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Trumpius Caesar in Arizonia: Wo selbst das Wasser vor Ehrfurcht fließt

14. October 2026  ·  admin  ·  4 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar triumphiert im Reich Arizonia
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Von den Chronisten des Imperium Trumpius

Es geschah am vierzehnten Tage des Oktobers, als Imperator Donaldus Trumpius Caesar Maximus, Bezwinger der Steuerformulare, Herr über Mauern, Halbleiter und besonders schöne Rückerstattungen, erneut seinen goldenen Streitwagen gen Westen lenkte. Ziel der kaiserlichen Reise war die sonnendurchflutete Provinz Arizonia, genauer gesagt Bullius Capita, wo das Volk bereits ehrfürchtig auf jenen Mann wartete, der laut Palastchronik inzwischen offenbar gleichzeitig Finanzminister, Grenzwächter, Wasserbaumeister und persönlicher Schutzpatron sämtlicher Chipfabriken des Kontinents ist.

Die kaiserlichen Schreiber hatten selbstverständlich vorgesorgt. Noch bevor Trumpius überhaupt den Fuß auf arizonischen Boden setzte, lagen bereits Pergamentrollen bereit, auf denen sämtliche Wunder seiner Herrschaft in ausreichend großer Schrift verzeichnet waren.

Denn unter Trumpius, so verkündete der Palast, sei Arizonia nicht einfach besser geworden.

Nein.

Arizonia sei praktisch trumpifiziert worden.

Die große Steuerbefreiung des Imperiums

Zuerst trat Quästor Taxus Reductus hervor und verkündete die frohe Botschaft: Millionen Bürger profitierten von den famosen Working Families Tax Cuts, die im Imperium längst unter dem volkstümlicheren Namen Lex Pecunia Magnifica bekannt sind.

Besonders die Senioren könnten sich freuen. Für sie habe Trumpius eine neue Steuererleichterung geschaffen.

„Sehet!“, rief der Quästor sinngemäß. „Der Caesar hat sogar das Alter steuerlich attraktiver gemacht!“

Auch Rückerstattungen seien prächtig ausgefallen. Im Palast wurde bereits darüber diskutiert, künftig nicht mehr vom Steuerbescheid zu sprechen, sondern vom jährlichen kaiserlichen Geldregen.

Trumpius nickte zufrieden.

Denn wo andere Regierungen Haushaltszahlen präsentieren, präsentiert Trumpius Wunder.

Die Halbleiter-Legionen marschieren ein

Doch Geld allein genügt einem Imperator natürlich nicht.

Er braucht Fabriken.

Große Fabriken.

Sehr große Fabriken.

Fabriken, bei denen selbst die Baukosten einen eigenen Pressesprecher benötigen.

So marschierte Taiwanus Semiconductorus Maximus mit gigantischen Investitionsplänen nach Phoenicia, um dort Chips zu fertigen – vermutlich so leistungsfähig, dass sie künftig auch berechnen können, wie viele Superlative Trumpius während einer einzigen Rede verwendet.

Hinzu kamen EVelutionus Energeticus, Amkorus Technologicus, Hadrianus Fabricator und Cyclicus Materialis.

Der Hof erklärte diese Ansammlung von Milliardeninvestitionen umgehend zum größten wirtschaftlichen Triumph seit der Erfindung des goldenen Fahrstuhls.

Trumpius betrachtete die imaginären Fabrikhallen und verkündete:

„Jobs! Investment! Chips! Tremendous Chips! Niemand hat jemals schönere Halbleiter gesehen.“

Die anwesenden Siliziumscheiben widersprachen nicht.

Die Mauer des Trumpius

Anschließend wandte sich der Imperator seinem liebsten architektonischen Projekt zu: der Grenze.

Unter seinem Vorgänger Josephus Bidenius Confusus sei dort, so lautet die offizielle kaiserliche Erzählung, das große Chaos ausgebrochen.

Doch dann erschien Trumpius.

Und plötzlich standen Legionäre strammer, Grenzposten blickten entschlossener und irgendwo in einem Lagerhaus begann wahrscheinlich ein Grenzzaunsegment aus eigener Kraft patriotisch zu glänzen.

Milliarden fließen laut Palastchronik in die Fertigstellung der großen Murus Trumpianus, jener legendären Mauer, die im Imperium inzwischen weniger Bauwerk als politische Reliquie ist.

Sogar öffentliche Flächen bei Yuma Maxima wurden dem Militär übertragen.

Denn wenn Trumpius „Grenzsicherung“ sagt, antwortet selbst das Grundstück:

„Ave Caesar!“

Arizonias Straßen werden sicherer

Dann erschienen die kaiserlichen Statistiker.

Sie trugen Tafeln.

Viele Tafeln.

Und auf nahezu jeder Tafel zeigte ein Pfeil nach unten.

Gewaltverbrechen: runter.

Tötungsdelikte: runter.

Raubüberfälle: runter.

Überall Rückgänge.

In Mesa Augusta, Phoenicia Maxima und Tucsonium wurden die Zahlen präsentiert, bis man den Eindruck gewinnen konnte, selbst Kriminelle hätten inzwischen beschlossen, sich aus Respekt vor Trumpius vorzeitig zur Ruhe zu setzen.

Der Kaiser zeigte auf die Diagramme.

„Seht diese Linien! Wunderschöne Linien. Niemand hat Linien, die so schön nach unten gehen.“

Die Hofstatistiker applaudierten pflichtbewusst.

Und dann befahl Trumpius dem Wasser zu bleiben

Doch ein wahrer Caesar beherrscht nicht nur Menschen, Geld und Grenzanlagen.

Er beherrscht selbstverständlich auch den Colorado Fluminus.

Millionenschwere Investitionen sollen die Wasserversorgung Arizonias langfristig sichern. Neue Aufbereitungsanlagen entstehen, Wassersparvereinbarungen wurden geschlossen und der Palast präsentierte das Ganze so majestätisch, als habe Trumpius persönlich am Ufer gestanden und dem Colorado River zugerufen:

„You’re staying. Believe me.“

Der Fluss äußerte sich bislang nicht.

Die große Wahl zwischen Trumpius und dem Weltuntergang

Am Ende der kaiserlichen Schriftrolle blieb selbstverständlich nur eine einzige Schlussfolgerung:

Trumpius habe niedrigere Steuern gebracht.

Trumpius habe Investitionen gebracht.

Trumpius habe Arbeitsplätze gebracht.

Trumpius habe die Grenze gesichert.

Trumpius habe Kriminalität gesenkt.

Trumpius habe Wasser geschützt.

Vermutlich wird demnächst noch bekannt gegeben, dass er persönlich für den Sonnenuntergang über dem Grand Canyon verantwortlich zeichnet.

Das Volk Arizonias habe deshalb, so erklärte der Palast, eine klare Wahl:

Weiter unter Trumpius in Richtung goldene Zukunft marschieren – oder zurück in jene düstere Epoche des Bidenius, in der angeblich Steuern lauerten, Grenzen offenstanden und vermutlich sogar das Wasser sozialistische Absichten verfolgte.

Trumpius Caesar aber blickte über die Wüste, breitete die Arme aus und betrachtete sein Werk.

Fabriken.

Mauern.

Steuern.

Wasser.

Statistiken.

Alles großartig.

Alles historisch.

Alles Trumpius.

Und irgendwo tief im Grand Canyon hallte ein Echo:

„Tremendous… tremendous… tremendous…“

Der Imperator lächelte.

Endlich ein Gesprächspartner mit angemessener Zustimmung.

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