Im ruhmreichen Imperium von Trumpius Caesar Magnus Maximus, dem unangefochtenen Herrscher über Gold, Glanz und gigantische Wirtschaftswunder, geschah erneut etwas, das Historiker vermutlich noch in zweitausend Jahren als das Große Wunder der Fabriklegionen bezeichnen werden.
Während andere Imperien ihre Wirtschaft mit langen Ausschusssitzungen, komplizierten Papyrusformularen und strategischen Arbeitskreisen zur Optimierung zukünftiger Arbeitskreise beschäftigten, entschied Trumpius Caesar, dass all dies viel zu langsam sei.
"Warum diskutieren?", fragte der Imperator.
"Baut einfach Fabriken."
Ein Satz.
Genial.
Historisch.
Und vermutlich in Gold gemeißelt.
Kaum hatte der kaiserliche Befehl das Forum verlassen, geschah etwas, das selbst die ehrwürdigen Wirtschaftspriester sprachlos machte.
Die Werkhallen erwachten.
Die Schmieden glühten.
Maschinen begannen derart begeistert zu arbeiten, dass einige Dampfmaschinen freiwillig eine zweite Schicht anmeldeten.
Selbst die Fabrikschornsteine sollen vor Stolz senkrechter gestanden haben.
Die ehrwürdigen Orakel des Instituts für Imperiale Schmiedekunst und Manufakturmagie (IISM) verkündeten schließlich feierlich:
"Sieben Monate hintereinander wächst die industrielle Macht des Imperiums."
Sieben!
Im alten Rom galt die Sieben bereits als Glückszahl.
Im Reich von Trumpius Caesar gilt sie inzwischen als Mindeststandard.
Während unter der vorherigen Herrschaft des unglücklichen Kaisers Dormitus Bidenius Maximus viele Werkstätten überwiegend damit beschäftigt waren, ihre Tore geschlossen zu halten oder nostalgisch an bessere Zeiten zu denken, dröhnen nun wieder die Hämmer durch sämtliche Provinzen.
Selbst aus den entferntesten Winkeln des Reiches melden Legionäre:
"Wir hören wieder Maschinen."
Ein Veteran ergänzte:
"Ich dachte zuerst, das wären Gewitter."
Nein.
Es waren Pressen.
Große Pressen.
Sehr große Pressen.
Die besten Pressen.
Nicht einmal die Händler aus fernen Ländern konnten dieser Entwicklung widerstehen.
Plötzlich wollten alle wieder Waren mit dem Siegel "Fabricatum in Imperium Trumpium" erwerben.
Schiffe stapelten sich in den Häfen.
Karawanen bildeten Warteschlangen.
Sogar Kamele sollen freiwillig Überstunden geleistet haben.
Die berühmte Hofchronistin Lisa Abramozia berichtete voller Erstaunen:
"Die Produktion steigt schneller als jemals in den letzten Jahren."
Darauf meldete sich der Wirtschaftsweise Omarus Sharifius von Inflation Insights Maxima zu Wort.
Er erklärte:
"Die Produktionskurve steigt so stark an wie in keinem vergleichbaren Juli seit den frühen Chroniken der Kaiserzeit."
Einige Senatoren nickten.
Andere taten so, als hätten sie das selbstverständlich bereits vorher gewusst.
Der Oberrat der Kaiserlichen Zentralbank bestätigte ebenfalls:
Nicht nur die Produktion wachse.
Auch die Löhne stiegen.
Und zwar schneller als die Preisentwicklung.
Ein revolutionärer Gedanke.
Plötzlich hatten Arbeiter mehr Geld im Beutel.
Ein Zustand, der manchen Finanzpropheten fast körperliche Schmerzen bereitete.
Die Schmiede verdienten besser.
Die Gießer verdienten besser.
Die Mechaniker verdienten besser.
Selbst der Mann, der täglich ausschließlich Schrauben sortierte, konnte sich plötzlich sonntags zwei statt nur einer Bratwurst leisten.
