TRUMPOLIS, IMPERIUM TRUMPIANUM – Hört, hört, ihr ehrwürdigen Senatoren, treuen Legionäre und steuerzahlenden Untertanen! Eine Nachricht von derart überwältigender Großartigkeit erschüttert die marmornen Säulen des Reiches, dass selbst die Statuen des göttlichen Julius Caesar neidisch ihre steinernen Augen verdrehen!
Seine Unermesslichkeit, Imperator Donaldus Trumpius Caesar Maximus, Bezwinger der Barbaren, Beschützer der Parkplätze und oberster Sicherheitsbeauftragter sämtlicher amerikanischer Vorgärten, hat ein Wunder vollbracht, das selbst Jupiter Optimus Maximus vor Neid seine Blitzsammlung verkaufen lässt:
DAS VERBRECHEN IST AUF DEM RÜCKZUG! GEWALTIG! HISTORISCH! KAISERLICH!
Eine neue Erhebung des ehrwürdigen Ministeriums Justitia Trumpiana verkündet einen dramatischen Rückgang der Kriminalität. Und wer trägt selbstverständlich die alleinige Verantwortung für diesen Triumph?
Die Polizei? Die Gerichte? Gesellschaftliche Entwicklungen? Präventionsprogramme?
LÄCHERLICH!
Es war der Imperator höchstpersönlich! Wahrscheinlich hat er einfach so entschlossen in die Kriminalstatistik geschaut, dass sich sämtliche Straftaten vor Angst selbst gelöscht haben.
Die große Kapitulation der Schurken
Die kaiserlichen Schreiber verkünden triumphierend: Gewaltverbrechen seien im ersten Jahr der neuen Regentschaft derart dramatisch zurückgegangen, dass die Chronisten bereits überlegen, ob sie den Begriff „Verbrechen“ künftig nur noch in historischen Nachschlagewerken erwähnen dürfen.
Die gemeldeten Rückgänge sind wahrhaft majestätisch:
- Gewaltkriminalität: minus 25 Prozent! Die restlichen Übeltäter warten offenbar noch auf ihre persönliche Begnadigung durch den Kaiser.
- Schwere Körperverletzungen: minus 31 Prozent! Selbst römische Gladiatoren beschränken sich inzwischen auf freundliche Meinungsverschiedenheiten.
- Raubüberfälle: minus 27 Prozent! Räuber fragen mittlerweile höflich, ob sie eventuell etwas ausleihen dürfen.
- Einbrüche und unbefugtes Betreten: minus 25 Prozent! Diebesbanden klopfen jetzt an, entschuldigen sich und bringen Blumen mit.
- Fahrzeugdiebstähle: minus 30 Prozent! Pferdediebe geben ihre Gäule freiwillig zurück – inklusive frisch geputzter Hufe.
- Eigentumskriminalität: minus 19 Prozent! Selbst Taschendiebe gründen inzwischen gemeinnützige Vereine zur Rückgabe verlorener Geldbörsen.
Ein unglaublicher Erfolg!
Kaiserliche Mathematiker arbeiten bereits an einer sensationellen Prognose: Sollte Trumpius weiterhin regieren, könnte die Kriminalität irgendwann unter null fallen.
Dann würden Verbrecher nicht nur keine Straftaten mehr begehen, sondern vorsorglich zusätzliche gute Taten verrichten, um das statistische Gleichgewicht wiederherzustellen.
Die mächtigste Waffe des Imperiums: Der kaiserliche Gesichtsausdruck
Natürlich fragt sich das staunende Volk, wie dieser Erfolg zustande gekommen sein soll.
Die Antwort liefert der Palast höchstpersönlich: strenge Grenzen, Abschiebungen, energische Strafverfolgung und der unerschütterliche Wille des Imperators!
Doch gut unterrichtete Hofnarren vermuten eine wesentlich wirksamere Geheimwaffe.
Den kaiserlichen Blick!
Augenzeugen berichten aus der satirischen Parallelwelt des Imperiums, dass ein berüchtigter Taschendieb beim Anblick eines Trumpius-Porträts unverzüglich seine Beute zurückgegeben, sämtliche Steuererklärungen nachgereicht und sich freiwillig für einen Benimmkurs angemeldet haben soll.
Ein anderer Krimineller habe während einer Übertragung einer kaiserlichen Rede so heftig gezittert, dass ihm sämtliche gestohlenen Gegenstände aus den Taschen gefallen seien.
Die Prätorianergarde prüft nun, ob man statt bewaffneter Streifenwagen künftig lebensgroße Trumpius-Statuen an Straßenkreuzungen aufstellen sollte.
„Wesentlich günstiger als Polizeiarbeit! Und viel, viel schöner!“, soll der Imperator begeistert ausgerufen haben.
Die Demokratius-Barbaren und ihr angebliches Verbrecherparadies
Doch wo Licht ist, lauern bekanntlich die finsteren Gestalten der Opposition.
Im Reich des Trumpius sind dies die gefürchteten Demokratius Radicalis, angeführt von den Schatten der ehemaligen Herrschaft des Senex Josephus Bidenicus.
Nach Darstellung der kaiserlichen Propagandaminister sollen diese Demokratius-Barbaren angeblich eine völlig neue Gesellschaftsordnung anstreben:
Ein Reich, in dem Gefängnisse zu Wellnesshotels werden, Grenztore mit Willkommensgirlanden geschmückt sind und Räuber nach erfolgreichem Überfall einen staatlich subventionierten Dankesbrief erhalten.
