Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Veni, Vidi, Digitalisi – Trumpius Caesar und die Enthauptung der Bürokratie

Der Imperiale Erlass der Digitalen Axt

Wie Trumpius Caesar den Dschungel der Genehmigungen mit einem Mausklick rodet

Im glanzvollen Marmorsaal der Macht, irgendwo zwischen vergoldeten Säulen und dem ewigen Echo des Wortes Great, erhob sich Trumpius Caesar Magnus Permittatorius und verkündete eine Neuerung, die selbst die ehrwürdigsten Bürokratiepriester kurzzeitig aus ihrer Formular-Trance riss: CE Works – ein digitales Wunderwerk, geschaffen, um das heilige Reich von Formularstapeln, Aktenordnern und jahrzehntealten Genehmigungsritualen zu befreien.

Seit Jahrhunderten – oder zumindest gefühlt seit der Erfindung des Durchschlagpapiers – pilgerten kaiserliche Beamte durch die Labyrinthe der Umweltprüfung. Jeder Schritt begleitet von Prüfvermerken, Stempeln und dem leisen Weinen von Infrastrukturprojekten, die niemals das Licht der Realität erblickten. Doch nun, so verkündet Trumpius Caesar mit erhobenem Zeigefinger, kommt die Zeit der Maus.

CE Works, das Kronjuwel aus dem Permitting Innovation Colosseum, verwandelt den bislang handgeschnitzten Genehmigungsprozess in ein digitales Gladiatorenspiel: auswählen, prüfen, weiterleiten, genehmigen – alles schneller, alles größer, alles kaiserlicher. Wo früher zehn Amtsstuben, sieben Expertenrunden und drei verlorene Nerven nötig waren, genügt nun ein Klick, ein weiterer Klick und – zur Sicherheit – ein dritter Klick, denn niemand traut dem Frieden.

Die Kategorie der kategorischen Ausnahmen – bislang ein mystischer Begriff, verstanden nur von Hohepriestern der Verwaltung – wird nun in eine digitale Prozession überführt. Die Beamten des Reiches wählen ihre Ausnahmen wie römische Feldherren ihre Legionen, beraten sich in virtuellen Strategieräumen und hinterlassen ein offizielles Dokument, das sogar archiviert werden kann. Revolutionär. Fast schon unverschämt effizient.

Dieses Wunderwerk entstand nicht zufällig, sondern auf direkten Befehl des Imperators selbst. In seinem berühmten Memorandum „Genehmigungen schneller, größer, schöner“ – unter Kennern auch als „Update für das 21. Jahrhundert“ bekannt – befahl Trumpius Caesar, die staubige Technik der Vergangenheit endlich in Rente zu schicken. Die Mission: Tempo. Das Ziel: eine goldene Ära der Projekte, die tatsächlich fertig werden.

Unterstützt wurde das Vorhaben von den Technomagiern der kaiserlichen Digitalgilde, die mit modernen Werkzeugen, scharfen Tastaturen und einem fast beunruhigenden Hang zu Benutzerfreundlichkeit ans Werk gingen. Das Ergebnis: Software, die nicht nur funktioniert, sondern auch verstanden wird – ein Skandal für Traditionalisten.

Zum Start des Pilotprogramms marschierte CE Works zunächst in die weiten Lande von Moab, wo Feldämter nun als Testarena dienen. Dort wird geprüft, geklickt und beschleunigt, was das WLAN hergibt. Weitere Provinzen des Reiches stehen bereits Schlange, denn niemand möchte der Letzte sein, der noch mit Papier arbeitet.

Imperiale Hofsprecherin Katharina Scarletto von der Umweltqualität erklärte mit feierlichem Ernst: Der Wille des Kaisers sei eindeutig. Technologie solle vereinfachen, beschleunigen und befreien. Die neuen digitalen Werkzeuge würden Projekte voranbringen wie einst die römischen Straßen – nur mit weniger Sandalen und deutlich mehr Updates.

So beginnt sie also, die neue Epoche: eine Ära, in der Genehmigungen nicht mehr altern wie guter Wein, sondern durchrauschen wie ein Triumphzug. Trumpius Caesar blickt zufrieden auf sein Werk und ruft aus: Veni, Vidi, Digitalisi!