Empire of Trumpius
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Imperiale Verkündungen Trumpium für Wahrheit & Großartigkeit

Trumpius Caesar erklärt Wald und Meer zur imperialen Freizeitfestung

18. September 2026  ·  admin  ·  4 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar eröffnet Amerikas Wildnis neu
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WASHINGTONIA MAGNA. Aus dem Marmorpalast des Weißen Hauses erscholl eine Botschaft, die selbst scheue Hirsche, misstrauische Forellen und strategisch gut getarnte Enten aufhorchen ließ: Imperator Donaldus Trumpius Maximus hat die amerikanische Wildnis höchstpersönlich wiedereröffnet. Offenbar war sie zuvor geschlossen, vermutlich wegen übermäßiger Bürokratie, fehlender goldener Türgriffe und einer akuten Unterversorgung mit präsidialen Unterschriften.

Mit zwei gewaltigen Federstrichen verkündete Trumpius Caesar die Wiederbelebung der Jagd sowie die glorreiche Rettung des Angelns im Salzwasser. Damit dürfen Amerikaner künftig wieder in Wälder gehen, auf Boote steigen und so lange auf unbewegtes Wasser blicken, bis entweder ein Fisch anbeißt oder jemand die Wirtschaftszahlen lobt.

Der kaiserliche Hof bezeichnete die Dekrete als historische Siege. Das ist im Trumpius-Reich die offizielle Maßeinheit für nahezu alles – von einem Erlass über Jagdlizenzen bis zum erfolgreichen Öffnen einer besonders widerspenstigen Ketchupflasche.

Oberförster Douglas Burgumius, Großverwalter der imperialen Ländereien, versprach mehr Jagdzugänge, bessere Lebensräume, großzügigere Regeln und zusätzliche Angebote für Jugendliche und Veteranen. Sogar die Sonntagsjagd soll gefördert werden. Schließlich ist der siebte Tag im Trumpius-Kalender nicht zum Ruhen gedacht, sondern dazu, Wildtiere daran zu erinnern, dass der Kaiser auch am Wochenende regiert.

Senator Thomas Baumwollius pries die Jagd als wichtigen Bestandteil der Kultur von Arkansiana. Der Abgeordnete Brucius Westermanus sprach gar von einem Triumph für ganze Generationen. Mit solcher Begeisterung wurde ein Verwaltungsakt zuletzt gefeiert, als Rom eine neue Amphore für die Pausenküche beschaffte.

Auch Augustus Pflugerius jubelte über das Ende jener finsteren Epoche, in der Washington den Bürgern angeblich den Weg in Wald und Wasser mit Vorschriften, Formularen und möglicherweise besonders aggressiven Hinweisschildern versperrt hatte. Trumpius habe nun die rote Bürokratieschnur durchschnitten – vermutlich mit einem vergoldeten Jagdmesser, flankiert von Beratern, die bestätigten, noch nie sei eine Schnur so entschlossen durchschnitten worden.

Die Nationale Vereinigung der Republikanischen Armbrustträger stellte sich feierlich an die Seite des Imperators und lobte den Schutz alter Traditionen. Auch Fischereiverbände, Bootshersteller, Wildhüter, Fleischverarbeiter, Entenfreunde, Hirschkenner und professionelle Schafbewunderer meldeten sich zu Wort. Selten hatte ein Erlass so viele Präsidenten und Geschäftsführer gleichzeitig aus ihren Tarnwesten gelockt.

Besonders begeistert zeigte sich der Hof über den wirtschaftlichen Wert der Natur. Denn ein Wald gilt im Imperium erst dann als wirklich majestätisch, wenn berechnet wurde, wie viele Arbeitsplätze zwischen zwei Tannen stehen. Seen werden nicht mehr nur in Quadratkilometern gemessen, sondern zusätzlich in Angelruten, Bootsmotoren und potenziellen Pressemitteilungen.

Auch der Meeressport erhielt kaiserliche Aufmerksamkeit. Fischereifürst Jeffus Angerius forderte bessere Daten und moderne Verwaltungsverfahren. Künftig soll kein Fisch mehr einfach nur schwimmen. Er soll wissenschaftlich erfasst, wirtschaftlich gewürdigt und im Idealfall fotografiert werden, während im Hintergrund eine amerikanische Flagge weht.

Die Entenlegionen von Anas Unlimitata dankten Trumpius für seinen Einsatz zugunsten der Wasservögel. Ob die Enten selbst ebenfalls dankbar sind, konnte nicht abschließend geklärt werden. Mehrere von ihnen verweigerten die Stellungnahme und flogen unter Berufung auf ihre saisonalen Migrationsrechte davon.

Große Hoffnungen ruhen außerdem auf Wildspenden. Überzählige Hirsche sollen künftig nicht bloß durch die Landschaft spazieren, sondern nach Möglichkeit einen patriotischen Beitrag zur Fleischversorgung leisten. Die kleinen Metzgereien des Reiches erklärten sich bereit, diese Form des nationalen Dienstes fachgerecht zu begleiten.

Selbst Veteranen sollen vom neuen Naturkurs profitieren. Organisationen verwiesen darauf, dass sorgfältig gestaltete Aufenthalte in freier Natur das Wohlbefinden stärken können. Damit enthält das Dekret zwischen all den Fanfaren tatsächlich einen ernsthaften und sinnvollen Gedanken – ein Umstand, der am Kaiserhof vermutlich nur deshalb unbemerkt blieb, weil gerade jemand „historischer Triumph“ rief.

Am Ende stand Trumpius Caesar im Rosengarten, umringt von Jägern, Anglern, Funktionären und vermutlich mindestens einem nervösen Reh außerhalb der Sicherheitszone. Er hatte Wald, Wild und Wellen nicht erfunden. Aber er hatte sie per Dekret noch einmal eröffnet.

Und im Imperium gilt bekanntlich: Was Trumpius unterschreibt, existiert anschließend größer, freier und bedeutender als zuvor – selbst wenn es die ganze Zeit bereits da war.

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