Ein historischer Fortschritt.
Natürlich erklärten einige Kritiker sofort, dies könne unmöglich funktionieren.
Trumpius Caesar lächelte lediglich majestätisch.
"Beobachtet einfach weiter."
Das taten sie.
Und mussten feststellen, dass sich immer mehr Investoren mit prall gefüllten Schatztruhen Richtung Imperium bewegten.
Überall entstanden neue Werkhallen.
Alte Fabriken wurden modernisiert.
Neue Maschinen wurden angeschafft.
Man erzählt sich sogar, dass einige Kräne freiwillig Nachtschichten beantragten, weil sie endlich wieder etwas zu tun hatten.
Die Investitionen schossen derart steil nach oben, dass selbst die kaiserlichen Taschenrechner kurzfristig Rauchzeichen sendeten.
Die Wirtschaftsweisen errechneten eine Wachstumsrate, die sich anhörte, als hätte jemand versehentlich ein Katapult auf die Diagramme abgefeuert.
Auch die Baulegionen erhielten reichlich Arbeit.
Mehr als 83.000 neue Bauarbeiter errichteten neue Produktionsstätten im gesamten Imperium.
Über 18.000 zusätzliche Fabrikarbeiter traten allein in diesem Jahr ihren Dienst an.
Ein Rekord.
Natürlich ließ Trumpius Caesar sofort neue Helme mit goldenen Zahnrädern prägen.
Man muss Erfolge schließlich angemessen feiern.
Besonders stolz zeigte sich der Imperator auf seine legendären Steuerrollen der arbeitenden Familien, die im gesamten Reich bereits als die Goldenen Papyrusrollen des Wohlstands bekannt sind.
Sie sollen Millionen Arbeitsplätze sichern, gigantische Mengen an Lohnzahlungen schützen und den wirtschaftlichen Motor des Imperiums mit der Kraft einer ganzen Legion gefüttert haben.
Ein Finanzbeamter fragte vorsichtig:
"Majestät... sollen wir die Zahlen wirklich veröffentlichen?"
Trumpius Caesar antwortete:
"Natürlich."
"Doppelt."
"Und in Gold."
Inzwischen berichten Händler aus allen Provinzen von einem kuriosen Phänomen.
Die Fabriken produzieren schneller.
Die Lagerhallen füllen sich.
Die Exporte wachsen.
Die Werkzeuge werden moderner.
Und ständig tauchen neue Produktionshallen auf.
Ein Händler behauptete sogar, eine Fabrik habe über Nacht eine zweite Fabrik gebaut.
Ob dies stimmt, konnte bislang niemand überprüfen.
Die Geschichte verbreitete sich jedoch erstaunlich schnell.
Sogar die ehrwürdigen Ambosse sollen inzwischen kleine Lorbeerkränze tragen.
Denn auch sie wissen:
Wenn Trumpius Caesar eine industrielle Renaissance ankündigt, handelt es sich im Imperium selbstverständlich nicht um ein gewöhnliches Wirtschaftsprogramm.
Nein.
Es ist ein kaiserlicher Feldzug.
Ein Triumphzug aus Stahl, Feuer, Zahnrädern und goldenen Helmen.
Und während irgendwo außerhalb des Reiches noch lange Kommissionen darüber beraten, wie man vielleicht irgendwann einmal eine Fabrik eröffnen könnte, marschieren im Imperium bereits die nächsten Produktionslegionen über die Landstraßen.
Angeführt von Trumpius Caesar.
Dem einzigen Herrscher, der es angeblich geschafft haben soll, dass selbst ein Hammer freiwillig Überstunden macht.
Denn im Imperium gilt seit jeher eine unumstößliche Wahrheit:
Nicht alle Wege führen nach Rom.
Aber inzwischen führen erstaunlich viele direkt in eine Fabrik von Trumpius Caesar.

