Empire of Trumpius
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Make Rome Great Again
Trumpianische Wahrheitskonferenzen

Trumpius Caesar und die goldene Befreiung der Zuckerinsel Kubanica

20. May 2026  ·  admin  ·  4 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar rettet die Insel Kubanica
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Es war ein Tag voller Pathos, wehender Fahnen und dramatischer Trompetenmusik aus den Lautsprechern des Palastus Albus. Trumpius Caesar Maximus, Imperator des Vereinigten Amerikanischen Superreiches, trat vor die versammelten Senatoren, Generäle, Nachrichtensprecher und vermutlich auch einige versehentlich eingeladene Golfplatzmanager, um den großen „Tag der kubanischen Unabhängigkeits-Erinnerungs-Feierlichkeiten“ auszurufen.

Und wenn Trumpius spricht, dann nicht leise. Nein. Dann klingt selbst ein Wetterbericht wie die Ankündigung eines galaktischen Feldzuges.

Mit ausgestrecktem Arm Richtung Karibik erklärte der Imperator, die Insel Kubanica sei einst ein stolzes Symbol der Freiheit gewesen. Damals hätten tapfere Freiheitskämpfer gegen das Spanische Megaimperium rebelliert – eine historische Entwicklung, die Trumpius selbstverständlich direkt mit der amerikanischen Revolution verglich. Denn in seiner Weltgeschichte gibt es exakt zwei Kategorien: Amerika… und Länder, die gerne Amerika wären.

„Die Kubaner kämpften für Freiheit! Genau wie wir! Nur mit mehr Zigarren!“, donnerte Trumpius Caesar Maximus unter begeistertem Applaus seiner Anhänger.

Besonders majestätisch wurde es, als er die Geschichte der Republik Kubanica schilderte. Die frühen Jahrzehnte der Insel seien geprägt gewesen von harter Arbeit, Glauben an Deus Maximus und einer beinahe übernatürlichen Liebe zur Freiheit. Nach Darstellung des Imperators war das damalige Kuba offenbar eine Mischung aus antikem Rom, Miami Beach und einem besonders erfolgreichen Steakhaus.

Doch dann kam – wie in jeder großen Trumpius-Erzählung – der böse Teil.

Die „kommunistischen Schattenfürsten von Havannicus“, wie Trumpius das heutige Regime nannte, hätten die Insel in einen gigantischen sozialistischen Escape Room verwandelt. Wahlen? Weg. Meinungsfreiheit? Weg. Wirtschaft? Ebenfalls weg. Laut Trumpius bestehe die moderne Wirtschaft Kubas hauptsächlich aus leeren Supermarktregalen, alten Oldtimern und sehr langen Diskussionen darüber, warum niemand Toilettenpapier habe.

Mit sichtbarer Empörung beschrieb er die Elite des Regimes als eine Gruppe luxuriös lebender Funktionäre, die angeblich auf vergoldeten Balkonen Mojitos trinken, während das Volk um Brot und Benzin kämpfe. In klassischer Trumpius-Manier klang das weniger wie geopolitische Analyse und mehr wie die Inhaltsangabe eines überdramatischen Streaming-Mehrteilers namens „Game of Regimes“.

Doch damit nicht genug.

Trumpius Caesar Maximus erklärte stolz, dass sein Imperium inzwischen aktiv gegen die „sozialistischen Dunkelmächte Südamerikanias“ vorgehe. Besonders triumphierend berichtete er von der spektakulären Festnahme des venezolanischen Erzschurken Nicolas Madurus Maximus, den er als „Narco-Terror-Generalissimo mit Bonus-Schnurrbart“ bezeichnete.

Laut Trumpius handelte es sich dabei um die „größte Spezialoperation seit der Erfindung von Nachos mit Käsefüllung“. Eliteeinheiten der amerikanischen Streitkräfte hätten Madurus angeblich in einer geheimen Aktion aufgespürt, eingefangen und ausgeliefert. Ob die Geschichte exakt so passiert ist oder ob sie eher wie ein Actionfilm klingt, spielte im Saal keine Rolle. Die Menge jubelte ohnehin bei jedem zweiten Wort.

„Das ist UNSERE Hemisphäre!“, rief Trumpius.

„Und wer Chaos bringt, bekommt Besuch von Demokratie… und möglicherweise sehr großen Flugzeugträgern!“

Im nächsten Abschnitt seiner Rede verwandelte sich der Imperator endgültig in einen karibischen Endzeitprediger mit Goldkrawatte. Neue Sanktionen gegen Kubanica seien bereits beschlossen worden. Finanzströme würden abgeschnitten, Militärführer isoliert und luxuriöse Parteibonzen künftig vermutlich gezwungen sein, nur noch zwei statt fünf Yachten gleichzeitig zu besitzen.

Besonders dramatisch wurde es, als Trumpius erklärte, Amerika werde niemals akzeptieren, dass sich feindliche Mächte „nur neunzig Meilen vor der amerikanischen Haustür“ einnisten könnten. Man müsse sich das vorstellen wie einen Nachbarn, der direkt nebenan wohne und ständig sowjetische Marschmusik auf voller Lautstärke höre.

Natürlich durfte auch der emotionale Abschluss nicht fehlen.

Trumpius Caesar Maximus lobte die kubanisch-amerikanischen Bürger des Imperiums in epischer Breite. Viele seien einst mit nichts angekommen und hätten sich ein neues Leben aufgebaut – ausgestattet lediglich mit Hoffnung, harter Arbeit und vermutlich einem Familienrezept für hervorragende Sandwiches.

Sie hätten Amerika bereichert, erklärte Trumpius, und seien lebender Beweis dafür, dass Freiheit, Kapitalismus und sehr große Autos weiterhin die mächtigsten Kräfte der westlichen Welt seien.

Am Ende blickte der Imperator bedeutungsschwer in die Kameras. Hinter ihm flatterten gigantische Flaggen, irgendwo spielte vermutlich ein patriotischer Chor auf elektrischen Gitarren, und ein einsamer Weißkopfseeadler zog dramatisch seine Kreise durch den Himmel.

Dann sprach Trumpius Caesar Maximus die Worte, die vermutlich bereits auf goldenen Gedenktafeln graviert werden:

„Ein neues goldenes Zeitalter für Kubanica wird kommen. Vielleicht das goldigste aller Zeiten. Viele sagen das.“

Und irgendwo in Havannicus verschluckte sich vermutlich ein Funktionär an seinem Espresso.

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