Es war wieder einer dieser historischen Tage im goldenen Marmorsaal des Weißen Hauses von Trumpington. Die Banner flatterten majestätisch, die Adler kreisten dramatisch über den Fernsehkameras und Imperator Trumpius Caesar Maximus trat ans Rednerpult, begleitet von Fanfaren, die vermutlich von zwölf patriotischen Bald Eagles persönlich komponiert worden waren.
„Frauen“, begann Trumpius mit seiner üblichen Bescheidenheit, „sind großartig. Niemand respektiert Frauen mehr als ich. Niemand kennt Gesundheit besser als ich. Manche sagen sogar, ich sei praktisch ein wandelndes Vitaminpräparat.“
Damit eröffnete der Kaiser von Mar-a-Largus offiziell die „Nationale Woche der Gesundheit der gloriosen Amerikanerinnen“ – oder wie seine Berater das Programm intern nennen: Make America Healthy Again, but Tremendously.
Laut Trumpius habe das amerikanische Gesundheitssystem Frauen jahrzehntelang mit „Pflastern, Aspirin und sehr traurigen Wartezimmermagazinen“ abgespeist. Krankheiten seien behandelt worden wie kaputte Faxgeräte: einmal draufhauen, kurz hoffen und dann ignorieren.
Besonders empört zeigte sich der Imperator darüber, dass viele Erkrankungen von Frauen viel zu lange übersehen worden seien. „Endometriose? Autoimmunerkrankungen? Unfruchtbarkeit?“, donnerte er. „Die alten Eliten haben darüber gesprochen wie über Steuererklärungen – nämlich gar nicht! Sehr unfair. Sehr schwach.“
Doch nun komme die große Wende.
Trumpius Caesar präsentierte voller Stolz die erste „Imperiale Konferenz für weibliche Gesundheit und medizinische Großartigkeit“. Dort versammelten sich angeblich die klügsten Köpfe der Nation: Ärzte, Forscher, Lobbyisten, drei Fernsehdoktoren und ein Mann aus Florida, der behauptet, Selleriesaft könne WLAN-Strahlen neutralisieren.
Gemeinsam arbeite man nun an einer neuen Zukunft der Medizin. Einer Zukunft voller Früherkennung, Prävention und hochpersonalisierter Therapien. Oder wie Trumpius es ausdrückte:
„Jede Frau verdient eine Behandlung, die so individuell ist wie meine Frisur im Wind.“
Natürlich durfte auch die große Lieblingsfeindin des Imperators nicht fehlen: die Bürokratie. Laut Trumpius hätten „linke Medizin-Mumien“ jahrelang wissenschaftliche Innovation blockiert. Medikamente seien teurer geworden als Luxusjachten, Arztbesuche komplizierter als Steuerrecht und Gesundheitsinformationen verwirrender als die Handlung eines Christopher-Nolan-Films.
Doch dann kam TrumpRx.
Ja, TrumpRx. Das klingt nicht nur wie ein dubioser Shoppingkanal für Goldtabletten – nein, laut Trumpius ist es die größte Arzneimitteloffensive aller Zeiten. Durch „Most-Favored-Nation“-Preisabkommen sollen Medikamente künftig günstiger werden. Sehr viel günstiger. So günstig, dass laut Trumpius sogar „selbst ein sparsamer Milliardär aus New York beeindruckt wäre“.
Im Publikum brach tosender Applaus aus. Ein älterer Senator fiel beinahe von seinem Klappstuhl, nachdem er versuchte gleichzeitig zu klatschen und patriotisch zu salutieren.
Besonders emotional wurde die Rede, als Trumpius erklärte, Frauen verdienten „nicht einfach irgendeine Gesundheitsversorgung, sondern die beste Gesundheitsversorgung, die jemals jemand gesehen hat“. Historiker seien sich laut ihm bereits einig, dass seine Gesundheitswoche bedeutender sei als die Mondlandung, die Erfindung des Internets und mindestens drei Staffeln von Grey’s Anatomy zusammen.
Anschließend trat die legendäre Prima Domina Melania Magnifica auf den Balkon des Weißen Hauses. In einem majestätischen weißen Gewand nickte sie würdevoll ins Publikum, während im Hintergrund ein riesiges Banner mit der Aufschrift „HEALTH. BEAUTY. GREATNESS.“ entrollt wurde.
Insider berichten bereits, dass Trumpius künftig weitere Programme plane. Darunter:
- kostenlose patriotische Vitamingummis in Sternenform,
- goldene Fitnessgeräte mit integriertem Truth-Social-Zugang,
- sowie eine neue nationale Behörde namens „Department of Tremendous Wellness“.
Kritiker werfen dem Imperator natürlich vor, die Gesundheitswoche für Eigenwerbung zu nutzen. Doch Trumpius konterte wie gewohnt souverän:
„Wenn jemand Werbung für Gesundheit machen darf, dann ich. Ich sehe fantastisch aus. Schauen Sie mich an. Wirklich unglaublich.“
Zum Abschluss seiner Rede versprach Trumpius Caesar, die Bewegung werde erst enden, wenn jede Amerikanerin Zugang zu „bezahlbarer Medizin, ehrlicher Forschung und fantastischen Blutwerten“ habe.
Dann hob er beide Arme in den Himmel, die Hymne „Hail to the Tremendous Chief“ erklang und irgendwo im Hintergrund explodierte vermutlich aus Versehen eine patriotische Konfettikanone.
Amerika war bewegt. Die Pharmaindustrie nervös. Und die Vitamingummi-Hersteller wahrscheinlich kurz vor einem Börsenrekord.

