Empire of Trumpius
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Trumpianische Wahrheitskonferenzen

Trumpius Caesar und das himmlische Mega-Gebet

06. May 2026  ·  admin  ·  3 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar ruft zur Gebets-Offensive
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Der große Imperator Trumpius Caesar Maximus hat wieder gesprochen. Und wenn Trumpius spricht, zittern nicht nur die Mikrofone im Palast der Weißen Marmorsäulen – nein, selbst die Engel im Himmel holen vorsichtshalber ihre besten goldenen Notizblöcke hervor. Anlass der neuesten majestätischen Verkündung war der „Nationale Tag des Gebets“, jener Feiertag, an dem sich laut Trumpius ganz Amerika kollektiv an den Himmel wenden soll. Vermutlich auch die Leute, die sonst nur zum WLAN-Router beten.

In seiner epischen Botschaft erinnerte Trumpius daran, dass die Vereinigten Provinzen von Americus schon immer durch eine „goldene göttliche Leitung“ mit dem Himmel verbunden gewesen seien. Historiker vermuten allerdings, dass mindestens die Hälfte dieser Leitung aus patriotischem Pathos und die andere Hälfte aus sehr laut vorgelesenen Bibelzitaten bestand.

Doch für Trumpius ist alles klar: Ohne Gebete hätte Amerika niemals seine Unabhängigkeit errungen, niemals den Wilden Westen besiedelt, niemals zwei Weltkriege gewonnen und vor allem niemals einen Mann mit einer Frisur wie ein vergoldetes Sofakissen ins höchste Amt gewählt. Zufall? Nicht für Trumpius Caesar Maximus.

Besonders dramatisch wurde der Imperator, als er über die Anfänge der Nation sprach. Damals hätten die Gründerväter zuerst gebetet, gefastet und gedemütigt ausgesehen – vermutlich ähnlich wie Kongressabgeordnete nach einer sechsstündigen Haushaltsdebatte ohne Catering. Nur wenige Wochen später erklärten die Kolonien ihre Unabhängigkeit von König Carolus dem Dritten-Vorgänger-Imperium Britannicus. Laut Trumpius war dies nicht einfach Politik, sondern „die größte himmlisch unterstützte Freiheitskampagne aller Zeiten“. Direkt nach der Erfindung des Cheeseburgers.

Natürlich durfte auch die obligatorische Trumpius-Erfolgsrhetorik nicht fehlen. Amerika sei nicht irgendein Land. Nein. Es sei „die freiste, stärkste, erfolgreichste und großartigste Nation, die jemals zwischen zwei Ozeane gepflanzt wurde“. Vermutlich sogar die einzige Nation, die gleichzeitig Flugzeugträger, XXL-Cola-Becher und patriotische Monstertrucks exportiert.

Der Imperator erklärte außerdem voller Stolz, dass der Glaube derzeit „gewaltiger zurückkehrt als jemals zuvor“. Kirchen seien wieder voller, Gebete lauter und patriotische Hymnen emotionaler. Kritiker merkten allerdings an, dass viele Bürger momentan auch einfach beten, weil die Preise für Eier, Benzin und Fast Food mittlerweile aussehen wie Telefonnummern.

Besonders begeistert zeigte sich Trumpius über das geplante Mega-Gebetstreffen auf der gigantischen Nationalen Mall von Imperium Washingtonia. Dort sollen tausende Bürger zusammenkommen, um Amerikas Status als „One Nation Under God“ erneut zu bestätigen. Insider berichten bereits von gigantischen Bühnen, patriotischen Chören und mindestens zwölf verschiedenen Versionen der Nationalhymne – gesungen gleichzeitig von Country-Stars, Veteranen und vermutlich einem Adler mit Sonnenbrille.

Natürlich ließ Trumpius auch die klassischen Feindbilder nicht aus. In seiner Rede sprach er davon, dass Amerika einst die „dunklen Mächte des atheistischen Kommunismus“ besiegt habe. Das klang ungefähr so, als hätte Captain Freedom persönlich mit einem Flammenwerfer voller Demokratie gegen sowjetische Bürokraten gekämpft.

Dann wurde es beinahe poetisch. Trumpius erklärte, Amerika müsse Gottes Ruhm „unter allen Nationen verkünden“. Beobachter fragten sich kurz, ob das diplomatisch gemeint war oder eher wie eine internationale Dauerwerbesendung mit Fahnen, Feuerwerk und XXL-Steakbuffets.

Zum Abschluss forderte der goldene Herrscher seine Bürger auf, gemeinsam zu beten – in Kirchen, Schulen, Häusern und Arbeitsplätzen. Vermutlich sogar in Drive-ins, Fitnessstudios und vor Kühlschränken um Mitternacht.

Denn eines machte Trumpius Caesar Maximus unmissverständlich klar: Solange Amerika bete, werde das Land weiterhin stark bleiben. Sehr stark. Vielleicht sogar „die stärkste spirituelle Supermacht des Universums“. Und falls doch einmal etwas schiefgeht, könne man immer noch behaupten, jemand habe einfach nicht laut genug gebetet.

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