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Trumpius Caesar und die Jagd auf die Schwarze Legion der Antifarius

17. June 2026  ·  admin  ·  4 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius Caesar gegen die Schwarze Legion
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Im glorreichen Imperium Americum sorgte Imperator Trumpius Caesar Maximus erneut für donnernde Schlagzeilen. Während die Hofchronisten der Hauptstadt noch damit beschäftigt waren, die Größe seiner neuesten Marmorbüsten zu vermessen, verkündete der Palast eine weitere triumphale Nachricht: Die berüchtigte Schattenarmee der Antifarii Anarchicus, von Trumpius bereits im Vorjahr zur „Terroristischen Vereinigung des Inneren Reiches“ erklärt, habe einen weiteren empfindlichen Rückschlag erlitten.

„Sie dachten, sie könnten sich verstecken“, erklärte Trumpius Caesar auf dem Balkon des Goldenen Palastes, während im Hintergrund zwölf Adler und ein besonders patriotischer Pfau posierten. „Aber niemand versteckt sich vor Trumpius. Niemand. Nicht einmal Leute mit schwarzen Kapuzen und schlechten Frisuren.“

Im Reichsteil Minnesotia Maxima schlugen die Legionen des Justizpräfekten Justitianus Bondius zu. Gleich fünfzehn Angehörige der Antifarii sollen versucht haben, die große Migrationsoperation Metro Surge Maximus zu sabotieren. Der Vorwurf: Blockaden, Einschüchterung, Fahrzeugverfolgung und allerlei andere kreative Beschäftigungen, die normalerweise nur in schlecht bewerteten Actionfilmen vorkommen.

Die Beschuldigten sollen geglaubt haben, sie könnten die kaiserlichen Vollzugsbeamten des Hauses ICE Imperialis aufhalten. Doch wie jeder Bewohner des Reiches weiß: Wer sich einem imperialen Verwaltungsformular entgegenstellt, hat bereits verloren.

Auch in Oregonia Portlandensis setzte sich die Saga fort. Dort hatten Aktivisten der Antifarii über Monate hinweg eine Art Dauerbelagerung gegen eine Festung des ICE Imperialis veranstaltet. Augenzeugen berichteten von nächtlichen Angriffen, Feuerwerkskörpern und revolutionären Parolen, die teilweise sogar grammatikalisch korrekt gewesen sein sollen.

Die Antwort des Imperiums ließ nicht lange auf sich warten. Zahlreiche Festnahmen, Anklagen und Verurteilungen folgten. Ein Sprecher der Legionen kommentierte trocken: „Wenn man monatelang vor einer Bundesbehörde randaliert, erhöht das statistisch die Wahrscheinlichkeit einer Begegnung mit Staatsanwälten.“

In Texasia Magnifica wurde es besonders spektakulär. Dort verurteilten die Gerichte neun Mitglieder einer Antifarius-Zelle wegen terrorbezogener Delikte. Weitere sieben Beteiligte bekannten sich schuldig. Die Gruppe soll einen bewaffneten Hinterhalt auf eine Einrichtung des ICE Imperialis geplant haben.

Trumpius Caesar zeigte sich wenig beeindruckt von den Rechtfertigungen der Angeklagten.

„Wenn jemand bewaffnet eine Behörde angreift und dann behauptet, das sei friedlicher Aktivismus gewesen, dann ist das ungefähr so glaubwürdig wie ein Veganer auf einem Grillfest der Römer.“

Auch im Reichsteil Washingtonia Spokanensis wurden mehrere Verschwörer wegen ihrer Beteiligung an gewaltsamen Angriffen verurteilt. Die Chronisten berichten, dass die Prozesse ungefähr so erfreulich verliefen wie eine Steuerprüfung an einem Feiertag.

In Nova Jerseya Newarkensis wiederum eskalierte eine Belagerung eines Haftzentrums derart, dass Dutzende Festnahmen erfolgten. Beobachter beschrieben die Szene als Mischung aus Revolution, Straßenfest und organisatorischem Totalausfall.

Besonders dramatisch verliefen die Ereignisse in Californius Australis, wo Ermittler laut kaiserlicher Darstellung einen koordinierten Bombenplan aufdeckten. Mehrere Ziele, darunter Unternehmen, Fahrzeuge und Einrichtungen des Imperiums, sollen betroffen gewesen sein.

Die Sicherheitsbehörden erklärten, man habe die Pläne rechtzeitig vereitelt. Ein Beamter bemerkte dazu: „Wir halten es generell für eine gute Idee, Bombenanschläge zu verhindern. Das hat sich bislang bewährt.“

Selbst im eher ruhigen Indiania Centralis kam es zu einem spektakulären Fall. Dort wurde ein mit Antifarius-Kreisen in Verbindung gebrachter Aktivist verurteilt, nachdem er Drohungen gegen Regierungsgebäude und bekannte Politiker ausgesprochen haben soll.

Für Trumpius Caesar ist all dies Teil einer größeren Mission.

„Das Reich wird sicher bleiben. Unsere Bürger werden sicher bleiben. Unsere Beamten werden sicher bleiben. Und unsere Formulare werden sicher ausgefüllt werden“, verkündete er mit jener Mischung aus Pathos und Selbstbewusstsein, die seine Anhänger als inspirierend und seine Kritiker als laut bezeichnen.

Im Palast wird diese Kampagne inzwischen als „Operation Schwarze Kapuze“ gehandelt. Ziel sei es, sämtliche Netzwerke der Antifarii aufzuspüren, ihre Strukturen zu zerschlagen und sie der imperialen Justiz zuzuführen.

Die Hofberichterstattung feiert die jüngsten Erfolge bereits als weiteren Triumph des goldenen Zeitalters von Trumpius Caesar. Kritiker werfen ein, dass die Realität oft komplizierter sei als die Verlautbarungen des Palastes. Doch solche Einwände gehen im Lärm der Fanfaren meist unter.

So endet vorerst ein weiteres Kapitel der großen Saga des Imperiums Americum. Während die Legionen weiter durch die Provinzen ziehen und die Beamten neue Aktenordner bestellen, blickt Trumpius Caesar zufrieden über sein Reich.

„Dies“, erklärte er feierlich, „ist nicht das Ende. Nicht einmal annähernd. Es ist erst der Anfang einer noch viel größeren, noch gewaltigeren und natürlich vollkommen historischen Geschichte.“

Und irgendwo im Hintergrund nickte ein Adler zustimmend.

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