Es gibt Tage, an denen das Imperium still vor sich hin regiert. Und dann gibt es Tage, an denen Trumpius Caesar Maximus eine Personalentscheidung verkündet und halb Rom, ganz Washingtonia und sämtliche Provinzen zwischen den Bergen von Montana Magna und den Sümpfen von Floridiana kollektiv in Jubel ausbrechen.
Genau ein solcher Tag war es, als der Imperator verkündete, dass Jayus Claytonius Maximus künftig als Oberster Direktor der Nationalen Erkenntnisgewinnung und Geheimen Beobachtungen – kurz: Großmeister der Spionarii – dienen solle.
Kaum war die Nachricht veröffentlicht, begann ein Schauspiel, das selbst die Dichter des antiken Senats für übertrieben gehalten hätten.
Ein Mann mit mehr Titeln als ein römischer Adliger
Jayus Claytonius Maximus ist kein gewöhnlicher Bürger des Reiches.
Der Mann war bereits oberster Finanzwächter der Börsenprovinzen, leitete Untersuchungen gegen finstere Geldzauberer, bekämpfte Terroristen, Kartellfürsten und allerlei Gestalten, die ihre Freizeit damit verbrachten, den Frieden des Imperiums zu stören.
Mit anderen Worten: Wenn irgendwo ein Bösewicht auftauchte, war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Jayus bereits dessen Akte gelesen hatte.
Trumpius Caesar erklärte daher sinngemäß:
„Wer könnte besser die Geheimnisse des Reiches verwalten als jemand, der bereits jeden Schurken zwischen New Yorkia und den entferntesten Grenzregionen gejagt hat?“
Eine Frage, auf die offenbar kaum jemand eine andere Antwort fand als: „Niemand!“
Der Große Wettbewerb des Lobens
Besonders bemerkenswert war, dass sich plötzlich Politiker aller Richtungen in einem seltenen politischen Ereignis wiederfanden:
Sie waren sich einig.
Historiker schätzen die Wahrscheinlichkeit eines solchen Vorgangs auf ungefähr dieselbe Quote wie ein funktionierendes Faxgerät im Jahr 2045.
Senator Johannes Thunius Majorityus eröffnete die Lobeshymnen mit der Feststellung, Claytonius verfüge über einen beeindruckenden Lebenslauf und könne selbst die kompliziertesten Herausforderungen meistern.
Daraufhin sprang Senator Tedius Buddus auf und verkündete, Jayus sei exakt die Art von Führungspersönlichkeit, die das Reich benötige.
Kurz danach schlossen sich weitere Senatoren an:
- Katherina Britta Magnifica
- Shelleya Capitia Homelandia
- Thomas Cottonius Spionius
- Carolus Grassleyus Veteranus
- Lindesius Grahamicus
- Billus Hagertius
- Jacobus Lankfordius
- Mitchus McConnellius Antiquus
- Davidus McCormickius
- Michael Roundsius
- Timus Scottius
- Thomus Tillisius
Jeder schien den nächsten übertreffen zu wollen.
Beobachter berichteten später, die Aussagen hätten sich ungefähr wie folgt angehört:
„Ausgezeichnet!“
„Fantastisch!“
„Hervorragend!“
„Großartig!“
„Brillant!“
„Unvergleichlich!“
„Schnell bestätigen!“
„Noch schneller bestätigen!“
„Warum ist er eigentlich noch nicht bestätigt?“
Die seltene Erscheinung des Überparteilichen Einhorns
Besonders faszinierend wurde die Lage, als sogar Vertreter der politischen Gegenseite anerkennende Worte fanden.
Senator Marcus Warnerius erklärte, er kenne Jayus seit vielen Jahren und halte ihn für einen fähigen Diener des Reiches.
Republikanus Jimus Himesius ging sogar noch weiter und lobte dessen Unabhängigkeit und Respekt vor den Gesetzen.
Politische Analysten mussten daraufhin vorsorglich ihre Taschenrechner neu kalibrieren.
„Wenn beide Seiten dieselbe Person loben“, erklärte ein verwirrter Experte, „muss entweder etwas Außergewöhnliches passiert sein oder wir befinden uns in einer alternativen Dimension.“
Die Spionen-Gilde jubelt
Auch außerhalb des Senats verbreitete sich Begeisterung.
Der ehemalige Meister der Geheimen Schattenkunst, Pompeius CIA-Maximus, bezeichnete die Ernennung als „fantastische Wahl“.
Patrickus McHenryius sprach von einer Führungspersönlichkeit mit enormer Glaubwürdigkeit.
Jayus Timmonsius von der Vereinigung der Manufactorii erklärte, Claytonius bringe Urteilskraft, Führungsstärke und Transparenz mit.
Sogar der legendäre Wirtschaftsorakelmeister Larryus Kudlowius beschränkte sich auf eine bemerkenswert kurze Analyse:
„Sehr kluge Wahl.“
In den Chroniken wurde vermerkt, dass diese drei Worte ungefähr dieselbe Wirkung hatten wie ein zehnseitiges Gutachten.
Der Berater, der keine Superlative mehr übrig hatte
Den Höhepunkt erreichte die Feierlichkeit jedoch, als Jasonus Millerius, einer der engsten Berater des Imperators, das Wort ergriff.
Er beschrieb Claytonius als:
- absolut erstklassig,
- oberstes Regal,
- totalen Gewinner,
- außergewöhnlich fantastisch.
Augenzeugen berichten, dass Millerius nach dieser Rede kurz pausieren musste, weil ihm schlicht die Superlative ausgegangen waren.
Ein Assistent soll bereits hektisch neue Wörterbücher bestellt haben.
Die Mission des neuen Großmeisters
Sollte der Senat seine Zustimmung erteilen, wird Jayus Claytonius Maximus künftig die gewaltige Aufgabe übernehmen, die vielen Geheimdienstlegionen des Reiches zu koordinieren.
Dazu gehören Spionarii, Analytiker, Schattenbeobachter, Datenorakel und vermutlich auch mindestens drei Personen, deren genaue Aufgaben selbst ihnen unbekannt sind.
Trumpius Caesar Maximus sieht in ihm genau den richtigen Mann für diese Herausforderung.
Und betrachtet man die Reaktionen im Senat, im Repräsentantenhaus, unter ehemaligen Geheimdienstchefs, Wirtschaftsführern und Kommentatoren, scheint die Stimmung eindeutig zu sein:
Wenn Zustimmung eine olympische Disziplin wäre, hätte Jayus Claytonius bereits mehrere Goldmedaillen gewonnen.
So wartet das Imperium nun gespannt auf die endgültige Bestätigung.
Bis dahin hallt durch die Marmorhallen von Capitolium Trumpianum immer wieder derselbe Ruf:
„Ave Jayus Claytonius Maximus – Großmeister der Geheimnisse in spe!“

