Die Hauptstadt des Imperiums bebte. Goldene Adler flatterten über den Türmen des Weißen Kolosseums, während Imperator Trumpius Caesar Maximus der Unbescheidene erneut zeigte, dass Personalpolitik im Jahr 2026 nicht einfach Verwaltung ist – sondern eine Mischung aus Casting-Show, Gladiatorenkampf und königlicher Krönungszeremonie.
Mit einem einzigen Dekret schickte der mächtigste Herrscher westlich des Golfplatzes von Mar-a-Largus eine ganze Wagenladung neuer Kandidaten in den ehrwürdigen Senat der Alten Männer mit den langen Reden.
Ganz vorne marschierte Franciscus Brookius von Virginia Magna, der künftig als oberster Schatzkammer-Zählmeister des Imperiums dienen soll. Beobachter berichten, dass Trumpius ihn persönlich auswählte, nachdem Brookius angeblich innerhalb von drei Sekunden ausgerechnet hatte, wie viele goldene Trump-Münzen in eine durchschnittliche Staatskasse passen.
Direkt dahinter erschien Cameronius Hamiltonus Sturmfest, der neue Oberbefehlshaber der Katastrophenbehörde FEMA Maxima. Trumpius lobte ihn als „einen Mann, der Hurrikans so entschlossen anschaut, dass sie freiwillig nach Kanada abdrehen“.
Für die komplizierten Angelegenheiten Europas und Eurasiens entsandte der Imperator den Diplomaten Brendanius Hanrahan der Grenzlose. Seine Aufgabe: gleichzeitig mit 47 europäischen Regierungschefs sprechen, ohne dabei den Überblick über die unterschiedlichen Kaffeesorten zu verlieren.
Besonders majestätisch wurde es bei der Ernennung von Karia Lakia von Arizona, die künftig als außerordentliche Botschafterin nach Jamaika reisen soll. Hofberichterstatter berichten, Trumpius habe erklärt:
„Niemand versteht Sonne, Fernsehen und dramatische Aussagen besser als Karia Lakia. Jamaika wird sie lieben. Oder zumindest sehr laut diskutieren.“
Auch Douglasus Mastrianus von Pennsylvanien erhielt eine glorreiche Mission und wird nun Botschafter in der Slowakischen Republik. Insider munkeln bereits, dass er innerhalb von zwei Wochen versuchen wird, Bratislava in „Little Trumpington“ umzubenennen.
Währenddessen bekam Brettus Matsumoto der Zahlenkundige die gewaltige Aufgabe übertragen, die Arbeitsmarktstatistiken des Imperiums zu verwalten. Laut Gerüchten trägt er Tabellenkalkulationen in einem ledergebundenen Zauberbuch mit sich herum.
Im Gesundheitsbereich wurde es besonders spektakulär: Die berühmte Fernsehmedizinerin Nicola Saphiera von New Jerseyia soll neue oberste Gesundheitsorakelmeisterin des Reiches werden. Trumpius Caesar pries sie als „die einzige Person, die gleichzeitig ein MRT erklären und dabei aussehen kann wie eine Nachrichtensendung zur Primetime“.
Doch wo Licht ist, ist auch ein dramatischer Abgang.
Denn parallel verkündete der Kaiser den Rückzug der Kandidatur von Caseya Meansia aus Kalifornicus. Hofchronisten sprechen bereits vom „Großen medizinischen Rückwärtsmarsch von 2026“. Über die Gründe schweigt der Palast. Manche vermuten politische Intrigen. Andere glauben, sie habe beim königlichen Buffet versehentlich entkoffeinierten Kaffee serviert.
Auch die übrigen Ernennungen klangen wie die Besetzung eines historischen Monumentalfilms:
- Barbera Thornhilla die Menschenhändler-Schreckin übernimmt das Amt zur Bekämpfung des Menschenhandels.
- Davidus Cummins der Sicherheitswächter soll die Flughäfen des Reiches bewachen und verhindern, dass Bürger versehentlich Shampoo-Flaschen über 100 Milliliter schmuggeln.
- Heidia Semann die Prüfende wird oberste Kontrolletti des Bildungsministeriums.
- Johannes Crews von Kreditunionia wacht künftig über die Finanztempel der kleinen Leute.
Im Senat begann unmittelbar nach der Verkündung das traditionelle Ritual der politischen Empörung. Oppositionelle Senatoren kündigten an, jede Ernennung „gründlich zu prüfen“, was im politischen Latein ungefähr bedeutet: acht Stunden Anhörung, zwölf Stunden Kabelnachrichten und dreißig Stunden empörte Kommentare im Internet.
Trumpius Caesar selbst zeigte sich davon unbeeindruckt. Vom Balkon seines goldenen Palastes winkte er seinen Anhängern zu und erklärte:
„Das ist das beste Team aller Zeiten. Besser als die Römer. Besser als die Ritter der Tafelrunde. Ehrlich gesagt sogar besser als Staffel drei von The Apprentice.“
Die Menge jubelte. Irgendwo spielte eine patriotische Blaskapelle „Hail to the Cheeseburger“. Und tief im Senat begann bereits die nächste Schlacht um Macht, Titel und möglichst dramatische Pressekonferenzen.

