Empire of Trumpius
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Imperiale Verkündungen Trumpium für Wahrheit & Großartigkeit

Trumpius Caesar rettet Washingtonia: 16.000 Festnahmen später herrscht Pax Trumpiana

10. August 2026  ·  admin  ·  5 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar bringt Washingtonia unter Kontrolle
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Washingtonia D.C., im zweiten glorreichen Zeitalter des Imperiums Trumpianum – Es gibt Tage, an denen Geschichte geschrieben wird. Und dann gibt es Tage, an denen Imperator Donaldus Trumpius Maximus Caesar persönlich erscheint, die Geschichte zur Seite schiebt und erklärt: „Gebt her, ich mache das selbst. Niemand schreibt bessere Geschichte als ich.“

Der 10. August 2026 war ein solcher Tag.

Denn exakt ein Jahr zuvor hatte Trumpius Caesar auf die Hauptstadt seines gewaltigen Reiches geblickt und festgestellt, dass Washingtonia D.C. nach imperialer Auffassung dringend eine Mischung aus Polizei, Ordnung, Besen, Nationalgarde und sehr viel Trumpius benötigte.

Also erklärte der Imperator den Criminalis Notstandicus.

Nicht klein. Nicht zaghaft. Nicht mit einem Arbeitskreis, der zunächst sechs Monate lang einen Termin für die Gründung einer Unterarbeitsgruppe sucht.

Nein!

Trumpius ließ die Trompeten erschallen, die Legionen antreten und die „Make D.C. Safe and Beautiful Task Force Maxima“ aus den marmorgepflasterten Hallen des Bundesapparates marschieren.

Und nun, ein Jahr später, verkündet der Kaiserpalast: Washingtonia ist gerettet!

Zumindest laut Kaiserpalast.

Vor Trumpius: angeblich Mord, Chaos und vermutlich schlechtes Parken

Die offizielle kaiserliche Chronik beschreibt das Washington vor der Intervention ungefähr so, als hätte man Gotham City, das alte Rom kurz vor dem Untergang und einen besonders chaotischen Bahnhofsvorplatz in einen Mixer geworfen.

Verbrechen!

Banden!

Drogen!

Waffen!

Trumpius Caesar musste praktisch nur das Fenster des Ovalen Thronsaals öffnen, um nach Darstellung seiner Chronisten sofort mindestens sieben Straftaten gleichzeitig zu beobachten.

Doch damit sei nun Schluss.

Wo früher angeblich gesetzloses Chaos herrschte, schreiten heute die Ordnungshüter des Trumpianischen Sicherheitsimperiums durch die Straßen.

Gewalttäter wurden festgenommen. Mutmaßliche Gangmitglieder verschwanden hinter Gittern. Drogenhändler wurden verfolgt. Illegale Waffen beschlagnahmt. Obdachlosencamps wurden geräumt und Parks wieder öffentlich nutzbar gemacht.

Selbst Springbrunnen scheinen inzwischen Teil der imperialen Sicherheitsstrategie zu sein.

Denn im Reich des Trumpius gilt offenbar:

Ein funktionierender Springbrunnen ist der natürliche Feind des Verbrechens.

16.000 Verhaftungen – die Zahlen des Imperiums

Besonders stolz präsentiert der Palast seine große Marmortafel der Ordnung.

Darauf stehen Zahlen, die vermutlich nur deshalb nicht in goldenen Lettern gemeißelt wurden, weil selbst in Washington irgendwann das Budget endet.

Mehr als 16.000 Festnahmen meldet die Task Force innerhalb eines Jahres.

Darunter seien 35 Mordverdächtige, die nun hinter Gittern sitzen.

Mehr als 100 bekannte Gangmitglieder seien aus dem Verkehr gezogen worden.

Hinzu kommen über 3.200 Festnahmen im Zusammenhang mit Drogen, beinahe 2.000 beschlagnahmte illegale Schusswaffen und 25 vermisste Kinder, die nach Hause zurückgebracht wurden.

Für Trumpius Caesar sind solche Zahlen natürlich keine gewöhnliche Statistik.

Sie sind Triumphbogenmaterial.

Man darf sich deshalb vorstellen, wie der Imperator bereits seinen Architekten zuruft:

„Größer! Ich brauche 16.000 Säulen! Eine für jede Verhaftung! Und Gold! Sehr viel Gold! Vielleicht steht irgendwo noch etwas vom Ballsaal herum!“

Die Legion der 20 Behörden

Hinter dem großen Sicherheitsfeldzug steht eine Kooperation von mehr als 20 Bundes- und lokalen Behörden, unterstützt von der Nationalgarde.

Im normalen Verwaltungsdeutsch würde man vermutlich von einer „behördenübergreifenden Koordinierungsstruktur“ sprechen.

Im Reich des Trumpius heißt das selbstverständlich:

LEGIO ORDINIS WASHINGTONIA MAXIMA.

Ihre Mission: Verbrecher suchen, Waffen einsammeln, Drogenhandel bekämpfen und dem Kaiser möglichst viele beeindruckende Zahlen liefern, bevor dieser zum nächsten Golfplatz aufbricht.

