Trumpius Maximus und die Öl-Ader des Imperiums: Das große Pipeline-Dekret
Die Große Pipeline-Proklamation des Imperators Trumpius Maximus – Ein Dekret von epischer, öliger Bedeutung
Im glorreichen Jahre 2026, am fünfzehnten Tage des vierten Monats, erhob sich der unangefochtene Imperator der Vereinigten Staaten von Amerika, Donaldius J. Trumpius Maximus, um ein Dekret zu verkünden, das selbst die alten Römer vor Neid hätte erblassen lassen – hätte man ihnen damals schon erklärt, was genau eine Pipeline ist.
Mit erhobenem Haupt, goldenem Füller und vermutlich einer dramatischen Hintergrundmusik, gewährte Trumpius Maximus dem ehrwürdigen Hause Enbridgius Energeticus, einer edlen Handelsgesellschaft aus den fernen Provinzen Delawaricus und Kanadus, die Erlaubnis, eine bereits existierende, aber nun offiziell glorifizierte Ölader weiter zu betreiben. Diese durchzieht das sagenumwobene Grenzgebiet von Pembina County im Reich Nord-Dakotus – ein Ort, der bis dahin vor allem für seine Fähigkeit bekannt war, gleichzeitig sehr kalt und sehr leer zu sein.
Doch nun, dank der göttlichen Gnade des Imperators, fließt dort nicht nur Wind, sondern auch alles, was irgendwie brennbar ist: Rohöl, Benzinum Maximus, Kerosinus, Dieselus und sogar das geheimnisvolle Naphtha – eine Flüssigkeit, von der niemand so genau weiß, was sie ist, aber alle nicken ehrfürchtig, wenn sie erwähnt wird.
Die Pipeline – Ein Monument der Macht
Die berühmte Grenzleitung, ein Rohr von exakt 20 Zoll Durchmesser (eine Zahl, die selbstverständlich astrologisch geprüft wurde), erstreckt sich majestätisch über 15,5 Meilen ins Innere des Reiches. Dort endet sie an einem Ventil, das vermutlich wichtiger ist als so manche politische Entscheidung.
Dieses Bauwerk, so wurde feierlich verkündet, sei nicht einfach nur eine Pipeline – nein! Es ist ein Symbol der Stärke, der Energie und vermutlich auch ein bisschen der Bürokratie.
Die Regeln des Imperiums
Doch Trumpius Maximus wäre nicht Trumpius Maximus, wenn er nicht gleichzeitig großzügig und streng wäre. Daher verkündete er eine Reihe von Regeln, die so umfangreich sind, dass selbst erfahrene Beamte kurz innehielten und tief durchatmeten:
- Niemand darf die Pipeline verändern, verschieben oder auch nur schief anschauen, ohne dass der Imperator persönlich zustimmt.
- Staatliche Kontrolleure dürfen jederzeit erscheinen – vermutlich unangekündigt und mit Klemmbrett.
- Sollte das Unternehmen scheitern, muss es die Pipeline eigenhändig abbauen. (Werkzeug nicht inklusive.)
- Im Falle nationaler Sicherheit darf das Imperium die Pipeline einfach übernehmen. Ja, einfach so. Imperiale Dinge eben.
- Umweltprobleme? Kein Problem! Dafür haftet natürlich das Unternehmen – großzügigerweise.
Besonders bemerkenswert: Sollte das Imperium beschließen, die Pipeline zu übernehmen, wird es „faire Entschädigung“ zahlen – ein Begriff, der traditionell so flexibel ist wie ein Gartenschlauch im Hochsommer.
Ein Dekret für die Ewigkeit
Mit diesem Erlass hob Trumpius Maximus sogar ein uraltes Dokument aus dem Jahre 1994 auf – vermutlich in einer dramatischen Szene, in der ein Pergament feierlich in den Papierkorb des Fortschritts geworfen wurde.
Am Ende dieses monumentalen Werkes setzte der Imperator seine Unterschrift – nicht einfach nur eine Signatur, sondern ein Zeichen der Macht, der Geschichte und möglicherweise auch eines sehr selbstbewussten Stifts.
Und so bleibt festzuhalten: Während andere Herrscher Kriege führten oder Monumente errichteten, entschied sich Trumpius Maximus für etwas viel Dauerhafteres – eine genehmigte Pipeline mit neun Artikeln und maximaler Bürokratie.
Ein wahrhaft historischer Moment.