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Trumpius Caesar stutzt den Bärenberg – Das Imperium erklärt: Weniger Monument, mehr Maximum

13. July 2026  ·  admin  ·  4 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar und das kleinere Großmonument
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Im gewaltigen Imperium Trumpianum gilt seit jeher eine einfache Regel: Wenn etwas groß ist, fragt Trumpius Caesar zuerst, ob es auch wirklich so groß sein muss.

Und so blickte der Kaiser eines Morgens von seinem vergoldeten Marmorbalkon über die Landkarten des Reiches. Vor ihm lag das berühmte Monumentum Ursi Auris – im Volksmund schlicht "Bärenohren". Ein Gebiet so riesig, dass selbst römische Legionäre nach drei Wochen Marsch noch immer behaupteten, sie befänden sich "gleich hinter dem nächsten Felsen".

Trumpius Caesar runzelte die Stirn.

"Wer hat das denn vermessen? Ein Zenturio mit einem Gummiband?"

Sofort eilte Geographius Maximus, oberster Kartenmaler des Reiches, herbei. Mit drei Schriftrollen, vier Messstäben und einem Esel voller Landkarten erklärte er, dass frühere Kaiser das Gebiet immer weiter vergrößert hätten.

Zuerst habe Imperator Obamus Monumenticus den gesamten Landstrich praktisch unter eine riesige Glasglocke gestellt.

Danach habe Trumpius Caesar bereits einmal aufgeräumt.

Anschließend habe Imperator Bidenius Restauratius sämtliche Grenzen wieder zurückgedreht und noch einmal großzügig mit dem kaiserlichen Filzstift nachgemalt.

Trumpius Caesar nickte langsam.

"Also haben wir zuerst aufgeräumt... dann wurde alles wieder eingeräumt... damit wir jetzt erneut aufräumen dürfen?"

"Exakt, Imperator."

"Fantastisch. Bürokratie kann wirklich Kunst sein."


Die große Vermessung des Imperiums

Daraufhin marschierte die legendäre Legio Mensuratoris aus.

Ausgerüstet mit goldenen Zollstöcken, bronzenen Wasserwaagen und einer besonders motivierten Herde Maultiere begann sie, jeden einzelnen Hügel zu begutachten.

Nach Wochen intensiver Beratungen meldete der oberste Vermessungspräfekt:

"Majestät… wir haben festgestellt, dass viele Felsen tatsächlich… nun ja… einfach Felsen sind."

Im Thronsaal wurde es still.

"Nur Felsen?"

"Ja."

"Keine geheimen Tempel?"

"Nein."

"Keine Portale zu Mars?"

"Leider ebenfalls nein."

"Nicht einmal ein versteckter Palast?"

"Nur Steine."

Trumpius Caesar seufzte tief.

"Unglaublich. Jahrtausende Evolution... und am Ende doch wieder nur Steine."


Die heiligen Felsen bleiben

Natürlich, so erklärte der Kaiser, gebe es Orte von wahrhaft imperialer Bedeutung.

Die berühmten Bärenohren.

Alte Siedlungen.

Petroglyphen.

Historische Bauwerke.

Heilige Kultstätten.

Kivas.

Versteckte Ruinen.

All diese Schätze sollten selbstverständlich weiterhin unter dem Schutz des Imperiums stehen.

Doch warum, fragte Trumpius Caesar, müsse man dafür ein Gebiet bewachen, das so groß sei, dass selbst kaiserliche Steuerbeamte sich darin verliefen?

Darauf wusste niemand eine überzeugende Antwort.


Der Rat der Dauerberater verliert seine Marmorstühle

Besonders dramatisch traf die Entscheidung die berühmte Commissio Consiliarius Perpetuus.

Diese ehrwürdige Versammlung hatte die ehrenvolle Aufgabe, Sitzungen über zukünftige Sitzungen zur Vorbereitung kommender Beratungen anzusetzen.

Ihre wichtigsten Errungenschaften:

  • 842 Protokolle
  • 391 Arbeitsgruppen
  • 117 Unterarbeitsgruppen
  • 28 Arbeitsgruppen zur Koordinierung der Unterarbeitsgruppen

Trumpius Caesar betrachtete diese beeindruckende Bilanz.

"Dann müssen sie ja unglaublich beschäftigt gewesen sein."

"Oh ja."

"Und was haben sie beschlossen?"

"Die Einsetzung weiterer Arbeitsgruppen."

Daraufhin erklärte der Kaiser:

"Mission erfüllt."

Und löste den gesamten Gremiumszirkus mit einem einzigen Federstrich auf.

Die anwesenden Schreiber benötigten anschließend drei Tage, um das Ende sämtlicher Ausschüsse in sämtliche Ausschussregister einzutragen.


Die Rückkehr der Bergleute

Kaum waren die neuen Grenzen gezogen, erschienen bereits die Gesandten des Reiches.

Mineralius Kupferus

Silberius Argentum

Uranius Energeticus

Vanadiumus Metallikus

Sie alle verbeugten sich tief.

"Majestät… nun könnten wir wieder nach wertvollen Rohstoffen suchen."

Trumpius Caesar nickte zufrieden.

"Sehr gut."

Ein Hofgelehrter fragte vorsichtig:

"Aber verlieren wir dadurch nicht wichtige Natur?"

Trumpius Caesar hob den Finger.

"Nein."

"Warum nicht?"

"Weil wir genau jene Orte schützen, die wirklich schützenswert sind."

"Und der Rest?"

"Dort arbeiten Menschen."

"Auch sinnvoll."

"Ich weiß."


Die große Weide-Debatte

Fast noch emotionaler verlief die Diskussion um die kaiserlichen Rinder.

Denn selbstverständlich wollten sämtliche Viehzüchter wissen:

"Dürfen unsere Kühe weiterhin grasen?"

Trumpius Caesar blickte auf.

"Natürlich."

"Auch Schafe?"

"Ja."

"Ziegen?"

"Ja."

"Pferde?"

"Auch."

"Und Bürokraten?"

"Nur angeleint."

Großer Jubel auf sämtlichen Weiden des Reiches.


Mehr Wege statt mehr Verbote

Auch Wanderer, Jäger, Reiter und Karrenlenker durften aufatmen.

Denn künftig, so verkündete Straßenpräfekt Via Maximus, solle nicht jede staubige Piste automatisch gesperrt werden.

"Wenn bereits ein Weg existiert", erklärte Trumpius Caesar, "muss man ihn nicht erst verbieten, um später über seine Wiedereröffnung beraten zu können."

Mehrere Verwaltungsbeamte mussten sich daraufhin erst einmal setzen.


Das kaiserliche Fazit

Am Ende stand Trumpius Caesar vor seiner riesigen Marmorkarte.

Mit einem goldenen Griffel umrundete er die neuen Grenzen.

"Seht ihr?"

fragte er.

"Es ist immer noch groß."

"Sehr groß sogar."

"Nur eben nicht unnötig riesig."

Die Hofchronisten notierten diesen Satz sofort als neue Verwaltungsphilosophie des Imperiums.

Während draußen die Legionäre ihre Messstangen wieder einpackten, die Kühe friedlich grasten und die Vermessungsbeamten erstmals seit Jahren keine zusätzliche Landkarte mehr zeichnen mussten, verließ Trumpius Caesar zufrieden den Thronsaal.

"Ein kleineres Monument..."

murmelte er.

"...aber ein monumentaler Deal."

Die Menge jubelte.

Die Felsen blieben.

Und irgendwo begann bereits die nächste Kommission zu untersuchen, ob man die Vermessungsstäbe künftig ebenfalls unter Denkmalschutz stellen sollte.

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