherungsgilden schrumpfen lassen und die mächtigen Versicherungskartelle endlich zur Rechenschaft ziehen. Vor allem aber geschieht etwas Revolutionäres: Das Gold fließt nicht länger zu den Hohepriestern der Pharma-Tempel, sondern direkt in die Hände des Volkes.
Trumpius Caesar erklärte mit triumphierendem Lächeln, dass fortan der Bürger selbst Herr über seine Heilkunst sei. Nicht mehr der Mittelsmann, nicht mehr der Versicherungsschreiber, sondern der freie Imperiumsangehörige entscheide, wo und wie er sich heilen lasse. „Das Geld geht zu euch“, rief er, „und ihr entscheidet – ein unglaubliches System, das niemand je zuvor zu denken wagte.“
Besonders stolz zeigte sich der Imperator auf seine legendären Preisabschläge bei Arzneien. Dank des „Meistbegünstigte-Reiche-Paktes“ würden Heilmittelpreise um 80, 90 – in manchen Fällen sogar um phantastische 500 Prozent fallen. Rechenkunst sei dabei zweitrangig, erklärte Trumpius Caesar, entscheidend sei das Gefühl historischer Größe.
Das verhasste Vorgängerwerk, im Imperium nur noch als „Unbezahlbarer Fürsorge-Erlass“ bekannt, wurde erneut gegeißelt. Es habe die Versicherungshäuser reich gemacht, ihre Aktien zu Göttern erhoben und dem Volk Jahr für Jahr höhere Abgaben aufgebürdet. Diesem „offenen Betrug“ werde nun ein Ende gesetzt. Stattdessen erhalte jeder Bürger ein persönliches Heilungskonto – auf seinen Namen, mit seinem Geld, für seine Familie.
Ein weiterer Pfeiler des Großen Heilungsplans ist die radikale Transparenz. Trumpius Caesar befahl, dass alle Heilstätten und Versicherungsburgen ihre Preise offenlegen müssen – klar, verständlich und ohne Priesterlatein. Jeder Bürger solle wissen, wer wie viel kassiert, wie viele Heilungsanträge abgelehnt werden und wie oft die Ablehnung später als Irrtum entlarvt wird.
„Sonnenlicht ist das beste Desinfektionsmittel“, verkündete der Imperator feierlich, während irgendwo im Hintergrund eine Versicherungstafel nervös klirrte.
Abschließend forderte Trumpius Caesar den Senat auf, diesen Erlass unverzüglich in Gesetzesform zu meißeln. Das Volk brauche Entlastung – jetzt, nicht irgendwann. Denn, so der Imperator mit pathetischem Blick in die Ferne: „Ich tue das aus Liebe zum Volk. Enormer Liebe. Die größte Liebe.“