Trumpius Caesarus und die goldene Pipeline des Imperiums
Das Große Dekret des Imperators Trumpius Caesarus über die Ölleitung von Nordamerika
Im glanzvollen Marmorsaal des Weißen Hauses – von den Hofarchitekten ehrfürchtig als Domus Aurea Americana bezeichnet – erhob sich der selbsternannte Imperator Donald Trump, fortan bekannt als Trumpius Caesarus Maximus, um ein Dekret zu verkünden, das selbst die alten Römer vor Neid hätte erblassen lassen.
Mit einer Geste, die irgendwo zwischen göttlicher Eingebung und Reality-TV-Finale lag, verlieh er der ehrwürdigen Handelsgilde Enbridgeus Energeticus – einer fernen Kolonie aus dem frostigen Norden des Reiches (auch bekannt als Kanada) – das heilige Recht, eine gigantische Ölader zu betreiben. Diese verläuft durch die sagenumwobene Provinz St. Clairia im Gebiet Michiganus, zwischen den Grenzstädten Portus Huronis und Marysvillum.
Die Pipeline – Ader des Imperiums
Diese mächtige Röhre, mit einem Durchmesser von stolzen 30 Zoll (was in römischen Maßstäben ungefähr „ziemlich beeindruckend“ entspricht), transportiert alles, was das Herz eines Imperiums begehrt: schwarzes Gold, flüssiges Feuer und allerlei raffinierte Elixiere wie Benzinum, Dieselus und Jetfuelium.
Doch wehe dem, der glaubt, diese Leitung sei ein freies Spielzeug! Nein – Trumpius Caesarus ließ verlauten:
„Niemand verändert meine Pipeline ohne mein majestätisches Nicken. Niemand! Vielleicht ich. Aber sonst niemand.“
Gesetze, Regeln und kaiserliche Launen
Obwohl der Imperator sich selbst als höchste Instanz betrachtet, ließ er großzügig verlauten, dass auch weltliche Institutionen – Bundes-, Landes- und Lokalbehörden – einen Blick auf das Werk werfen dürfen. Natürlich nur, solange sie sich seiner überragenden Autorität bewusst bleiben.
Inspektoren dürfen die Pipeline betreten, prüfen und bestaunen – jederzeit! Kostenlos! (Ein Angebot, das selbst im alten Rom für Aufsehen gesorgt hätte.)
Das große Sicherheitsversprechen
Sollte das Imperium jemals in Gefahr geraten, behält sich Trumpius Caesarus das Recht vor, die Pipeline höchstpersönlich zu übernehmen. Man stelle sich vor: der Imperator, flankiert von goldenen Pumpstationen, kontrolliert höchstselbst den Fluss des Öls!
Natürlich – ganz großzügig – würde Enbridgeus dafür entschädigt werden. Fair. Vielleicht. Je nach Laune des Imperators.
Verantwortung? Natürlich nicht für Rom!
Sollte etwas schiefgehen – Explosionen, Umweltkatastrophen oder ein besonders schlecht gelaunter Flussgott – so trägt Enbridgeus Energeticus die volle Verantwortung. Das Imperium selbst bleibt rein wie frisch gefallener Schnee auf dem Kapitol.
Eigentümerwechsel? Meldung an den Thron!
Jede Veränderung – sei es ein neuer Besitzer, ein neuer Name oder ein besonders kreatives Logo – muss umgehend dem Imperator gemeldet werden. Denn eines ist klar:
„Alles gehört mir. Auch wenn es euch gehört.“
Das Ende eines alten Zeitalters
Mit diesem Dekret wird ein uraltes Dokument aus dem Jahr 1953 feierlich in die Geschichtsbücher verbannt. Trumpius Caesarus hat gesprochen – und damit ist alles Vorherige offiziell „so 20. Jahrhundert“.
So steht es geschrieben im großen Buch der Dekrete: Die Pipeline fließt, das Öl strömt, und der Imperator wacht – mit goldenem Blick und maximalem Selbstbewusstsein – über jede einzelne Molekülbewegung.
Und irgendwo, tief unter dem St. Clair River, flüstert das Öl leise:
„Make Pipelines Great Again.“