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Trumpius Caesar ruft die Woche der gefesselten Provinzen aus – Kommunismus bekommt Hausverbot im Imperium

20. July 2026  ·  admin  ·  4 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar feiert die Freiheit des Imperiums
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Im strahlenden Marmorpalast von Washingtonia Maxima herrschte außergewöhnliche Betriebsamkeit. Hofchronist Thomasius Federkalligraphus Maximus schleppte bereits die zwölfte Schriftrolle des Tages durch den Thronsaal, während Fußnoticus Maximus verzweifelt versuchte, sämtliche historischen Jahreszahlen in goldene Steinplatten zu meißeln. Gleichzeitig überprüfte Cairncrossius Digitalis, oberster Hüter sämtlicher elektrischer Schriftrollen, ob der kaiserliche Erlass auch ordnungsgemäß in das Reichsnetz eingespeist wurde.

Dann erhob sich Trumpius Caesar persönlich.

Mit majestätischer Geste verkündete der Imperator die alljährliche Woche der gefesselten Provinzen, eine traditionsreiche Feier, bei der das Römisch-Amerikanische Imperium symbolisch all jenen Tribut zollt, die irgendwo auf der Welt unter Diktatoren, Tyrannen oder besonders schlecht gelaunten Bürokraten leiden.

Natürlich blieb es nicht bei einer gewöhnlichen Ansprache.

Trumpius Caesar erklärte mit der Überzeugung eines Mannes, der grundsätzlich jede Rede für die wichtigste der Weltgeschichte hält, dass Tyrannei grundsätzlich nur so lange funktioniere, bis das Imperium auftauche. Danach beginne gewöhnlich eine sehr unangenehme Zeit für sämtliche Unterdrücker.

Im Senat nickten die Senatoren pflichtbewusst.

Einige nickten sogar so energisch, dass ihre Lorbeerkränze verrutschten.

Das große Museum gescheiterter Ideologien

Anschließend führte der Kaiser höchstpersönlich durch das berühmte "Museum der schlechten Regierungsmodelle", eine kaiserliche Dauerausstellung.

Dort befindet sich unter anderem:

  • der rostige Hammer der Planwirtschaft,
  • die leere Speisekammer der Gleichverteilung,
  • das Formular A38 zur Beantragung persönlicher Freiheit,
  • sowie der legendäre "Motor des Sozialismus", der ausschließlich mit fremdem Eigentum betrieben werden kann und dennoch niemals anspringt.

Paragraphius Interpretatius, oberster Hofjurist, erklärte den anwesenden Gästen feierlich:

"Alle Exponate sind historisch geprüft. Einige funktionieren heute noch erstaunlich schlecht."

Großer Applaus.

Freiheit braucht keine Wartungsanleitung

Trumpius Caesar erklärte weiter, dass Freiheit im Imperium erfreulich unkompliziert funktioniere.

Man benötige keine Genehmigung, um erfolgreich zu sein.

Keine Kommission müsse entscheiden, ob Wohlstand erlaubt sei.

Und niemand müsse einen Antrag auf das Recht stellen, seine Meinung zu besitzen.

Diese Idee sorgte bei einigen ausländischen Gesandten für sichtbare Verwirrung.

Ein Diplomat fragte vorsichtig, welches Ministerium denn die Freiheit verwalte.

Darauf antwortete Trumpius Caesar:

"Gar keines. Genau deshalb funktioniert sie."

Im Saal wurde es für einen Moment ungewöhnlich still.

Sogar Thomasius Federkalligraphus Maximus vergaß kurz, seine Schreibfeder dramatisch zu schwenken.

Das Imperium gegen sämtliche "-ismen"

Nun begann der traditionelle Teil jeder Trumpius-Proklamation:

Die Liste der Dinge, gegen die man selbstverständlich niemals nachgeben werde.

Trumpius Caesar erklärte feierlich:

  • keine Tyrannei,
  • kein Totalitarismus,
  • kein Kommunismus,
  • kein Sozialismus,
  • keine staatlich genehmigte Langeweile,
  • und ganz besonders keine Bürokratie, die länger sei als die Kaiserrede selbst.

Diese letzte Forderung wurde vom Senat sofort als praktisch unerreichbar eingestuft.

Religionsfreiheit mit imperialem Gütesiegel

Anschließend trat Pontifex Libertatus Maximus, oberster Hüter sämtlicher Glaubenshäuser des Imperiums, vor den Thron.

Er berichtete stolz, dass jeder Bürger im Reich seinen Glauben frei ausüben dürfe.

Ganz gleich, ob Tempel, Kirche oder bescheidener Gartenaltar – solange niemand versuche, den Nachbarn mit einer zwanzigstündigen Predigt zu belästigen.

Trumpius Caesar nickte zufrieden.

"Ein freier Glaube", erklärte er, "ist wesentlich angenehmer als ein verpflichtender."

Der Senat notierte diesen Satz sofort als mögliches Motto für das kommende Haushaltsjahr.

Die Goldene Ära braucht Platz

Danach wechselte das Thema wie gewohnt zum wirtschaftlichen Teil der Rede.

Schatzmeister Finanzius Bessentius Aurifex präsentierte mehrere Wagenladungen voller Goldmünzen.

Nicht weil sie benötigt wurden.

Sondern weil Gold in einer Kaiserrede grundsätzlich überzeugender aussieht als Tabellen.

Trumpius Caesar versprach erneut die Goldene Ära des Imperiums, in der Märkte florieren, Werkstätten glühen und Händler ihre Geschäfte lieber mit Kunden als mit Formularen verbringen.

Die Wirtschaft solle so frei arbeiten können, dass selbst der Gott Mercatorius Dealimus Schwierigkeiten bekomme, sämtliche Handelsabschlüsse mitzuschreiben.

Grüße an alle gefesselten Provinzen

Zum Höhepunkt der Feier ließ Trumpius Caesar riesige Banner entrollen.

Darauf stand sinngemäß:

"Das Imperium vergisst euch nicht."

Diese Botschaft richtete sich an alle Völker, die unter Unterdrückung leben oder von Freiheit träumen.

Natürlich konnte sich der Hofnarr den abschließenden Kommentar nicht verkneifen.

"Wenn Freiheit exportiert wird", murmelte er, "bitte diesmal mit verständlicher Bedienungsanleitung."

Selbst Trumpius Caesar musste darüber schmunzeln.

Der feierliche Erlass

Schließlich erhob sich Thomasius Federkalligraphus Maximus noch einmal.

Mit größtmöglicher Dramatik verlas er den kaiserlichen Beschluss:

Die dritte Juliwoche werde offiziell zur Woche der gefesselten Provinzen erklärt.

Alle Bürger des Imperiums seien aufgerufen, die Werte von Freiheit, Recht, Menschenwürde und Selbstbestimmung zu würdigen.

Anschließend setzte Trumpius Caesar seine berühmte Unterschrift unter die Schriftrolle.

Der Federkiel glitzerte.

Die Trompeten erklangen.

Die Adler kreisten.

Der Senat applaudierte.

Und irgendwo im Archiv begann Fußnoticus Maximus bereits damit, Platz für die Proklamation des nächsten Jahres freizuhalten – vorsichtshalber auf einer besonders großen Schriftrolle.

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