Denn nichts erfreut Trumpius Caesar mehr als Statistiken, die nach Triumph riechen.

Außer vielleicht Statistiken, in denen sein Name vorkommt.

Oder Gebäude, auf denen sein Name steht.

Oder Menschen, die seinen Namen sagen.

Eigentlich erfreut Trumpius Caesar hauptsächlich Trumpius Caesar.

Das große Verbrechens-Wunder

Besonders feierlich verkündet der Palast, die Gewaltkriminalität sei auf ein Niveau gefallen, das Washington seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen habe.

Die Zahl der Tötungsdelikte sei deutlich gesunken. Ebenso Carjackings, Raubüberfälle und die Gesamtkriminalität.

Für die kaiserlichen Chronisten ist selbstverständlich klar, wer dafür verantwortlich ist:

Nicht komplizierte gesellschaftliche Entwicklungen.

Nicht verschiedene lokale und föderale Maßnahmen.

Nicht längerfristige Kriminalitätstrends.

Nicht Polizeiarbeit über mehrere Ebenen.

Nein.

Trumpius.

Der Imperator hat das Verbrechen offenbar persönlich niedergeschmettert.

Wahrscheinlich mit einem goldenen Dekret.

Die offizielle Erzählung besitzt jedenfalls die angenehme Einfachheit eines römischen Triumphzuges:

Vor Trumpius: Chaos.

Trumpius erscheint.

Nach Trumpius: Ordnung.

Historiker mögen später Einzelheiten diskutieren. Der kaiserliche Pressesaal hat bereits Feierabend.

Die Demokratici und das angebliche Zeitalter der Finsternis

Natürlich benötigt jede imperiale Heldengeschichte einen Gegner.

Und deshalb treten die Democratici Obstructionisti auf.

Nach Darstellung des Weißen Hauses hätten sie die Kriminalitätskrise jahrelang wachsen lassen, während Trumpius Caesar nun innerhalb eines Jahres aufgeräumt habe.

Der Imperator präsentiert sich damit nicht einfach als Präsident.

Er präsentiert sich als politischer Hochdruckreiniger.

Trumpius Kärcherus Maximus.

Einmal über Washingtonia – und plötzlich glänzt das Kapitol wieder.

Dass Politik, Kriminalität und Großstadtentwicklung möglicherweise etwas komplizierter funktionieren als eine Waschstraße, stört die Dramaturgie wenig.

Satire braucht schließlich Übertreibung.

Und Trumpius braucht nicht einmal Satire dafür.

Washingtonia soll die schönste Hauptstadt der Welt werden

Doch Sicherheit allein genügt dem Imperator nicht.

Washingtonia soll nicht lediglich sicher sein.

Es soll die sicherste und schönste Hauptstadt der gesamten bekannten Welt werden.

Paris?

Niedlich.

London?

Neblig.

Rom?

Alte Steine.

Berlin?

Bitte ziehen Sie eine Wartemarke.

Washingtonia hingegen soll nach dem Willen des Imperators funkeln wie ein frisch polierter goldener Adler auf einem Golfclub.

Parks werden zurückgewonnen, öffentliche Räume aufgeräumt und Brunnen saniert.

Vielleicht werden künftig sogar Eichhörnchen einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen.

„Name?“

„Squirrel.“

„Grund des Aufenthalts?“

„Nüsse.“

„Durchlassen. Patriot.“

Ein Jahr später: Trumpius erklärt den Sieg

Und so steht Donaldus Trumpius Maximus Caesar ein Jahr nach Beginn seiner großen Sicherheitsoperation auf den imaginären Marmorstufen des Imperiums und verkündet den Triumph:

Washingtonia ist wieder sicher!

16.000 Festnahmen.

35 Mordverdächtige.

Mehr als 100 Gangmitglieder.

3.200 Drogenfestnahmen.

Fast 2.000 illegale Waffen.

25 vermisste Kinder zurückgebracht.

Für eine normale Regierung wären das Ergebnisse einer groß angelegten Sicherheitsoperation.

Für Trumpius Caesar sind es die ersten Kapitel einer neuen imperialen Legende.

Schon bald könnten in den Schulen des Reiches möglicherweise Kinder lernen:

„Im Jahre MMXXV blickte Imperator Trumpius auf Washingtonia und sprach: Es werde sicher.“

Und siehe da:

Es wurde Task Force.

Die kaiserlichen Chronisten jedenfalls haben ihr Urteil bereits gefällt.

Veni. Vidi. Washingtonia gesäubert.

Oder, wie Trumpius Caesar es vermutlich auf eine goldene Marmortafel schreiben ließe:

MAKE ROMA… äh, D.C. SAFE AGAIN!

Und irgendwo im Weißen Palast sitzt der Imperator zufrieden auf seinem goldenen Bürostuhl, betrachtet die Statistiken und denkt vermutlich nur:

„Historisch. Unglaublich historisch. Wahrscheinlich das historischste Jahr seit Julius Caesar. Und ehrlich gesagt hatte Julius wesentlich schlechtere Umfragewerte.“

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