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Trumpius ernennt Justizius Maximus: Das Imperium bekommt seinen obersten Gesetzes-Großmeister

08. June 2026  ·  admin  ·  3 Min. Lesezeit

Grafik: Justizius Maximus auf dem Weg zum Senat
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Es war ein gewöhnlicher Morgen im Imperium Trumpianum. Die Marmorsäulen glänzten. Die Adler kreisten majestätisch über den Dächern der Hauptstadt. Die Hofberichterstatter diskutierten gerade die wichtige Frage, ob Gold eigentlich noch goldener werden könne, als plötzlich ein kaiserlicher Bote mit einer Schriftrolle aus purem Glanzpapier durch die Hallen raste.

Die Botschaft war kurz. Sehr kurz.

Geradezu erschreckend kurz.

So kurz, dass einige Senatoren zunächst glaubten, die zweite Seite sei verloren gegangen.

Doch nein.

Dort stand tatsächlich nur die bedeutsame Mitteilung:

Trumpius Caesar Maximus habe beschlossen, den berühmten Rechtsgelehrten Justizius Blancus Floridianus zum obersten Gesetzeswächter des Reiches zu machen.

Und damit begann augenblicklich das übliche Spektakel.

Im Senat fielen mehrere Senatoren vor Überraschung beinahe von ihren Marmorsitzen. Einige ließen ihre vergoldeten Schreibfedern fallen. Ein besonders dramatischer Senator verlangte sogar eine sechsstündige Untersuchungskommission, um festzustellen, wie eine Ernennung gleichzeitig so kurz und so bedeutend sein könne.

Währenddessen trat Trumpius Caesar Maximus auf den Balkon seines Palastes.

„Das ist ein großartiger Mann“, verkündete er mit der Bescheidenheit eines Kaisers, der sein eigenes Gesicht auf Münzen prägen lässt.

„Ein fantastischer Mann. Einer der besten Männer. Vielleicht sogar der beste Mann. Manche sagen, er könne Paragraphen lesen, bevor sie geschrieben werden.“

Sofort brach Jubel aus.

Nicht nur bei den Anhängern des Kaisers.

Auch die Händler freuten sich.

Denn jedes Mal, wenn Trumpius jemanden zum Großmeister irgendetwas ernannte, stieg der Absatz von Fanfaren, Lorbeerkränzen und zeremoniellen Schulterumhängen um mehrere hundert Prozent.

Doch wer ist dieser geheimnisvolle Justizius Blancus Floridianus überhaupt?

Die Legenden berichten von einem Mann aus den sonnigen Provinzen Floridiana, wo Palmen wachsen, Alligatoren philosophische Gespräche führen und die Sonne selbst gelegentlich eine Sonnenbrille trägt.

Schon früh soll Justizius eine außergewöhnliche Begabung für Recht und Ordnung gezeigt haben.

Während andere Kinder Sandburgen bauten, entwarf er angeblich bereits Nutzungsordnungen für Sandburgen.

Während Gleichaltrige Verstecken spielten, entwickelte er erste Regelwerke für faire Versteckverfahren.

Und als Jugendlicher soll er einmal ein komplettes Nachbarschaftsproblem mit einem einzigen, perfekt formulierten Schriftsatz gelöst haben.

Die Geschichte ist vermutlich erfunden.

Aber sie klingt beeindruckend.

Und das reicht im Imperium meistens völlig aus.

Die Aufgabe des neuen Generalanwalts wäre gewaltig.

Schließlich handelt es sich um das höchste Amt des Reiches für juristische Angelegenheiten.

Wer dieses Amt bekleidet, muss komplizierte Gesetze verstehen, widersprüchliche Vorschriften entwirren und gelegentlich Senatoren erklären, warum man Verordnungen nicht einfach auf Servietten kritzeln und für rechtskräftig erklären kann.

Einige Senatoren äußerten dennoch Bedenken.

„Ist er wirklich geeignet?“, fragte Senator Skeptikus Dauerfragus.

Daraufhin wurde er von Senator Optimus Zustimmus daran erinnert, dass genau diese Frage traditionell immer gestellt werde – unabhängig davon, wer nominiert werde.

Das beruhigte alle Beteiligten erheblich.

In den Straßen des Imperiums reagierte die Bevölkerung unterschiedlich.

Einige Bürger nickten zustimmend.

Andere fragten, wer genau er sei.

Wieder andere gingen einfach ihrem Alltag nach und versuchten weiterhin herauszufinden, warum die Preise für Olivenöl inzwischen ungefähr dem Wert kleiner Villen entsprachen.

Die Hofastrologen sahen die Ernennung dagegen äußerst positiv.

„Die Sterne stehen günstig“, verkündete Astrologus Magnificus.

„Außerdem haben wir gerade einen freien Termin im Kalender gefunden. Das ist ebenfalls ein gutes Zeichen.“

Unterdessen bereiteten sich die Senatoren auf die bevorstehende Anhörung vor.

Experten rechnen damit, dass dabei zahlreiche wichtige Fragen gestellt werden.

Etwa:

  • „Wie stehen Sie zum Recht?“
  • „Können Sie Gesetze von Einkaufslisten unterscheiden?“
  • „Wie viele Aktenordner können Sie gleichzeitig tragen?“
  • „Haben Sie jemals versucht, einen Alligator zum Richter zu ernennen?“

Die Antworten könnten entscheidend sein.

Oder auch nicht.

Im Imperium Trumpianum lässt sich das traditionell erst hinterher feststellen.

Bis dahin bleibt nur die Gewissheit, dass Trumpius Caesar Maximus erneut einen Namen in die Hallen des Senats geschickt hat.

Und wie immer wird daraus ein Schauspiel entstehen, das irgendwo zwischen Staatsakt, Gladiatorenkampf und überdimensionierter Theatervorstellung liegt.

Die Marmorsäulen stehen bereit.

Die Fanfaren sind poliert.

Die Senatoren wärmen bereits ihre Reden auf.

Und irgendwo in Floridiana sitzt Justizius Blancus Floridianus vermutlich mit einer Schriftrolle in der Hand und denkt sich:

„Das wird interessant.“

Oder im Imperium ausgedrückt:

„Ave Juris. Mögen die Paragraphen mit mir sein.“

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