Empire of Trumpius
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Trumpius Caesar in Montania: Kohle, Bären und Raketen

14. October 2026  ·  admin  ·  4 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar und der Triumph von Montania
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Imperator Trumpius Caesar zieht nach Montania Maxima und bringt selbstverständlich alles persönlich mit: Steuersegen, Kohle, Krankenwagen, Antimon, Atomraketen und vermutlich auch den Sonnenaufgang. Die kaiserliche Bilanz kennt schließlich nur eine Richtung – triumphal nach oben.

Es geschah am vierzehnten Tage des Oktobers, als Imperator Donaldus Trumpius Maximus Caesar, Erster seines Namens, Bezwinger der Steuerformulare und Hohepriester der grenzenlosen Erfolgsmeldung, seine goldene Reisekutsche gen Montania Maxima lenkte.

Ziel der imperialen Visitation: Calispellum, eine beschauliche Provinzstadt, die bis dahin offenbar irgendwie ohne unmittelbare Anwesenheit des Caesars überlebt hatte.

Doch damit war nun Schluss.

Denn wo Trumpius Caesar erscheint, verwandelt sich ein gewöhnlicher Staatsbesuch augenblicklich in einen Triumphzug, bei dem selbst Landschaft, Arbeitsmarkt und Bodenschätze gebeten werden, sich ordentlich in Reih und Glied aufzustellen.

Der große Steuersegen des Caesars

Zuerst verkündeten die Hofschreiber der Domus Alba, der kaiserlichen Weißen Residenz, dass Trumpius den Bürgern Montanias Geld zurückgegeben habe.

Nicht irgendein Geld.

Historisches Geld. Gewaltiges Geld. Wahrscheinlich das beste Geld, das je zurückgegeben wurde.

Besonders die ehrwürdigen Senioren der Provinz dürfen sich über Steuererleichterungen freuen. In der offiziellen Version klingt das ungefähr so, als habe Trumpius persönlich nachts die Steuerbescheide eingesammelt, mit kaiserlicher Feder durchgestrichen und anschließend jedem Rentner noch ein vergoldetes „Gern geschehen“ beigelegt.

Auch die Rückerstattungen seien prachtvoll ausgefallen.

Die kaiserliche Botschaft lautet daher: Früher nahm der Staat Geld. Heute gibt Trumpius es zurück. Und wenn irgendwo dennoch Steuern auftauchen, wurden diese vermutlich von barbarischen Bürokraten hinterlassen.

Heilkunst für die entlegenen Provinzen

Doch Caesar kümmert sich nicht nur um Münzen.

Auch die ländliche Gesundheitsversorgung Montanias wurde zum Gegenstand imperialer Fürsorge.

Neue Investitionen, Krankenwagen und medizinische Ausrüstung rollen durch die weiten Ebenen, während die Hofchronik bereits den Eindruck erweckt, Trumpius persönlich steuere jede Ambulanz, behandle unterwegs noch zwei Patienten und errichte anschließend aus übrig gebliebenen Ersatzteilen eine Klinik.

Selbst die psychische Gesundheitsversorgung soll dauerhafter finanziert werden.

Ein bemerkenswerter Schritt in einem Reich, dessen politische Kommunikation gelegentlich den Eindruck vermittelt, eine solide psychologische Betreuung könnte auch unmittelbar im Palast Verwendung finden.

Die Schmieden Montanias erwachen

Weiter ging es zur kaiserlichen Lieblingsdisziplin: Fabriken.

Neue Produktionsanlagen sollen entstehen, Arbeitsplätze geschaffen und Maschinen gebaut werden.

Natürlich geschieht all das unter Trumpius nicht einfach.

Es explodiert.

Investitionen marschieren ein, Arbeitsplätze sprießen aus dem Boden und vermutlich bittet selbst der örtliche Schraubenschlüssel um Aufnahme in die republikanische Partei.

Die Provinz rangiert bei der Beschäftigungsentwicklung weit oben, weshalb die Hofschreiber bereits vorsorglich jedes Fabriktor zum Triumphbogen erklären.

Kohle! Mehr Kohle!

Dann endlich kam der Teil, bei dem der Imperator besonders majestätisch glänzt:

Kohle.

