Ave, ihr ruhmreichen Bürger des größten, schönsten und selbstverständlich erfolgreichsten Imperiums aller Zeiten!
Aus dem strahlend goldenen Marmorsaal des Weißen Hauses verkündete Imperator Trumpius Caesar Magnus Maximus, dass die Zeit des legendären Baby-Express-Tourismus endgültig vorbei sei. Jahrelang hätten findige Reiseveranstalter offenbar Pakete angeboten, die ungefähr so klangen wie: "Drei Nächte Luxus-Hotel, Frühstücksbuffet, Stadtrundfahrt und ein brandneuer amerikanischer Pass für das Neugeborene."
"Nicht mit mir!", donnerte Trumpius, während vermutlich irgendwo ein Adler salutierte und eine Freiheitsstatue kurz zustimmend nickte.
Die Wiegen werden imperial kontrolliert
Mit gleich zwei kaiserlichen Dekreten will Trumpius Caesar das beenden, was seine Hofchronisten als "Geburts-Tourismus-Industrie" bezeichnen.
Das erste Dekret beschäftigt sich mit der Frage, welche Neugeborenen nach einem Urteil des Obersten Kaiserlichen Marmorgerichts künftig überhaupt Anspruch auf die berühmte Staatsbürgerschaft besitzen.
Das zweite Dekret richtet sich direkt gegen jene Reiseunternehmer, die aus der Geburt eines Kindes ein Geschäftsmodell entwickelt haben. Aus der einstigen Tourismusbroschüre "Gebären mit Aussicht auf den Grand Canyon" wird nun offenbar ein Sammlerstück für Historiker.
Im Imperium heißt das künftig schlicht:
"Kinderwagen ja – Staatsbürgerschaft per Urlaubsbuchung nein."
Der amerikanische Pass wird zum heiligen Relikt
Für Trumpius Caesar ist die Staatsbürgerschaft kein Souvenir, sondern ein beinahe mystisches Artefakt.
Während andere Länder Briefmarken sammeln, betrachtet das Imperium seinen Pass ungefähr so ehrfürchtig wie einen vergoldeten Schatz aus den Gewölben des Kapitols.
Die Hofsprecher erklärten feierlich:
"Die Staatsbürgerschaft ist kein Bonusprogramm. Es gibt keine Stempelkarte. Nach zehn Geburten gibt es keinen Elften gratis."
Selbst die kaiserlichen Archivare sollen darüber gelacht haben.
Das große Urteil des Marmorgerichts
Besonders stolz verweist der Kaiser auf das berühmte Urteil Trumpius gegen Barbaricus, das vom Obersten Marmorgericht gesprochen wurde.
Seit diesem Richterspruch beschäftigen sich vermutlich Tausende Juristen damit, jedes einzelne Wort mit Lupe, Fernglas und gelegentlich auch einem antiken Wörterbuch zu analysieren.
Im Trumpianischen Imperium gilt das Urteil inzwischen fast als neues Kapitel der Verfassung – natürlich eingerahmt in Gold.
Operation Babyurlaub beendet
Die Grenzwächter des Imperiums erhalten nun einen besonders ungewöhnlichen Auftrag.
Statt nur Koffer zu kontrollieren, sollen sie künftig offenbar auch erkennen können, ob sich hinter einer Hotelreservierung vielleicht ein geheimer "Geburtsurlaub Deluxe" verbirgt.
Man munkelt bereits über Fragen wie:
"Wie lange möchten Sie bleiben?"
"Zwei Wochen."
"Und warum haben Sie zwölf Hebammen im Reisegepäck?"
Außenminister Gladius und Grenzmeister Homelandius übernehmen
Trumpius delegiert die Umsetzung seiner kaiserlichen Befehle an zwei besonders treue Minister.
Der Außenminister Diplomatius Gladius soll gemeinsam mit Grenzmeister Homelandius Fortificatus sämtliche Schlupflöcher schließen.
Beide sollen künftig dafür sorgen, dass der berühmte Baby-Tourismus ungefähr dieselben Erfolgschancen besitzt wie ein Schneemann in der Wüste Nevadas.
Die große Inventur des Imperiums
Doch damit nicht genug.
Trumpius Caesar präsentierte eine beeindruckende Liste seiner angeblichen Errungenschaften.
Nach Angaben des Hofes:
- Seit 15 Monaten seien keine illegal eingereisten Personen mehr ins Reich entlassen worden.
- Millionen Menschen ohne Aufenthaltsrecht seien bereits abgeschoben worden.
- Zehntausende Einträge in Wählerlisten würden überprüft.
- Tausende Visa seien gestoppt worden.
- Über eine Million staatlich finanzierter Leistungen seien beendet worden.
- Der Einbürgerungstest sei anspruchsvoller geworden und verlange künftig mehr Wissen über Geschichte, Regierung und Werte des Imperiums.
Im Palast spricht man deshalb bereits von der "Großen Kaiserlichen Inventur", bei der offenbar jede Akte einmal umgedreht und kräftig abgestaubt wird.
Der Pass als Kronjuwel
Trumpius Caesar beschreibt den amerikanischen Pass fast so ehrfürchtig wie andere Herrscher ihre Krone.
Während gewöhnliche Länder Dokumente ausstellen, behandelt das Trumpianische Imperium seine Staatsbürgerschaft offenbar wie ein legendäres Artefakt aus einer Fantasy-Saga.
Man erwartet beinahe, dass sie künftig in einem Tresor ruht, bewacht von Adlern, Freiheitsfackeln und einem Chor singender Bürokraten.
Das Ende der Pass-Pauschalreise
Die Reisebranche dürfte künftig kreativ werden müssen.
Statt:
"7 Tage Sonne inklusive Baby-Pass."
werden Prospekte vielleicht lauten:
"7 Tage Sonne inklusive Kühlschrankmagnet und Baseballkappe."
Nicht ganz derselbe Anreiz – aber deutlich einfacher umzusetzen.
Trumpius feiert den Sieg
Zum Abschluss erklärte Trumpius Caesar sinngemäß, dass das Imperium seine Staatsbürgerschaft künftig wie den größten Schatz der westlichen Welt bewahren werde.
Die goldenen Tore des Reiches blieben zwar geöffnet – allerdings nicht mehr für kreative Pass-Abkürzungen.
Und irgendwo im Palast soll bereits ein Schild angebracht worden sein:
"Willkommen im Trumpianischen Imperium. Souvenirs gibt es im Shop. Staatsbürgerschaften nicht."

