Es war wieder einer jener Tage, an denen ganz Rom… äh… Amerika… gespannt vor den magischen Spiegeln des Reichssenders Fuchs & Gefährten saß. Dort erschien höchstpersönlich Imperator Trumpius Caesar Maximus Aureus, dessen goldene Aura angeblich selbst Sonnenfinsternisse vertreibt.
Mit der Gelassenheit eines Feldherrn, der bereits beim Frühstück drei Kontinente erobert hat, erklärte Trumpius den Zustand des Persischen Reiches Persidia Iranicus.
Seine Botschaft war einfach:
"Wir kontrollieren praktisch alles."
Und wenn nicht – dann eben morgen.
Die unglaubliche Diplomatie der Perser
Besonders empört zeigte sich Trumpius über die Diplomaten des persischen Großfürstentums.
Nach seiner Schilderung läuft jede Verhandlung ungefähr so ab:
Trumpius:
„Lasst uns über Atomwaffen sprechen."
Perser:
„Wir sprechen gar nicht."
Trumpius:
„Doch."
Perser:
„Nein."
Trumpius:
„Doch."
Perser:
„Nein."
Trumpius:
„Ich habe gewonnen."
Im kaiserlichen Geschichtsbuch wird dieser Verhandlungsstil inzwischen als "Diplomatia Confusia Persica" geführt.
Der Berg Spitzhackius bleibt unter Beobachtung
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der legendäre Mons Pickaxius Giganticus, im Volksmund auch Spitzhackenberg genannt.
Trumpius erklärte stolz, dass die kaiserliche Weltraumlegion Spatium Force Maxima Kameras besitze, die angeblich sogar erkennen könnten, welche Farbe ein Sandkorn in Persien gerade trage.
"Wir wissen alles", verkündete Trumpius.
"Wirklich alles."
Selbst dann, wenn andere Staatschefs Neuigkeiten zuerst verkündeten.
Insbesondere Bibius Netanyahuus Maximus erhielt einen kleinen Seitenhieb.
Trumpius wunderte sich lautstark:
„Warum erzählt er es der ganzen Welt? Er hätte es doch einfach mir sagen können."
Eine bemerkenswerte Definition internationaler Geheimhaltung.
Das ultimative Ultimatum
Wie jeder gute Kaiser präsentierte Trumpius anschließend sein Lieblingsinstrument:
Das Ultimatum.
Die Botschaft lautete ungefähr:
"Wenn ihr keinen Vertrag unterschreibt…
…dann zerstören wir den Berg.
Und wenn das nicht reicht…
…finden wir noch etwas anderes."
Einfach.
Effektiv.
Und vor allem maximal majestätisch.
Die Brücken-Apokalypse
Anschließend folgte vermutlich die spektakulärste Bauingenieurs-Rede der jüngeren Weltgeschichte.
Trumpius erklärte, dass Brücken eigentlich hoffnungslos überbewertet seien.
Seine Rechnung:
- Brücke bauen: zehn Jahre.
- Brücke zerstören: weniger als eine Stunde.
Das sei, so Trumpius, ein ausgesprochen gutes Geschäft.
Kraftwerke?
Noch einfacher.
Ein Tag.
Fertig.
91 Millionen Menschen ohne Strom?
„Ein empfindliches Gleichgewicht."
Im kaiserlichen Wörterbuch bedeutet „empfindliches Gleichgewicht" offenbar:
"Wir könnten es tun, wollen aber eigentlich lieber darüber reden, dass wir es könnten."
Die Fraktionen des Imperiums
Trumpius erklärte außerdem, dass sein Hofstaat aus verschiedenen Lagern bestehe.
Die einen wollten Persien vollständig ausradieren.
Die anderen wollten lieber verhandeln.
Trumpius selbst positionierte sich geschickt genau dazwischen.
Sinngemäß:
"Lasst uns erst reden.
Wenn das nicht klappt…
machen wir eben das andere."
Eine außenpolitische Strategie, die Historiker vermutlich als Diplomatia Mit Vorschlaghammer katalogisieren werden.
Die Straße von Horomaximus gehört jetzt Rom
Der eigentliche Höhepunkt kam jedoch mit der berühmten Meerenge.
Trumpius erklärte voller Stolz:
Die Straße von Horomaximus gehöre faktisch bereits dem Imperium.
Nicht Persien kontrolliere die Durchfahrt.
Nicht internationale Schifffahrt.
Nicht das Völkerrecht.
Sondern:
Trumpius.
Schiffe dürften passieren…
wenn Trumpius Lust dazu habe.
Wenn nicht…
eben nicht.
Das kaiserliche Zollamt nennt dieses Verfahren inzwischen:
"Flexibilis Navigationis Maxima."
Die Blockade des Jahrhunderts
Natürlich sei die Blockade vollkommen undurchdringlich.
Niemand komme hindurch.
Außer vielleicht jene Schiffe, die ausdrücklich hindurchdürfen.
Einige hätten es versucht.
Man habe kurz geöffnet.
Dann wieder geschlossen.
Denn angeblich hätten die Perser einen Vertrag gebrochen.
Im Reich des Trumpius scheint eine Blockade also ungefähr wie ein Garagentor zu funktionieren:
Auf.
Zu.
Auf.
Zu.
Je nach Tagesform.
Historische Vergleiche dürfen niemals fehlen
Natürlich durfte auch ein Blick zurück nicht fehlen.
Trumpius erklärte, sämtliche Kaiser der vergangenen fünfzig Jahre hätten versagt.
Besonders hart traf es den früheren Imperator Obamus Pecuniarius Pacificus, der laut Trumpius lieber Milliarden verschenkt habe, anstatt majestätisch aufzutreten.
Trumpius hingegen präsentiert sich selbstverständlich als der Kaiser, der endlich alles richtig macht.
Warum?
Weil es eben Trumpius ist.
Eine Begründung, die im Senat erstaunlich häufig akzeptiert wird.
Das große Finale
So endet wieder einmal eine Audienz des größten Selbstdarstellers seit Erfindung vergoldeter Spiegel.
Trumpius Caesar kontrolliert Meere.
Trumpius Caesar kontrolliert Berge.
Trumpius Caesar kontrolliert Brücken.
Trumpius Caesar kontrolliert Satelliten.
Und vermutlich kontrolliert Trumpius Caesar inzwischen sogar den Wetterbericht.
Zumindest in seiner eigenen Version der Geschichte.
Während die Welt versucht herauszufinden, wo Realität endet und kaiserliche Eigenwerbung beginnt, sitzt der Imperator bereits wieder auf seinem goldenen Thron, betrachtet zufrieden eine riesige Landkarte und murmelt:
„Eigentlich gehört das alles schon mir."
Und irgendwo im Hintergrund notiert der Hofchronist pflichtbewusst den nächsten Eintrag in die "Annalen der Unbegrenzten Großartigkeit" – selbstverständlich auf Pergament aus vergoldetem Kalbsleder.