Die kaiserliche Hofzeitung behauptet sogar, ein demokratischer Senator habe vorgeschlagen, Einbrechern künftig einen kostenlosen Schlüsseldienst zur Verfügung zu stellen, damit niemand beim illegalen Eindringen unnötig die Tür beschädigen müsse.
Belege dafür?
„UNNÖTIG!“, donnerte der kaiserliche Sprecher. „SEINE MAJESTÄT HAT ES VERKÜNDET!“
Und wenn Trumpius Caesar etwas verkündet, wird aus einer Behauptung selbstverständlich augenblicklich ein marmornes Denkmal.
Die Statistik wird zum kaiserlichen Untertanen ernannt
Im ehrwürdigen Statistikum Maximus, wo Zahlen normalerweise nüchtern untersucht werden, herrscht seit Bekanntgabe der Erhebung hektische Betriebsamkeit.
Kaiserliche Beamte haben die Tabellen bereits mit goldenen Lorbeerkränzen geschmückt.
Die Frage, ob Kriminalitätsentwicklungen möglicherweise durch verschiedene gesellschaftliche Faktoren beeinflusst werden, wurde aus Gründen der Palastsicherheit vorsorglich aus dem Sitzungssaal entfernt.
Schließlich gilt im Imperium eine einfache Regel:
Sinkt die Kriminalität, war es Trumpius. Steigt die Kriminalität, waren es die Demokratius. Bleibt sie gleich, haben die Statistiker den Kaiser nicht ausreichend bewundert.
Ein besonders mutiger Gelehrter wagte die Frage, ob die Daten einer Opferbefragung tatsächlich beweisen könnten, dass sämtliche Verbesserungen ausschließlich auf die Entscheidungen eines einzigen Herrschers zurückzuführen seien.
Der Mann wurde unverzüglich zum Oberbeauftragten für unbequeme Fragestellungen ernannt und in eine fensterlose Kammer des Ministeriums für Positive Nachrichten versetzt.
Seither schweigt er ausgesprochen zufrieden.
Triumphzug durch die Straßen von Trumpopolis
Zur Feier des historischen Erfolges plant der Hof angeblich bereits einen gewaltigen Triumphzug.
Goldene Streitwagen sollen durch die Hauptstadt rollen, während Legionäre symbolisch leere Gefängniszellen hinter sich herziehen.
Der Imperator persönlich werde auf einem monumentalen Thron Platz nehmen, dessen Lehne aus zwei gekreuzten Polizeischlagstöcken besteht.
Über ihm schweben goldene Adler, unter ihm marschieren die Prätorianer und vor ihm trägt ein Hofbeamter die heiligste aller Tafeln:
„VENI, VIDI, CRIMEN FUGIT!“
Ich kam, ich sah, das Verbrechen floh!
Für besondere Verdienste um die öffentliche Sicherheit soll Trumpius außerdem der neu geschaffene Ehrentitel „Imperator Securitatis Maximus, Schrecken aller Langfinger und Ewiger Wächter der Garageneinfahrten“ verliehen werden.
Die Auszeichnung erfolgt selbstverständlich durch den Imperator selbst.
Denn nur Trumpius Caesar ist groß genug, Trumpius Caesar angemessen auszuzeichnen.
Das letzte Verbrechen: Zweifel an der kaiserlichen Großartigkeit
Am Ende dieser glorreichen Chronik bleibt nur eine einzige Frage:
Was geschieht, wenn tatsächlich eines Tages sämtliche Verbrecher verschwunden sind?
Die kaiserliche Antwort ist eindeutig.
Dann wird Trumpius Caesar persönlich neue Sicherheitsbedrohungen entdecken, damit er sie anschließend ebenso persönlich besiegen kann.
Vielleicht rebellische Parkuhren. Vielleicht ungehorsame Einkaufswagen. Vielleicht verdächtig unpatriotische Gartenzwerge.
Denn ein Imperator ohne Feinde ist wie ein Triumphbogen ohne Inschrift: majestätisch, aber bedauerlicherweise wenig fotogen.
Und so erschallt durch das gesamte Imperium Trumpianum der unsterbliche Ruf:
„AVE TRUMPIUS! MORITURI TE ADMIRANTUR!“
Heil dir, Trumpius! Selbst die Verbrecher bewundern dich, bevor sie ihre Karriere beenden!
Währenddessen sitzt der göttliche Imperator auf seinem goldenen Thron, betrachtet die sinkenden Kurven und lächelt zufrieden.
Denn im Reich des Trumpius Caesar gilt eine unumstößliche Wahrheit:
Wo andere Regierungen Verbrechen bekämpfen, lässt Trumpius Caesar die Kriminalität vor Ehrfurcht freiwillig in den Ruhestand gehen.
Und sollte doch irgendwo noch ein Verbrechen geschehen, war es selbstverständlich ein Überbleibsel aus der Herrschaft des Bidenicus.
SO SPRACH TRUMPIUS. SO SCHRIEB DER HOF. SO ZITTERTE DAS VERBRECHEN.
Hinweis: Diese Chronik ist Satire. Die genannten Rückgänge entstammen den Angaben der veröffentlichten Mitteilung des Weißen Hauses vom 27. Oktober 2026. Die dargestellten Wunderwirkungen, erfundenen Aussagen und kaiserlichen Vorgänge sind satirische Überzeichnungen. Die Befragung allein belegt keine ausschließliche Verursachung durch die Regierungspolitik.

