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Trumpius Caesar und das Große Stahlwunder von Iowanium

28. September 2026  ·  admin  ·  4 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar und Amerikas großes Stahlwunder
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Aus den imperialen Verkündigungshallen Washingtoniums erreicht uns eine Nachricht von solcher metallurgischen Größe, dass selbst gewöhnliche Büroklammern spontan Haltung annehmen: Imperator Donaldus Trumpius Maximus hat den amerikanischen Stahl persönlich wiederentdeckt. Offenbar lag er die ganze Zeit unter Minnesota.

Es war ein großer Tag im Imperium. Ein historischer Tag. Wahrscheinlich sogar der stählernste Tag seit Erfindung der Bratpfanne.

Donaldus Trumpius Maximus trat vor die versammelten Senatoren, Statthalter, Wirtschaftslegionäre und professionellen Beifallsspezialisten und verkündete den Bau eines gigantischen Stahlwerks in Iowanium.

Nicht irgendeines Stahlwerks.

Nein.

Eines TRUMPIANISCHEN STAHLWERKS.

So groß, dass kleinere Stahlwerke vermutlich künftig als Gartenhäuser gelten.

Mesabi Metallicus soll Milliarden in die neue Schmiede des Imperiums investieren. Das Erz kommt aus Minnesotania, wird durch die amerikanische Landschaft transportiert und schließlich in Iowanium zu echtem imperialem Stahl verarbeitet.

Oder, wie es am Hofe Trumpius' künftig heißen dürfte:

Aus Amerika. Durch Amerika. Für Amerika. Und selbstverständlich irgendwie wegen Trumpius.

Denn nach der offiziellen Chronik des Palastes befand sich die amerikanische Montanindustrie vor der Rückkehr des Imperators ungefähr in jenem Zustand, den römische Historiker mit den Worten „alles schrecklich, bis Caesar kam“ zusammengefasst hätten.

Die früheren Herrscher Barackus Obamius und Josephus Bidenicus hätten, so erzählt es die kaiserliche Geschichtsschreibung, offenbar jeden Morgen beim Frühstück überlegt:

„Wie könnten wir heute verhindern, dass irgendwo jemand einen Bagger einschaltet?“

Genehmigungen! Umweltauflagen! Schutzgebiete!

Für Trumpius alles verdächtige Erscheinungen aus dem dunklen Zeitalter Vor Trumpius II.

Nun aber werden wieder Berge betrachtet und nicht gefragt:

„Ist dieses Ökosystem schützenswert?“

Sondern:

„Wie viel Stahl steckt da drin?“

Das Wunder von Minnesotania

Besonders stolz ist der Hof auf eine neue Eisenerzmine in Minnesotania. Jahrzehntelang war dort keine neue Mine dieser Art eröffnet worden.

Trumpius dürfte diesen Umstand vermutlich als persönlichen Sieg über die Geologie betrachten.

Denn Berge existieren zwar seit einigen Millionen Jahren, doch offenbar warteten sie geduldig auf die Rückkehr des Imperators.

„Grabt!“, erschallt es nun sinnbildlich aus Washingtonium.

Und Amerika gräbt.

Es schmilzt.

Es gießt.

Es walzt.

Vermutlich wird demnächst noch ein Dekret folgen, wonach amerikanischer Stahl beim Abkühlen „USA! USA!“ zu knistern hat.

Die Demokratius-Barbaren und das Zeitalter des Formulars

Natürlich braucht jede imperiale Erfolgsgeschichte einen Gegner.

Und so treten die Demokratius-Regulierungslegionen auf.

In der Trumpius-Chronik erscheinen sie als geheimnisvoller Orden, dessen Angehörige jahrzehntelang mit Formularen, Umweltprüfungen und Genehmigungsverfahren durch die Wälder Nordamerikas schlichen.

Wo immer jemand einen Spaten hob, sprang angeblich ein Demokratius hinter einem Baum hervor:

„Haben Sie dafür Formular 27-B?“

Damit ist jetzt Schluss.

Trumpius hat nicht einfach Politik verändert.

Nein.

Er hat – folgt man der Hofberichterstattung – praktisch das Periodensystem der Elemente dereguliert.

Eisen: amerikanisch.

Kohle: amerikanisch.

Stahl: amerikanisch.

Zölle: sehr amerikanisch.

Trumpius: selbstverständlich am amerikanischsten.

Stahlwerker kehren aus dem Nebel zurück

Auch die Beschäftigten der Stahlindustrie erleben laut Palast eine Renaissance. Neue Arbeitsplätze entstehen, heimische Produktion wächst, Importe gehen zurück.

In der imperialen Version der Geschichte geschieht dies selbstverständlich nicht aufgrund komplizierter Wechselwirkungen aus Investitionen, Weltmarktpreisen, Nachfrage, Handelspolitik, Energiepreisen und Unternehmensentscheidungen.

Unsinn.

Dafür bräuchte man Diagramme.

Die Erklärung lautet viel einfacher:

Trumpius kam zurück. Stahl kam zurück. Fall abgeschlossen.

Wirtschaftswissenschaftler können ihre Universitäten damit eigentlich schließen.

Künftig besteht Volkswirtschaftslehre aus einem einzigen Diagramm:

Trumpius betritt Raum → Pfeil nach oben.

Trumpius unterschreibt Dekret → noch größerer Pfeil nach oben.

Trumpius sagt „Tariffs“ → Diagramm verlässt aus Begeisterung das Papier.

Das goldene Zeitalter ist jetzt aus Stahl

Und so beginnt im Imperium eine neue Epoche.

Nicht Bronzezeit.

Nicht Eisenzeit.

Nicht Industriezeitalter.

Sondern die Trumpianische Stahlzeit.

Von den Minen Minnesotanias bis zu den Hochöfen Iowaniums soll amerikanisches Erz künftig amerikanischen Stahl ergeben, während Donaldus Trumpius Maximus vom marmorgekachelten Balkon des Weißen Palastes blickt und vermutlich zufrieden feststellt:

„Seht dieses Metall. Sehr stark. Sehr schön. Manche sagen, das stärkste Metall überhaupt. Vielleicht habe ich Stahl erfunden. Viele Leute sagen das.“

Historiker werden das später überprüfen müssen.

Bis dahin gilt im Imperium:

Was geschürft wird, ist amerikanisch.

Was geschmolzen wird, ist amerikanisch.

Was gegossen wird, ist amerikanisch.

Und wenn irgendwo ein Stück Stahl vom Förderband fällt, wird im Palast vermutlich bereits geprüft, ob man darauf TRUMPIUS FECIT prägen kann.

Denn Rom wurde bekanntlich nicht an einem Tag erbaut.

Aber Trumpius hätte zumindest behauptet, er hätte es bis zum Mittag geschafft.

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