Empire of Trumpius
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Imperiale Verkündungen Trumpium für Wahrheit & Großartigkeit

Trumpius Caesar erklärt dem Betrug den totalen Krieg

16. October 2026  ·  admin  ·  4 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar und die Anti-Betrugs-Legionen
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Im Imperium Americanum ist ein neuer Krieg ausgebrochen. Keine Sorge: Noch stehen keine Legionen vor Karthago, keine Galeeren kreuzen vor Alexandria und niemand muss seinen Streitwagen auftanken. Diesmal marschiert Imperator Donaldus Trumpius Maximus gegen einen Gegner, der besonders heimtückisch sein soll: den Betrug.

Und weil im Reich des Trumpius selbst eine Verwaltungsprüfung klingen muss wie die Landung in der Normandie, heißt das Ganze selbstverständlich nicht „Programm zur Betrugsbekämpfung“, sondern majestätisch: Krieg gegen den Betrug.

An der Spitze der neuen Legion steht Vizeimperator J.D. Vancius, Oberbefehlshaber der Taskforcia Fraudulenta Eliminata. Vancius ließ im gesamten Reich eine heilige Schriftrolle herumreichen, den sogenannten Schwur zum Schutze der Amerikaner vor Betrug.

Die Forderungen sind revolutionär: Steuergeld soll nicht gestohlen werden. Sozialleistungen sollen dort ankommen, wo sie hingehören. Betrüger sollen verfolgt werden.

Rom war erschüttert.

Washingtonius reagierte sogar noch stärker.

Binnen kürzester Zeit eilten Minister, Gouverneure, Staatsanwälte, Behördenleiter, Senatoren, Abgeordnete, Inspektoren und vermutlich bald auch der kaiserliche Hausmeister herbei, um feierlich zu verkünden:

„Ich unterschreibe ebenfalls!“

Kriegsminister Petrus Hegsethius erklärte, sein Ministerium führe nun Krieg gegen Verschwendung, Betrug und Missbrauch. Generalstaatsanwalt Toddus Blanchius versprach, jeden Betrüger zu verfolgen, egal ob dessen Plan groß, klein oder vermutlich in Excel erstellt worden sei.

Innenminister Douglas Burgumius kündigte an, unnötige Verträge zu beseitigen und die Bürokratie zu verschlanken – eine bemerkenswerte Erklärung aus einer Hauptstadt, in der zum Verschlanken der Bürokratie gewöhnlich zunächst eine neue Behörde mit Unterausschuss gegründet wird.

Landwirtschaftsministerin Brookia Rollinia schwor, jeden Dollar zu schützen. Arbeitsminister Keithus Sonderlingius verkündete, man habe bereits gewaltige Betrugsfälle entdeckt und werde nun keinen Stein mehr auf dem anderen lassen.

Überall wurden imaginäre Schwerter gezogen.

Gesundheitsminister Robertus Kennedy Juniorius versprach, Betrüger aufzuspüren. Wohnungsminister Scottus Turnerius rief sinngemäß: Wer betrügt, wird abgeschnitten!

Dann trat Doctor Mehmetus Ozius, Verwalter der medizinischen Schatzkammern, hervor und verkündete besonders staatsmännisch:

„SIGNED!“

Im neuen Rom reicht offenbar nicht mehr das Unterzeichnen einer Erklärung. Man muss anschließend auch öffentlich melden, dass man unterschrieben hat, damit die Unterschrift vollständig unterschrieben ist.

Verkehrsminister Seanus Duffius ging noch einen Schritt weiter und warnte Betrüger persönlich. Illegale Führerscheinfabriken, dubiose Airbags und allerlei andere Schurkenwerke sollten nun erzittern.

Das Reich vibrierte.

Auch Linda McMahonia, Hüterin der Bildungstempel, berichtete von verhinderten Betrugsversuchen. Veteranenminister Douglas Collinsius meldete seine Legion ebenfalls zum Dienst.

Heimatschutzminister Markwaynus Mullinius versprach, Leistungen ausschließlich gesetzestreuen Amerikanern zukommen zu lassen, während Umweltpräfekt Lee Zeldinius stolz verkündete, in seinem Reichsteil herrsche bereits seit Tag eins absolute Nulltoleranz.

Dann meldete sich FBI-Präfekt Kashius Patelius.

Seine Botschaft an die Betrüger war ungefähr so beruhigend wie ein Legionär mit Rammbock vor der Haustür: Das FBI komme.

Spätestens jetzt bestand der Große Krieg gegen den Betrug aus mehr Generälen als mutmaßlichen Betrügern.

Doch die Bewegung wuchs weiter.

Gouverneur Kellyus Armstrongius unterschrieb.

Gouverneur Mikus Braunus unterschrieb.

Gouverneur Mikus DeWinius unterschrieb.

Gouverneur Gregorius Gianfortius unterschrieb.

Gouverneure aus Missouri, Louisiana, Tennessee, South Carolina, West Virginia, Nebraska, Mississippi, Iowa und Arkansas schlossen sich an.

Dann kamen die Generalstaatsanwälte.

Dann die Rechnungsprüfer.

Dann die Schatzmeister.

Dann die Bundesstaatsanwälte.

Dann die Senatoren.

Dann das Repräsentantenhaus.

Dann noch mehr Abgeordnete.

Das Ganze entwickelte sich weniger zu einer Taskforce als zu einer kaiserlichen Volkszählung mit Kugelschreiber.

Aus allen Provinzen erschallte dieselbe Botschaft:

„Betrug ist schlecht!“

Eine Position von einer Kühnheit, gegen die Caesars Überschreiten des Rubikon beinahe wie ein Verwaltungsspaziergang erscheint.

Senator Ericus Schmittius verkündete, der Krieg habe gerade erst begonnen. Senator Tommius Tubervillius entdeckte erwartungsgemäß politische Gegner hinter dem Betrug. Mehrheitsführer Stephanus Scalisius meldete: erledigt.

Abgeordneter Michaelus Cloudius fasste schließlich die gesamte Bewegung mit einer Effizienz zusammen, die dem Rest Washingtons fremd geblieben war:

„I'm in.“

Drei Silben.

Keine Taskforce hätte es besser ausdrücken können.

Im Palatium Trumpianum zeigte man sich begeistert. Der Imperator hatte erreicht, was Generationen vor ihm nicht gelungen war: Tausende Jahre nach Hammurabi, Moses, römischem Recht und ungefähr jeder Strafgesetzgebung der Menschheitsgeschichte wurde offiziell festgestellt, dass Stehlen und Betrügen irgendwie ungünstig seien.

Und so marschiert nun die gewaltige Legio Anti-Fraudulenta durch das Imperium.

Voran Trumpius Caesar.

Neben ihm Vancius.

Dahinter Minister, Gouverneure, Senatoren, Staatsanwälte, Behördenleiter, Inspektoren und Abgeordnete mit gezückten Unterschriften.

Der Feind hat kaum eine Chance.

Denn wo früher ein Prüfer, ein Staatsanwalt und ein ordentliches Kontrollsystem genügt hätten, besitzt das Imperium nun etwas wesentlich Mächtigeres:

eine Taskforce,

einen Schwur,

einen Hashtag,

ungezählte Pressemitteilungen

und genügend feierliche Unterschriften, um jeden Betrüger bereits unter dem Gewicht des Papiers zu begraben.

Ave Trumpius!

Der Betrug mag noch existieren.

Aber wenigstens hat jetzt halb Washington unterschrieben, dass man dagegen ist.

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