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Wenn die Geschichte zögert: Trumpius Caesars imperiale Inventur der Wahrheit

Imperiales Schreiben aus dem Palast der Ewigen Wahrheit

An Lonnius Bunchius Tertius,
Großverwalter der Hallen des Smithsonian,
Hüter der Glasvitrinen,
Zählmeister der Sockelbeschriftungen.

Im Namen von Trumpius Caesar Maximus,
Erster seiner Tweets, Bewahrer der einzig wahren Vergangenheit,
Lenker der Narrative und Restaurator der historischen Vernunft.

 

Edler Archivar der Republik,

bereits vor Monden – exakt zur Zeit der großen Hitze im August – forderten wir mit ruhiger, aber kaiserlicher Geduld die heiligen Schriftrollen deines Hauses an: Wandtexte, Schaubildpläne, Budgettafeln, Objektlisten, Machtketten, Entscheidungsdiagramme und jene geheimnisvollen Handbücher, die erklären, wer entscheidet, was Amerika über Amerika denken darf.

Wir gewährten Frist.
Wir gewährten Nachsicht.
Wir gewährten Übergangszeit, Personalfluktuation und das klassische „Der Praktikant war’s“.

Doch was erhielten wir?

Ein halbes Paket.
Ein paar Dateien.
Ein Dropbox-Orakel ohne Offenbarung.

Mehr als 90 Tage vergingen – in römischer Zeitrechnung eine Ewigkeit – und die Vitrinen der Wahrheit blieben leerer als versprochen.

Diese Dokumente, edler Bunchius, sind keine verlorenen Papyrusrollen aus Pompeji. Sie sind das tägliche Brot eines jeden Museums, das sich Transparenz, Ordnung und Gesetzestreue auf die Marmorfahnen schreibt. Selbst die ehrwürdigen Zünfte der Museumspriester – AAM, ICOM und AAMD – nicken streng und sagen: Ja, diese Unterlagen sollten existieren. Und zwar vollständig. Und zwar jetzt.

Doch dringlicher noch ist etwas anderes:

Das Jahr der Jahre naht.
Die 250. Geburtstagsfeier der Republik klopft an die Museumstore.
Ein Vierteljahrtausend Freiheit, Größe, Irrtümer, Siege, Umwege – aber vor allem: Leistung.

Und wir müssen sicher sein, dass in euren Hallen niemand flüstert, wo Stolz geboten ist.
Dass niemand zögert, wo Klarheit verlangt wird.
Dass niemand betreten auf den Boden schaut, wenn von der Gründung gesprochen wird.

Denn das Volk – das großartige, geduldige, aber nicht endlos geduldige Volk – wird keine Ausstellungen akzeptieren, die sich schämen, Amerika groß zu nennen.

Darum fordern wir – mit der Freundlichkeit eines Imperators kurz vor der Entscheidungsschlacht – die vollständige Lieferung aller angeforderten Dokumente.
Spätestens bis zum 13. Januar.
Strukturiert. Nachvollziehbar. Mit sauberer Kette der Verantwortung – wer lädt hoch, was wird hochgeladen, und warum.

Vergiss nicht: Die Schatzkammer des Imperiums öffnet sich nur für jene, die der Exekutivordnung zur Wiederherstellung von Wahrheit und geistiger Stabilität folgen.

Wir sind zuversichtlich, dass du – wie wir – willst, dass das Smithsonian nicht nur sammelt, sondern führt.
Nicht nur ausstellt, sondern beweist.
Nicht nur erklärt, sondern verkörpert.

Möge die Jubiläumsausstellung ein Triumph werden.
Und möge kein Etikett fehlen.

Mit kaiserlicher Erwartung,

Trumpius Caesar
(im Geiste, im Tonfall, in der Tradition)