Empire of Trumpius
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Trumpius Caesar eröffnet die große imperiale Jagdsaison

17. September 2026  ·  admin  ·  4 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar und das neue Jagdimperium
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Im Imperium Trumpius ist die Wildnis wieder wild genug – jedenfalls hat Imperator Donaldus Magnus Trumpius Caesar, Erster seines Namens, Beschützer der Prärie, Bezwinger der Bürokratie und Oberster Hüter des königlichen Jagdscheins, dies per kaiserlichem Pergament verfügt.

Denn Caesar hat ein Problem erkannt, das offenbar jahrzehntelang völlig unbemerkt durch Wälder, Wüsten und Nationalmonumente schlich: Es gibt in Amerika Natur – aber nicht überall darf man sofort etwas darin jagen.

Ein Zustand, der aus imperialer Sicht selbstverständlich nicht länger tragbar war.

So verkündete Seine Orange Majestät feierlich, amerikanische Jäger, Angler und Landbesitzer seien nichts Geringeres als die größten Naturschützer, die der Planet jemals gesehen habe. Vermutlich einschließlich sämtlicher Ranger, Biologen und Menschen, die bislang irrtümlicherweise glaubten, Naturschutz könne gelegentlich auch bedeuten, einem Tier nicht hinterherzuschießen.

Trumpius Caesar hingegen denkt größer.

Wer Tiere liebe, so die majestätische Logik, müsse schließlich dafür sorgen, dass ausreichend Tiere vorhanden seien, denen man später erneut nachstellen könne. Das ist Kreislaufwirtschaft im Trumpius-Stil.

Das Imperium öffnet die Wälder

Besonders erbost zeigt sich Caesar über jene dämonische Macht, die im Imperium stets kurz nach Sozialismus und schlechtem Fernsehen rangiert:

Regulierung.

Jahrzehntelang hätten Bürokraten, Verordnungen und vermutlich Menschen mit Klemmbrettern verhindert, dass tapfere Amerikaner ausreichend frei durch Bundesland stapfen können.

Damit soll nun Schluss sein.

Der kaiserliche Innenminister, fortan Praefectus Silvarum et Cervorum, erhält den Auftrag, in ausgewählten Nationalmonumenten Jagdmöglichkeiten auszuweiten.

Auch weitere imperiale Ministerien dürfen prüfen, welche Tore, Wege und Flächen künftig geöffnet werden können.

Der neue Grundsatz lautet ungefähr:

Offen, bis jemand beweist, warum geschlossen werden muss.

Eine bemerkenswerte Verwaltungsinnovation, die das Weiße Haus vermutlich bald auch auf Aktenschränke, Kühlschränke und möglicherweise Staatsgeheimnisse übertragen könnte.

Wege für Wagen, Jäger und imperiale Abenteuer

Natürlich benötigt eine große Jagdnation auch Wege.

Deshalb sollen Infrastruktur, Zufahrten und Zugänge zu Bundesflächen verbessert werden.

Denn nichts verkörpert die ungezähmte amerikanische Wildnis besser als eine frisch reparierte Zufahrtsstraße.

Schwer erreichbare Landschaften sollen leichter erreichbar werden – selbstverständlich unter Achtung privaten Eigentums, denn nichts ist Trumpius Caesar heiliger als Eigentum, außer vielleicht Immobilien mit sehr großen goldenen Buchstaben darauf.

Auch moderne Hilfsmittel sollen erlaubt werden, damit Menschen mit Einschränkungen Zugang zu Jagdgebieten erhalten.

Und selbst traditionelle Bleimunition erhält majestätische Aufmerksamkeit.

Denn wenn Trumpius Caesar Tradition sagt, dann meint er Tradition.

Am besten schwer, laut und bereits seit Jahrzehnten Gegenstand politischer Debatten.

Der Nachwuchs muss an die Armbrust

Besonders wichtig ist dem Imperator die nächste Generation.

Schulen sollen leichter Bundesmittel für Bogenschießen und Jagdausbildung verwenden können.

Damit erhält das amerikanische Bildungssystem neben Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften möglicherweise endlich jene Kernkompetenz, die Generationen bislang schmerzlich vermissten:

Treffsicherheit auf größere Distanz.

Jugendliche und Veteranen sollen stärker an Jagdtraditionen herangeführt werden.

So entsteht der ideale Bürger des Imperiums:

naturverbunden, patriotisch, wetterfest und jederzeit in der Lage, ein Reh von einem schlecht geschnittenen Busch zu unterscheiden.

Mehr Wild! Aber das richtige Wild!

Das Dekret verlangt außerdem kräftige Wildbestände.

Lebensräume sollen verbessert, invasive Arten bekämpft, Krankheiten reduziert und Wanderwege für Wildtiere freigehalten werden.

Auch Raubtiere und konkurrierende Arten könnten gezielt gemanagt werden.

Mit anderen Worten:

Im großen Naturministerium des Trumpius Caesar erhält selbst das Ökosystem künftig eine Personalabteilung.

Wer sich gut entwickelt, darf bleiben.

Wer invasiv ist, bekommt vermutlich ein sehr unangenehmes Jahresgespräch.

Hirsch für die Republik

Doch Seine Majestät denkt nicht nur an Jagd und Tradition.

Er denkt auch ans Abendessen.

Wildfleisch soll häufiger gespendet werden können, unter anderem an Schulen und Lebensmittelbanken.

Besonders bei sehr großen Weißwedelhirschbeständen soll die Verarbeitung und Weitergabe erleichtert werden.

Das ist zweifellos der sozialpolitisch überraschendste Teil des Dekrets:

Make America Venison Again.

Trumpius Caesar könnte damit das erste Staatsoberhaupt sein, das Wildtiermanagement, Patriotismus, Schulverpflegung und Hirschgulasch in einer einzigen Regierungsstrategie vereint.

Und am Ende zahlt das Innenministerium

Natürlich enthält auch dieses imperiale Edikt jene wunderbaren juristischen Klauseln, die erklären, dass alles nur gilt, sofern Gesetze, Zuständigkeiten und Geld vorhanden sind.

Mit anderen Worten:

Der Kaiser befiehlt.

Die Behörden prüfen.

Die Juristen schreiben Fußnoten.

Und irgendwo fragt jemand beim Haushalt nach, ob noch etwas übrig ist.

Immerhin steht fest, wer die Veröffentlichung bezahlt:

das Innenministerium.

Selbst majestätische Dekrete sind schließlich nicht kostenlos.

So zieht Trumpius Caesar erneut aus, Amerika zu erneuern – diesmal zwischen Prärie, Flussufer und Hochsitz.

Die neue Losung des Imperiums lautet:

Mehr Zugang. Mehr Wild. Mehr Tradition. Und wehe, jemand stellt ein regulatorisches Schild in den Wald.

Denn unter Trumpius Caesar gehört die Wildnis wieder dem Volk.

Zumindest solange das Volk vorher sämtliche geltenden Vorschriften gelesen hat.

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