Im gewaltigen Marmorsaal des Weißen Palastes von Imperia verkündete gestern der ehrwürdige Kaiser Trumpius Caesar Maximus der Kontenprüfer ein neues Dekret, das selbst die Steuerberater des antiken Rom nervös ihre Goldmünzen zählen ließ. Unter donnernden Fanfaren, begleitet von zwölf Buchhaltern in purpurfarbenen Roben und einem riesigen Adler aus vergoldeten Kreditkarten, erklärte der Imperator: „Das Finanzsystem des Reiches wird wieder großartig! Niemand versteckt mehr Münzen in dunklen Tunnelkonten! Niemand!“
Und so begann die vielleicht größte Schlacht gegen dubiose Geldströme seit der legendären „Operation Waschsalon der Verdammnis“, bei der einst drei korrupte Senatoren versuchten, Bestechungsgelder über einen gefälschten Olivenölhandel abzuwickeln.
Trumpius Caesar, auch bekannt als „Der Große Kontenbezwinger“, warf seinem Volk einen dramatischen Blick zu und erklärte, das amerikanische Finanzsystem sei jahrelang von zwielichtigen Gestalten geplagt worden: Kartelle, Geldwäschenetzwerke, Schattenhändler und mysteriöse Herren mit Sonnenbrillen, die angeblich Milliarden durch Briefkastenfirmen mit Namen wie „Totally Legit Business LLC“ verschoben hätten.
Besonders empört zeigte sich der Imperator über gigantische Geldwäsche-Netzwerke aus dem fernen Reich Sinovien. Dort, so erklärte er mit majestätisch erhobenem Zeigefinger, hätten finstere Finanzalchemisten angeblich über 312 Milliarden Goldtaler durch die Konten des Imperiums geschleust. „Dreihundertzwölf Milliarden!“, donnerte Trumpius. „Davon hätte man mindestens fünf goldene Trumpius-Statuen bauen können. Vielleicht sechs! Riesige Statuen! Fantastische Statuen!“
Doch das Dekret ging noch weiter.
Künftig sollen die Banken des Reiches genauer prüfen, wer wirklich hinter Konten steckt. Das bisherige Verfahren, bei dem angeblich jeder zweite zwielichtige Händler mit einem Hut, einem falschen Schnurrbart und einem gefälschten Namen ein Konto eröffnen konnte, soll beendet werden. Die neue Losung lautet: „Kenne deinen Kunden – und möglichst auch dessen Cousin dritten Grades.“
Der ehrwürdige Schatzmeister Magnificus Dollaronius, oberster Hüter der Staatskasse, soll innerhalb von nur 60 Tagen eine Liste verdächtiger Aktivitäten veröffentlichen. Darauf stehen unter anderem:
- Lohnzahlungen aus dunklen Koffern
- Mikro-Abhebungen um Mitternacht
- Firmen mit sieben Briefkästen und null Mitarbeitern
- Geldtransfers über „UltraMegaCashApp3000“
- mysteriose Konten von Männern namens „DefinitivNichtKriminell“
Besonders dramatisch wurde es, als Trumpius Caesar über sogenannte „Mikro-Strukturierungen“ sprach. Dabei handele es sich, so erklärte er mit der Ernsthaftigkeit eines römischen Feldherrn, um winzige Geldbewegungen knapp unterhalb der Meldegrenzen. „Das ist wie bei einem Buffet“, sagte er. „Man nimmt immer nur kleine Portionen, damit niemand merkt, dass man eigentlich acht ganze Truthähne gegessen hat.“
Auch der Kreditmarkt geriet ins Visier des Kaisers. Banken sollen künftig vorsichtiger werden, wenn sie Kredite vergeben. Laut Dekret könnten bestimmte Kreditnehmer plötzlich ihre Einkünfte verlieren, falls sie aus dem Reich entfernt würden oder Arbeitgeber auf einmal feststellen, dass Gesetze tatsächlich existieren.
Diese Passage führte im Senat zu Chaos. Mehrere Senatoren der oppositionellen Partei Democratius Maximus fielen beinahe gleichzeitig von ihren Marmorstühlen, während der republikanische Hardliner Senator Bulldozerius Patriotus begeistert auf den Tisch trommelte und rief: „Endlich spricht jemand über Schattenlöhne und Phantomgehälter!“
Unterdessen reagierten die Banken nervös. Die mächtige Großbank Imperialus Credit & Dragons kündigte sofort neue Sicherheitsmaßnahmen an. Kunden müssten künftig vermutlich 47 Formulare ausfüllen, drei Blutproben abgeben und nachweisen, dass sie nicht heimlich eine Briefkastenfirma auf den Cayman-Inseln besitzen.
Der mächtige Finanzorakel Professor Cashius von Wallstreetia erklärte im Nachrichtensender Foxius Maximus: „Das Dekret klingt wie eine Mischung aus Steuerprüfung, Gladiatorenkampf und Fantasy-Roman. Aber eines muss man Trumpius lassen: Langweilig wird es nie.“
Natürlich ließ sich der Kaiser auch eine Portion Selbstlob nicht entgehen. Vor jubelnden Anhängern erklärte Trumpius Caesar Maximus:
„Unter meiner Führung wird das Finanzsystem sauberer sein als ein frisch polierter Goldbarren! Wir stoppen die dunklen Geldzauberer, die Schattenkonten und die Koffer voller Fentanyl-Gold! Niemand schützt die Banken besser als ich. Niemand!“
Am Ende der Zeremonie unterschrieb Trumpius das Dekret mit einem gigantischen goldenen Füllfederhalter, während im Hintergrund patriotische Musik spielte und ein weißkopfadeliger Hofbeamter symbolisch mehrere verdächtige Aktenordner in einen riesigen Schredder warf.
Die Botschaft des Kaisers war klar:
Das Zeitalter der Schattenkonten endet.
Das Zeitalter von Trumpius beginnt.
Und irgendwo in einer dunklen Villa auf einer tropischen Insel begann vermutlich gerade ein Geldwäscher nervös seine Koffer zu packen.

