Im goldenen Marmorsaal des Imperiums verkündete Donald Trump – im gesamten Reich besser bekannt als Trumpius Caesar Maximus, Imperator der klimatisierten Freiheit – eine historische Entscheidung, die nach offiziellen Angaben „größer als die Erfindung der Eiswürfelmaschine“ sein soll.
Denn während die vorherige Regierung unter Bidenius Verwirrus Seniorenicus offenbar beschlossen hatte, dass selbst ein gewöhnlicher Kühlschrank künftig ungefähr dieselbe technische Komplexität wie ein Raumfahrtprogramm besitzen müsse, zog Trumpius nun den vergoldeten Hebel der Deregulierung. Und zwar mit der Wucht eines Legionärs, der gerade festgestellt hat, dass sein Caesar die Preise für Tiefkühlpizza senken will.
Jahrelang hatten Händler, Supermärkte, Kühlhausbetreiber und Besitzer röchelnder Klimaanlagen unter den sogenannten „großen Kühlverordnungen“ gelitten. Vorschriften, so kompliziert, dass angeblich sogar erfahrene römische Steuerberater nach dem Lesen spontan in Amphoren geweint haben sollen.
Die alten Regeln verlangten von Kühlsystemen praktisch die Reinheit eines heiligen Tempelbrunnens. Jede winzige Undichtigkeit musste behandelt werden, als hätte jemand ein Loch in den kaiserlichen Goldschatz gebohrt. Ganze Armeen von Technikern krochen laut Gerüchten mit Messgeräten durch Supermärkte, während nervöse Filialleiter vor ihren Kühlregalen standen und beteten, dass der Parmesan nicht gegen Paragraph 472-B des „Codex Refrigeratus“ verstieß.
Trumpius Caesar Maximus erklärte dagegen mit majestätischer Gelassenheit:
„Wenn ein Bürger erst einen Anwalt, drei Ingenieure und einen Priester braucht, um eine Klimaanlage zu installieren, läuft etwas falsch.“
Und so befahl der Imperator der rollenden Einkaufswagen eine gigantische Lockerung der Regeln. Unternehmen dürfen nun wieder günstigere Kühlmittel einsetzen. Fristen werden verlängert. Die berüchtigten Reparaturpflichten werden entschärft. Kühlsysteme müssen künftig offenbar nicht mehr behandelt werden wie nukleare Staatsgeheimnisse.
Die Reaktionen im Reich waren dramatisch.
In den großen Märkten von Floridiana jubelten Händler angeblich so laut, dass mehrere Tiefkühltruhen gleichzeitig beschlugen. Ein Besitzer eines Supermarkts in Texicana soll vor Freude einen gefrorenen Truthahn umarmt haben. In den Vorstädten von Ohioxima wiederum liefen Klimaanlagenbesitzer weinend auf ihre Terrassen und flüsterten ehrfürchtig:
„Vielleicht können wir diesen Sommer tatsächlich wieder kühlen …“
Besonders gefeiert wird die angebliche Einsparung von gigantischen Summen. Laut dem Hofschatzamt des Trumpius sollen die Maßnahmen insgesamt rund 2,4 Milliarden Imperiums-Dollar sparen. Eine Zahl, die so groß klingt, dass selbst erfahrene Schatzmeister kurz ihre Sandalen lockerten.
Allein Supermärkte sollen über 800 Millionen sparen. Und genau dort beginnt die wahre Legende dieses Dekrets. Denn laut Trumpius hängt der Preis von Käse, Fleisch, Milch und Tiefkühlwaffeln offenbar direkt davon ab, wie panisch ein Kühlaggregat vor staatlichen Formularen zittert.
„Ein entspannter Kühlschrank ist ein patriotischer Kühlschrank“, erklärte ein Hofsprecher, während hinter ihm ein Adler auf einem Gefrierschrank landete.
Doch Trumpius beließ es nicht bei Kühlsystemen. Nein. Der Imperator startete gleich den nächsten Angriff auf das, was er den „Berg der Papierrollen des Wahnsinns“ nennt.
Er verdoppelte Fördergrenzen für Lebensmittelunternehmen. Er ließ Vorschriften streichen. Er erklärte den Kampf gegen steigende Preise. Und irgendwo im Hintergrund hörte man vermutlich die verzweifelten Schreie tausender Bürokraten, die gerade feststellen mussten, dass ihre 900-seitigen Regelwerke plötzlich als Untersetzer für Kaffeebecher verwendet werden.
Besonders stolz zeigte sich Trumpius auf seine legendäre „10-zu-1-Regel“. Für jede neue Vorschrift müssen zehn alte verschwinden. Historiker nennen dies bereits den größten Verwaltungs-Tsunami seit dem Untergang der Behörde für kaiserliche Amphorenetiketten.
Auch die Automobilregeln wurden neu geschrieben. Die vorherigen Verbrauchsvorgaben seien laut Trumpius ungefähr so realistisch gewesen wie ein Einhorn mit Solarantrieb. Deshalb setzte er neue Standards fest, die normale Fahrzeuge tatsächlich erfüllen können. Benzin- und Dieselfahrer im ganzen Reich sollen daraufhin spontan ihre Motorhauben geküsst haben.
Und natürlich durfte auch die Fleischpolitik nicht fehlen. Um den Bürgern günstigeres Hackfleisch zu ermöglichen, erhöhte Trumpius sogar Importquoten für mageres Rindfleisch. Beobachter sprechen bereits vom „Großen Burger-Frieden von 2026“.
Währenddessen behaupten die Chronisten des Imperiums, dass die gesamte Deregulierungs-Offensive inzwischen Einsparungen von über 1,2 Billionen Dollar gebracht habe. Eine Zahl, die so gigantisch ist, dass Mathematiker im ganzen Reich vermutlich noch heute versuchen herauszufinden, wie viele vergoldete Einkaufswagen man dafür kaufen könnte.
Am Ende stand Trumpius Caesar Maximus auf den Stufen seines goldenen Palastes, blickte über das Reich der klimatisierten Freiheit und sprach die Worte, die vermutlich bald auf Millionen Kühlschrankmagneten gedruckt werden:
„Große Nationen brauchen keine Angst vor Kühlmitteln. Große Nationen brauchen kalte Getränke, günstige Lebensmittel und fantastische Klimaanlagen.“
Und irgendwo in der Ferne summte ein patriotischer Kühlschrank zustimmend.

