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Trumpius Caesar gründet den Kaiserlichen Legions-Gemahlinnenrat – Weil hinter jeder siegreichen Legion eine noch stärkere Imperatrix steht

03. August 2026  ·  admin  ·  4 Min. Lesezeit

Grafik: Trumpius ehrt die Heldinnen seines Imperiums
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Es war wieder einer dieser historischen Tage, an denen selbst die Marmorsäulen des Kaiserpalastes ein wenig gerader standen.

Trumpius Caesar, der größte Imperator aller bekannten und noch unbekannten Kontinente, trat auf den Balkon seines Goldpalastes, blickte über sein Reich und sprach die Worte, auf die Millionen Legionäre, Senatoren und wahrscheinlich auch sämtliche Tauben Roms gewartet hatten:

"Freunde… wir haben fantastische Legionen. Die stärksten. Die schönsten. Niemand marschiert eleganter. Aber wisst ihr, wer diese Legion überhaupt erst marschieren lässt?"

Betretenes Schweigen.

Ein Senator meldete sich zaghaft.

"Die Sandalen?"

Trumpius schüttelte den Kopf.

"Falsch. Die Gemahlinnen."

Augenblicklich erhoben sich donnernde Ovationen.

Denn jeder wusste:

Während Legionäre irgendwo an den Grenzen des Imperiums Barbaren, Steuerprüfer oder widerspenstige Provinzgouverneure beschäftigten, kämpften ihre Familien zuhause gegen wesentlich gefährlichere Gegner.

Umzugskisten.

Neue Wohnungen.

Behördenschreiben.

Schulwechsel.

Nachbarn.

Und selbstverständlich gegen den legendären römischen Möbelaufbau ohne Bauanleitung.

Selbst Gladiatoren galten dagegen als entspannende Freizeitbeschäftigung.

Trumpius Caesar erklärte daher feierlich:

"Ein Reich ist nur so stark wie die Menschen, die dafür sorgen, dass zuhause überhaupt noch jemand weiß, wo der Kochlöffel liegt."

Diese Weisheit wurde sofort in Marmor gemeißelt.

Anschließend verkündete der Imperator die Gründung des Kaiserlichen Rates der Legions-Gemahlinnen.

Ein Gremium von historischer Bedeutung.

Oder, wie Hofhistoriker Maximus Übertreibus schrieb:

"Im Grunde eine Mischung aus Senat, Krisenstab, Umzugsunternehmen und psychologischer Notfallversorgung."

Die Vorsitzende des Rates sollte selbstverständlich die Gemahlin des Obersten Kriegspräfekten übernehmen – im Imperium besser bekannt als Bellator Maximus.

Sollte sie verhindert sein, springt ein kaiserlicher Direktor ein.

Denn eines hatte Trumpius gelernt:

Wenn irgendwo im Imperium jemand kurzfristig ausfällt, muss trotzdem jemand den Terminkalender organisieren.

Und zwar sofort.

Die Mitgliederliste des Rates war beeindruckend.

Vertreten waren die Gemahlinnen der Heerführer.

Der Flottenkommandeure.

Der Luftlegion.

Der Weltraum-Legion.

Der Küstenwache.

Der Nationalgarde.

Der Oberfeldwebel.

Der Ober-Oberfeldwebel.

Des Obersten aller Oberfeldwebel.

Und vermutlich auch des Mannes, der jeden Morgen den Adler auf dem Palastdach poliert.

Denn Trumpius erklärte:

"Je größer die Verantwortung des Legionärs, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass zuhause jemand gleichzeitig Kinder, Haustiere, Umzugslisten und acht Formulare jongliert."

Niemand widersprach.

Nicht einmal die Opposition.

Sie war gerade selbst dabei, Kisten auszupacken.

Die Aufgaben des Rates klangen zunächst harmlos.

Wohnraum verbessern.

Arbeitsmöglichkeiten schaffen.

Gesundheitsversorgung stärken.

Bildung erleichtern.