Bergwerke werden erweitert, Genehmigungen erteilt und gewaltige Mengen schwarzen Gesteins dürfen wieder ans Tageslicht.

In Springcreekium, Rosebudia und den ehrwürdigen Bull Mountains wird gegraben, gefördert und exportiert.

Trumpius nennt dies selbstverständlich „Energy Dominance“.

Andere würden vielleicht sagen: Man buddelt Kohle aus.

Aber solche Sprache wäre der Größe des Reiches unangemessen.

Unter Caesar wird nicht gebaggert.

Unter Caesar wird energetisch dominiert.

Antimon für das Imperium

Doch Montania besitzt noch etwas viel Bedeutenderes: Antimon.

Der Rohstoff klingt zwar wie ein erfolgloser römischer Senator, ist aber für Industrie und Verteidigung ausgesprochen wichtig.

Also ließ Trumpius die heimische Produktion wiederbeleben.

Minen öffnen, Erz wird verarbeitet und die strategischen Lager des Reiches füllen sich.

Damit kann die kaiserliche Chronik nun feierlich verkünden:

America First – sogar im Periodensystem.

Würde Trumpius morgen erfahren, dass irgendwo in Montana noch ein Sack Gallium herumsteht, bekäme dieser vermutlich bis Freitag einen eigenen Regierungserlass.

Grizzlyus Americanus erhält neue Verwaltungsvorschriften

Auch die Grizzlybären wurden nicht vergessen.

Die westlichen Provinzen sollen künftig mehr Möglichkeiten erhalten, ihre Bärenpopulationen selbst zu verwalten.

Damit erreicht die America-First-Doktrin endlich auch jene Bürger, die weder Steuern zahlen noch wählen, dafür aber gelegentlich Touristen fressen.

Parallel werden Wasserprojekte für Reservate und ländliche Regionen vorangetrieben.

Denn im Imperium des Trumpius soll schließlich jeder Zugang zu sauberem Wasser haben – vorzugsweise nachdem vorher eine feierliche Pressemitteilung erklärt hat, wer es persönlich ermöglicht hat.

Und natürlich: Atomraketen

Kein majestätischer Provinzbesuch wäre vollständig ohne Atomwaffen.

Auf der Malmstromus Basis Maxima wird daher fleißig am neuen Sentinel-Raketensystem gearbeitet.

Neue Infrastruktur entsteht, alte Minuteman-Raketen sollen ersetzt werden und irgendwo unter den Ebenen Montanias bereitet man bereits die nächste Generation interkontinentaler Abschreckung vor.

Damit besitzt die Reise des Caesars endgültig alles:

Steuersenkungen.

Krankenwagen.

Fabriken.

Kohle.

Antimon.

Grizzlybären.

Wasserleitungen.

Und Atomraketen.

Eine politische Mischung, die andernorts als ungewöhnlich gelten könnte, in der kaiserlichen Kommunikationsabteilung jedoch vermutlich unter „Montagvormittag“ abgeheftet wird.

Der große kaiserliche Schluss

So verkündete die Domus Alba schließlich, Montania stehe vor einer klaren Wahl:

Weiter auf dem goldenen Pfad des Trumpius – oder zurück in jene finstere Zeit vor seiner Herrschaft, als angeblich Steuern höher, Energie schwächer, Fabriken leerer, Antimon ausländischer und vermutlich selbst die Grizzlys schlecht gelaunt waren.

Trumpius Caesar aber blickte über die Berge Montanias und sah, dass es gut war.

Die Arbeiter arbeiteten.

Die Minen minierten.

Die Raketen raketeten.

Die Bären bärten.

Und irgendwo schrieb ein Hofbeamter bereits die nächste Erfolgsmeldung.

Denn im Imperium Trumpianum werden Erfolge nicht einfach erzielt.

Sie werden entdeckt, poliert, vergoldet, mit Trompeten versehen und anschließend so lange als historisch bezeichnet, bis selbst die Geschichte vorsichtshalber nickt.

Und sollte Montana eines Tages tatsächlich vollkommen problemlos funktionieren, wird die Domus Alba selbstverständlich erklären, wer dafür verantwortlich ist:

Trumpius Caesar.

Sollte etwas nicht funktionieren, steht immerhin schon fest, wer es gewesen sein muss:

Der vorherige Kaiser.

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