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Trumpius gründet die Sternenakademie: Mars, zieh dich warm an!

28. August 2026  ·  admin  ·  4 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar eröffnet die Space Academy
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Es war einmal eine Zeit, in der junge Amerikaner davon träumten, Feuerwehrmann, Ärztin oder vielleicht sogar Senator zu werden. Doch diese bescheidenen Tage sind vorbei. Denn Imperator Donaldus Trumpius Maximus, Erster seines Namens, Bezwinger der Bürokratie und mutmaßlicher Eigentümer des Sonnensystems, hat gesprochen:

Amerika braucht eine Weltraumakademie.

Nicht irgendeine Akademie. Keine gewöhnliche Hochschule mit Mensa, schlecht funktionierendem WLAN und einem Professor, der seit 1997 dieselbe PowerPoint benutzt. Nein. Trumpius verlangt eine United States Space Academy, eine Kaderschmiede für Astronauten, Ingenieure, Wissenschaftler, Unternehmer, Beamte, Soldaten und vermutlich Menschen, die bei NASA-Besprechungen wissen, welcher Knopf tatsächlich die Rakete startet.

Denn der Weltraum, so verkündet das imperiale Pergament aus dem Domus Alba, sei entscheidend für nationale Sicherheit, wirtschaftliches Wachstum, wissenschaftliche Entdeckungen und technologische Überlegenheit.

Mit anderen Worten: Dort oben gibt es offenbar noch Gebiete, die Amerika bislang nicht ausreichend verwaltet.

Trumpius will deshalb die „besten und klügsten Köpfe“ des Reiches rekrutieren. Ein gewagtes Vorhaben, denn diese müssen zunächst gefunden werden, bevor sie von LinkedIn, Silicon Valley oder irgendeinem Start-up mit Gratis-Latte abgeworben werden.

Der Hohe Rat der kosmischen Würdenträger

Damit die Space Academy nicht einfach nur gegründet wird – was viel zu unkompliziert wäre –, entsteht zunächst eine Kommission.

Und natürlich keine kleine.

Den Vorsitz übernimmt der oberste Praefectus Nasarius, also der Administrator der NASA. Ihm zur Seite stehen der Magister Scientiae Imperialis und der Quaestor Economicus Maximus, während der stellvertretende NASA-Chef als ausführender Zeremonienmeister fungiert.

Hinzu kommen der Bellator Supremus, offiziell „Secretary of War“, der kaiserliche Stabschef, der Hüter des Haushalts, der Sicherheitsberater, der Luftwaffenminister und außerdem jeder weitere Beamte, der zufällig gerade nicht schnell genug den Raum verlassen kann.

Gemeinsam sollen sie nun beraten, wie eine Eliteakademie für Amerikas zukünftige Weltraumlegionäre aussehen könnte.

Trumpius hat ihnen dafür 120 Tage gegeben.

Für Washingtoner Verhältnisse entspricht das ungefähr Lichtgeschwindigkeit.

Studium mit eingebauter Dienstpflicht

Die Space Academy soll nicht nur mathematisch begabte Raketenfreunde hervorbringen, sondern „civically grounded leaders“.

Also Führungskräfte, die gleichzeitig Satelliten bauen, Amerika dienen und vermutlich bei offiziellen Empfängen wissen, welche Gabel für den Mondkäse gedacht ist.

Geplant sind technische Studiengänge, praktische Ausbildung, Führungsprogramme und möglicherweise Dienstpflichten nach Abschluss.

Wer also bislang glaubte, nach vier Jahren Studium einfach zu SpaceX wechseln und dort dreimal so viel verdienen zu können, könnte künftig feststellen, dass Imperator Trumpius zunächst einige Jahre Dienst am Reich erwartet.

Das Ausbildungsmodell klingt damit ein wenig nach West Point, NASA, MIT und einer galaktischen Pfadfindergruppe – zusammengeschweißt unter einer riesigen amerikanischen Flagge.

Wo wird das neue Rom des Weltraums gebaut?

Natürlich braucht jede imperiale Akademie einen physischen Standort.

Auch darüber soll die Kommission nachdenken.

Texas dürfte bereits vorsorglich ein Grundstück markieren. Florida wird argumentieren, dort seien Raketen ohnehin zuhause. Alabama wird ein Raumfahrtmuseum zeigen. Kalifornien wird erklären, man habe die Ingenieure. Und irgendwo wird Las Vegas vermutlich anbieten, direkt neben Caesars Palace noch Trumpius Space Palace zu errichten.

Der endgültige Standort soll jedoch erst nach sorgfältiger Prüfung bestimmt werden.

Oder nach einem sehr überzeugenden Gouverneursbesuch im Oval Office.

Erst Papier, dann Raketen

Besonders majestätisch ist, dass die neue Space Academy zunächst vor allem aus Berichten, Governance-Strukturen, Akkreditierungen, Pilotprogrammen, Partnerschaften, Arbeitsgruppen, Gesetzesvorschlägen und Haushaltsfragen bestehen wird.

Bevor also der erste Kadett einen Raumanzug bekommt, werden vermutlich mehrere hundert Menschen Tabellen erstellen, in denen untersucht wird, wer künftig Tabellen erstellen darf.

Das ist echte amerikanische Raumfahrttradition.

Schon Apollo bewies schließlich: Bevor ein Mensch auf dem Mond landet, braucht man sehr viele Ordner.

Arbeitsgruppen dürfen außerdem Experten aus Wissenschaft und Industrie konsultieren. Diese wiederum berichten an die Kommission, die Empfehlungen diskutiert, bevor daraus Empfehlungen an Trumpius entstehen, die anschließend genehmigt, finanziert und gesetzlich ermöglicht werden müssen.

Bis dahin könnte Elon Musk bereits auf dem Mars eine Niederlassung eröffnet haben.

Und wer bezahlt den imperialen Erlass?

Selbstverständlich enthält auch dieses kosmische Dekret den traditionsreichen Satz:

Nur solange Geld vorhanden ist.

Denn selbst Caesar weiß: Ohne Appropriations keine Astronauten.

Immerhin trägt die NASA die Kosten für die Veröffentlichung des Erlasses.

Ein beruhigender Anfang.

Damit steht fest: Das amerikanische Imperium greift nun offiziell nach den Sternen.

Rom hatte Legionäre.

Großbritannien hatte die Royal Navy.

Amerika bekommt künftig möglicherweise Absolventen mit Raumfahrtingenieurwesen, Sicherheitsfreigabe und Dienstpflicht.

Und über ihnen allen thront Donaldus Trumpius Maximus Galacticus, der Mann, der offenbar beschlossen hat, dass die Erde für amerikanische Bildungsambitionen schlicht zu klein geworden ist.

Mars, zieh dich warm an.

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