Empire of Trumpius
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Goldenene Eingebungen des Imperators

Trumpius Caesar und die gigantische Freiheits-Röhre

30. April 2026  ·  admin  ·  3 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar und das Öl-Imperium
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Im glorreichen Grenzland zwischen dem Reich Amerikas Maximus und den eisigen Provinzen Kanadias Borealis wurde erneut Geschichte geschrieben. Oder genauer gesagt: eine gigantische Metallröhre mit imperialem Durchmesser von 36 Zoll.

Denn niemand Geringeres als Imperator Trumpius Caesar Maximus setzte höchstpersönlich seine goldene Signatur unter ein Dekret, das ungefähr so subtil wirkt wie ein römischer Triumphzug mit Flammenwerfern.

Das Ziel: Die legendäre Bridger Pipeline Expansion LLC, fortan bekannt als Bridgerus Pipelinus Giganticus, darf eine monumentale Ölleitung durch das wilde Grenzgebiet von Montana Magna bis ins Reich der Ahornritter von Kanadion errichten, betreiben, bewachen und vermutlich auch täglich ehrfürchtig polieren.

Die neue Leitung soll praktisch alles transportieren, was irgendwie brennt, riecht oder explodieren könnte:

Rohöl, Diesel, Kerosin, Benzin, Flüssiggas, Jet Fuel und vermutlich den letzten Tropfen fossiler Romantik der westlichen Welt.

Im Palast von Trumpius Caesar sprach man bereits vom „Schlauch der Freiheit“.

Insider behaupten sogar, die Leitung sei so groß dimensioniert, dass man darin bequem einen mittelgroßen SUV, zwei Lobbyisten und einen Senator gleichzeitig transportieren könne.

Besonders majestätisch wirkt dabei die Sprache des Dekrets selbst.

Während gewöhnliche Staaten einfach sagen würden:

„Hier entsteht eine Pipeline.“

verkündet Trumpius Caesar in feinster imperialer Amtssprache:

„Hiermit gewähre ich, durch die mir verliehene Macht des höchsten Präsidenten des Universums, die Erlaubnis zur Konstruktion, Verbindung, Betreibung und Erhaltung der Grenz-Öltransportsuperstruktur.“

Man hörte förmlich Trompeten im Hintergrund.

Das Dokument liest sich insgesamt wie die Bedienungsanleitung für ein interkontinentales Röhrenimperium.

Jeder einzelne Absatz klingt, als hätte ein römischer Feldherr gemeinsam mit einer Gruppe texanischer Wirtschaftsanwälte versucht, ein Gedicht über Schweröl zu verfassen.

So wird exakt festgelegt, wo sich die erste Abschaltvorrichtung befinden darf.

Nicht etwa irgendwo.

Nein.

Weniger als 2.000 Fuß von der Grenze entfernt.

Denn wahre Imperien messen ihre Macht offenbar inzwischen in Fuß, Ventilen und Durchflusskapazitäten.

Trumpius Caesar machte außerdem klar:

Niemand dürfe ohne seine Zustimmung größere Änderungen an der Pipeline vornehmen.

Kleinere Änderungen seien jedoch erlaubt.

Zum Beispiel:

mehr Öl.

mehr Richtung.

mehr Durchfluss.

mehr alles.

Die Röhren dürfen laut Dekret also theoretisch irgendwann genug Energie transportieren, um gleichzeitig mehrere Staaten, drei Kreuzfahrtschiffe und vermutlich Las Vegas zu versorgen.

Doch keine Sorge:

Natürlich gibt es auch Sicherheitsregeln.

Zumindest ungefähr neunzig Seiten davon.

Behörden dürfen die Anlage kontrollieren.

Mitarbeiter erhalten Zutritt.

Gesetze gelten weiterhin.

Berichte müssen eingereicht werden.

Die Pipeline muss repariert werden.

Und falls alles schiefgeht, darf der Staat übernehmen.

Mit anderen Worten:

Das klassische amerikanische Modell.

Privater Gewinn.

Öffentliche Verantwortung.

Patriotische Musik im Hintergrund.

Besonders episch wird es bei Artikel 4.

Dort erklärt Trumpius Caesar sinngemäß:

Sollte die nationale Sicherheit gefährdet sein, darf das Imperium jederzeit die komplette Kontrolle über die Pipeline übernehmen.

Das klingt weniger nach Infrastrukturrecht und mehr nach:

„Falls die Welt explodiert, gehört uns die Röhre.“

Natürlich verspricht das Imperium im Gegenzug eine „faire Entschädigung“.

Ein Satz, der in Regierungsdokumenten traditionell ungefähr denselben Vertrauenswert besitzt wie:

„Das dauert nur fünf Minuten.“

Auch die Umwelt wird erwähnt.

Allerdings in jener typisch majestätischen Art, bei der man das Gefühl bekommt, Mutter Natur müsse vor dem Projekt zunächst eine Haftungserklärung unterschreiben.

Denn Bridgerus Pipelinus Giganticus muss sämtliche Schäden selbst tragen.

Das Imperium möchte ausdrücklich nicht verantwortlich sein, falls plötzlich irgendwo ein Elch in Diesel badet.

Experten sind begeistert.

Wirtschaftslobbyisten sprechen von:

„einem historischen Tag für Energie und Wachstum.“

Umweltaktivisten sprechen eher von:

„einem historischen Tag für Aspirinverbrauch.“

In Montana selbst soll die Stimmung gemischt sein.

Einige Bürger hoffen auf Arbeitsplätze.

Andere hoffen, dass niemand versehentlich eine Pipeline direkt durch ihr Wohnzimmer plant.

Der eigentliche Star bleibt jedoch Trumpius Caesar selbst.

Denn kaum jemand schafft es, ein trockenes Infrastrukturmemorandum klingen zu lassen wie die Wiederauferstehung des Römischen Reiches auf einem Monstertruck-Festival.

Am Ende des Dekrets setzte der Imperator seine Unterschrift unter die Worte:

„Im zweihundertfünfzigsten Jahr der Unabhängigkeit Amerikas.“

Und irgendwo im Hintergrund begann vermutlich ein Weißkopfseeadler eine E-Gitarre zu spielen, während Öl majestätisch Richtung Horizont floss.

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