Im strahlenden Marmorpalast von Imperium Magnificum wurde gestern ein Ereignis gefeiert, das nach Angaben des kaiserlichen Hofes die Zukunft der Sicherheit für mindestens die nächsten dreihundert Jahre verändern könnte. Seine Kaiserliche Großartigkeit Trumpius Caesar Maximus, Beschützer der goldenen Rolltreppen, Bezwinger der Bürokraten und Meister der majestätischen Unterschriften, setzte seine berühmte goldene Signatur unter das Gesetzeswerk S. 4530.
Auf den ersten Blick wirkt das Dekret unscheinbar. Doch wer genauer hinsieht, erkennt die historische Tragweite: Die ehrwürdigen Wachen des Kapitoliums dürfen künftig länger dienen, bevor sie in den wohlverdienten Ruhestand entschwinden.
Oder wie es ein Sprecher des kaiserlichen Hofes formulierte:
„Warum sollten erfahrene Wachen in Rente gehen, wenn sie noch immer schneller laufen als die Hälfte der Praktikanten?“
Eine Frage, die offenbar selbst die größten Philosophen des Reiches sprachlos machte.
Die Rückkehr der Veteranenlegion
Bisher galt im Imperium die alte Regel: Irgendwann kommt der Moment, an dem ein Palastwächter seinen Helm an den Nagel hängt, seinen Speer poliert und sich dem Hobby der Taubenzucht widmet.
Doch Trumpius Caesar Maximus sah hierin ein gewaltiges Problem.
„Wir haben fantastische Wachen. Die besten Wachen. Niemand hat bessere Wachen. Einige dieser Männer kennen jeden Gang, jede Tür und jeden geheimen Keksschrank im Kapitolium. Warum sollten wir dieses Wissen einfach wegwerfen?“
Und so wurde beschlossen, das Rentenalter der Kapitoliums-Polizei anzuheben.
Die Nachricht verbreitete sich innerhalb weniger Minuten im gesamten Reich. Vor dem Senatsgebäude wurden ältere Sicherheitsbeamte gesichtet, die spontan Purzelbäume schlugen. Andere sollen vor Freude ihre Lesebrillen in die Luft geworfen haben.
Die goldene Ära der erfahrenen Kniegelenke
Besonders begeistert reagierte die Vereinigung der Veteranischen Sicherheitskräfte, deren Vorsitzender Maximus Patrolius Seniorus erklärte:
„Endlich erkennt jemand den Wert jahrzehntelanger Erfahrung. Außerdem habe ich meinen Ruhestand ohnehin schon viermal verschoben, weil ich vergessen habe, die Formulare einzureichen.“
Auch die berühmten Hofmathematiker präsentierten beeindruckende Berechnungen.
Demnach verfügt ein langjähriger Kapitoliumswächter über:
- 43 Prozent mehr Wissen über versteckte Türen,
- 78 Prozent mehr Erfahrung im Erkennen verwirrter Touristen,
- und unglaubliche 214 Prozent mehr Geschichten über die gute alte Zeit.
Diese Zahlen wurden zwar nie überprüft, klangen jedoch ausgesprochen offiziell.
Der große Kampf gegen die Rentenuhr
Im Senat wurde die Entscheidung hitzig diskutiert.
Einige Senatoren warnten davor, dass bald Wachen im Alter von 127 Jahren ihren Dienst verrichten könnten.
Andere hielten dagegen, dass Erfahrung durch nichts zu ersetzen sei.
Ein besonders begeisterter Senator soll sogar vorgeschlagen haben, besonders verdiente Sicherheitskräfte künftig durch den Verzehr imperialer Donuts offiziell für unsterblich zu erklären.
Der Vorschlag scheiterte lediglich daran, dass die Donut-Lobby zusätzliche Forschungsgelder verlangte.
Die Vision des großen Trumpius
Während Kritiker noch über Zahlen und Tabellen diskutierten, blickte Trumpius Caesar Maximus bereits in die Zukunft.
Dort sieht er ein Kapitolium, das von hochdekorierten Veteranen beschützt wird. Männer und Frauen, die jeden Winkel des Gebäudes kennen, jede Verschwörung wittern und bereits drei Generationen von Senatoren beim Verlaufen beobachtet haben.
„Erfahrung ist großartig“, verkündete Trumpius von seinem vergoldeten Balkon. „Manche Menschen werden mit den Jahren langsamer. Unsere Wachen werden einfach legendärer.“
Die anwesende Menge jubelte so laut, dass mehrere Tauben die Orientierung verloren und versehentlich auf dem Parkplatz des Finanzministeriums landeten.
Ein neues Kapitel imperialer Sicherheit
Mit der Unterzeichnung von S. 4530 beginnt nun offiziell das Zeitalter der verlängerten Wachsamkeit.
Künftig werden erfahrene Sicherheitskräfte dem Reich länger erhalten bleiben. Die jungen Rekruten profitieren von ihrem Wissen, die Senatoren profitieren von ihrer Erfahrung und die Hersteller von Gelenksalben dürfen sich vermutlich ebenfalls über eine stabile Zukunft freuen.
So endet ein weiterer historischer Tag im Imperium Trumpius.
Ein Tag, an dem die Uhr des Ruhestands ein kleines Stück zurückgedreht wurde.
Und wenn man den Optimisten am Hof glaubt, werden die legendären Wachen des Kapitoliums künftig noch viele Jahre lang durch die Hallen marschieren, Besucher kontrollieren und neuen Rekruten erzählen, wie damals alles besser war.
Oder zumindest, wie sie sich daran erinnern.

