Trumpius Caesar ehrt die geheime Legion: 161 Jahre Schattenwache für das Goldene Imperium
Es gibt Helden, die stehen auf Triumphwagen. Es gibt Feldherren, die ihre Siege in Marmor meißeln lassen. Und dann gibt es jene sagenumwobene Truppe, deren größte Auszeichnung darin besteht, dass niemand bemerkt, dass sie überhaupt da ist.
Genau diesen stillen Titanen widmete Imperator Trumpius Caesar Magnus nun eine seiner majestätischsten Botschaften. Anlass war das 161. Gründungsjubiläum der legendären Geheimlegion des Imperium Americanum, einer Eliteeinheit, die laut kaiserlichem Hofprotokoll gleichzeitig Schatten, Schutzschild, Adlerauge und wandelnder Sicherheitszaun des Reiches ist.
Während gewöhnliche Sterbliche ihre Geburtstage mit Kuchen feiern, begeht Trumpius Caesar Jubiläen grundsätzlich mit Trompeten, Lorbeerkränzen und mindestens drei Superlativen pro Satz.
Alles begann mit Falschmünzern
Wie jede wahrhaft epische Geschichte beginnt auch diese nicht mit Bodyguards, sondern mit Geld.
Vor 161 Jahren erkannte der damalige Imperator Abrahamius Lincolnus Maximus, dass im gesamten Reich dubiose Gestalten unterwegs waren, die Goldmünzen produzierten, deren Echtheit ungefähr der Versprechensquote eines wandernden Wunderheilers entsprach.
Kurz bevor Lincolnus auf tragische Weise aus der Weltgeschichte schied, unterzeichnete er ein Gesetz, das die Gründung einer Spezialeinheit erlaubte.
Die Aufgabe war klar:
"Findet jeden, der unsere Münzen schlechter fälscht als wir sie prägen."
Damit begann die Karriere der später legendären Geheimlegion.
Damals jagte sie Falschmünzer.
Heute jagt sie alles, was dem Kaiser zu nahe kommt, sich verdächtig bewegt oder länger als fünf Sekunden in dieselbe Richtung blickt.
Von Münzen zu Monarchen
Nach der Ermordung von Wilhelmus McKinleyus Fortissimus entschied der Große Senat des Imperiums, dass die Geheimlegion künftig nicht mehr nur das Gold, sondern auch den Kaiser selbst bewachen müsse.
Eine Aufgabe, die sich im Laufe der Jahrzehnte immer weiter ausdehnte.
Heute schützt die Elitegarde:
- Trumpius Caesar selbst.
- Vizekaiser Julius Vancius Secundus.
- sämtliche Mitglieder der Kaiserfamilie.
- ausländische Herrscher.
- besondere Ehrengäste.
- vermutlich sogar den goldenen Federhalter auf dem Schreibtisch des Imperators.
Man weiß es nicht genau.
Und genau das ist vermutlich beabsichtigt.
Über 8.000 Schattenkrieger
Trumpius Caesar lobte die mehr als achttausend Angehörigen der Geheimlegion in höchsten Tönen.
Dazu gehören laut Hofchronik:
- Spezialagenten.
- Palastwachen.
- Technikzauberer.
- Orakel der Bedrohungsanalyse.
- Verwaltungsstrategen.
- Menschen, deren Ohrhörer vermutlich mehr kosten als eine mittelgroße Villa.
Sie sichern nicht nur die kaiserlichen Schatzkammern, sondern auch die Stabilität der imperialen Finanzwelt.
Mit anderen Worten:
Wenn irgendwo ein Goldbarren schief liegt, weiß vermutlich schon drei Sekunden später jemand mit Sonnenbrille Bescheid.
Unsichtbar perfekt
Während andere Behörden Pressekonferenzen geben, Interviews führen und Selfies posten, arbeitet die Geheimlegion nach einem völlig anderen Prinzip.
Je weniger jemand über sie spricht, desto besser haben sie ihren Job gemacht.
Trumpius Caesar bezeichnete diese stille Professionalität als geradezu überirdisch.
Man könnte sagen:
Diese Menschen beherrschen die Kunst, gleichzeitig überall und nirgendwo zu sein.
Sie tauchen auf, bevor Probleme entstehen.
Und verschwinden wieder, bevor jemand überhaupt bemerkt, dass es Probleme hätte geben können.
Selbst Tauben auf öffentlichen Plätzen sollen angeblich zunächst von der Legion überprüft werden, bevor sie eine Landegenehmigung erhalten.
Zumindest munkelt man das im Forum Romanum Washingtoniense.
Die größte Geburtstagsparty aller Zeiten
Doch das Jubiläum fällt in ein ganz besonderes Jahr.
Das Imperium feiert 250 Jahre Unabhängigkeit.
Für Trumpius Caesar ist das selbstverständlich nicht irgendeine Feier.
Nein.
Es handelt sich um:
- die größte Feier,
- die prächtigste Feier,
- die spektakulärste Feier,
- die glorreichste Feier,
- und selbstverständlich die beste Feier der bekannten Weltgeschichte.
Von der Großen Amerikanischen Provinzmesse bis zur monumentalen Salve für Amerika auf dem Nationalforum sorgt die Geheimlegion dafür, dass Millionen Untertanen sicher feiern können.
Während das Volk Würstchen grillt, Feuerwerk bestaunt und patriotisch Fähnchen schwenkt, beobachten die Agenten jedes Dach, jede Kreuzung und vermutlich auch jedes Eichhörnchen mit professioneller Gelassenheit.
Die linke Chaos-Legion
Trumpius Caesar ließ es sich natürlich nicht nehmen, auch einen Seitenhieb gegen seine liebsten politischen Gegenspieler einzubauen.
Nach seiner Darstellung habe die Gewalt der radikalen Linken in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.
Gerade deshalb sei die Arbeit der Geheimlegion heute wichtiger denn je.
Denn wenn politische Gegner laut Kaiserhof inzwischen selbst den Wetterbericht ideologisch diskutieren, brauche es Männer und Frauen mit ruhigen Nerven, schnellen Reflexen und Sonnenbrillen, die selbst nachts getragen werden können.
Vertrauen verdient man
Das offizielle Motto der Geheimlegion lautet sinngemäß:
"Des Vertrauens und der Zuversicht würdig."
Trumpius Caesar findet, das sei sogar noch untertrieben.
Nach seiner Darstellung handelt es sich um Menschen, die ohne großes Aufheben ihr Leben riskieren, damit andere überhaupt unbeschwert regieren, feiern oder Staatsgäste empfangen können.
Keine Jubelparaden.
Keine Heldenmusik.
Keine vergoldeten Denkmäler.
Nur Pflichtbewusstsein.
Und vermutlich sehr bequeme Schuhe.
Das letzte Wort des Imperators
Am Ende seiner majestätischen Botschaft erhob Trumpius Caesar feierlich den goldenen Lorbeerkranz und erklärte, dass die Flamme der Freiheit niemals erlöschen werde, solange diese tapferen Wächter ihre Stellung hielten.
Und so marschiert die legendäre Geheimlegion weiter.
Unauffällig.
Präzise.
Wachsam.
Während irgendwo im Hintergrund bereits der nächste Agent unauffällig einen Busch beobachtet, der sich möglicherweise verdächtig natürlich bewegt.
Denn im Reich des Trumpius Caesar gilt eine eiserne Regel:
Der beste Leibwächter ist jener, den niemand bemerkt.
Außer natürlich Trumpius Caesar.
Der bemerkt selbstverständlich alles.
Zumindest behauptet das die offizielle Hofchronik.