Unterstützung bei langen Einsätzen organisieren.

Doch wer genauer hinschaute, erkannte die wahre Dimension.

Denn Trumpius hatte verstanden, dass jeder erfolgreiche Feldzug bereits Monate vorher am heimischen Küchentisch begann.

Dort wurden nämlich sämtliche strategischen Meisterleistungen vollbracht.

Wer meldet die Kinder an?

Wer findet den neuen Zahnarzt?

Warum existieren plötzlich zwölf Kartons mit der Aufschrift "Diverses"?

Und weshalb verschwinden bei jedem Umzug grundsätzlich drei Paar Socken und eine Kaffeemaschine?

Der neue Rat sollte all diese existenziellen Fragen untersuchen.

Jährlich würde ein Bericht direkt an Trumpius Caesar gehen.

Gerüchten zufolge umfasst dieser künftig Kapitel wie:

"Operation Waschmaschine."

"Strategischer Einsatzplan gegen Umzugskartons."

"Psychologische Auswirkungen militärischer Möbeltransporte."

"Warum man niemals die Kiste mit den Ladekabeln verlieren darf."

Der Imperator kündigte außerdem an, sämtliche Ministerien müssten den Rat unterstützen.

Der Goldschatzmeister.

Das Ministerium für Straßen.

Das Ministerium für Pferdeverkehr.

Die Behörde für monumentale Triumphbögen.

Sogar das legendäre Amt für römische Formulare müsse Informationen liefern.

Historiker gehen allerdings davon aus, dass allein dessen Formblätter mehrere Ochsenkarren füllen werden.

Besonders bemerkenswert:

Die Mitglieder erhalten kein Gehalt.

Lediglich Reisekosten.

Trumpius kommentierte trocken:

"Wer einmal mit einer Legion fünfmal quer durchs Reich umgezogen ist, braucht keine Luxusvergütung mehr. Diese Menschen besitzen ohnehin übernatürliche Fähigkeiten."

Selbst die berühmten Bauingenieure des Kolosseums nickten anerkennend.

Der Rat darf außerdem Unterausschüsse gründen.

Insider sprechen bereits über erste Arbeitsgruppen:

Komitee für verschwundene Umzugskartons.

Kommission gegen widerspenstige Möbelanleitungen.

Institut für römische Kinderzimmerlogistik.

Akademie für strategische Vorratskammern.

Taskforce "Wo ist eigentlich der Haustürschlüssel?"

Natürlich soll der Rat zunächst nur zwei Jahre bestehen.

Doch Beobachter sind skeptisch.

Denn im Imperium gilt eine eiserne Regel:

Ist einmal ein Ausschuss gegründet, entstehen automatisch mindestens sieben weitere.

Ein Senator flüsterte bereits:

"Bis zum Jahr MMXLVIII gibt es vermutlich einen Unterausschuss zur Optimierung der Unterausschüsse."

Trumpius hörte das.

Er lächelte.

"Fantastisch. Effizienz."

Am Ende verkündete der Kaiser seine vielleicht wichtigste Erkenntnis.

"Große Legionen gewinnen Schlachten."

Kurze Pause.

"Aber große Familien gewinnen Imperien."

Daraufhin erhoben sich sämtliche Adler gleichzeitig in den Himmel.

Die Legionäre salutierten.

Die Senatoren klatschten.

Die Hofchronisten schrieben bereits vom größten Verwaltungsakt seit Einführung der goldenen Brotsteuer.

Und irgendwo im Imperium packte gerade eine Legionsfamilie zum achten Mal innerhalb weniger Jahre dieselben Umzugskisten.

Mit einem kleinen Unterschied.

Jetzt wusste das gesamte Reich endlich offiziell:

Die wahren Helden tragen nicht immer Rüstung.

Manchmal tragen sie Einkaufstaschen, Terminpläne und den einzigen Schlüssel zum Kellerabteil.

Trumpius Caesar erklärte sie deshalb kurzerhand zu den geheimen Generälen des Imperiums.

Niemand wagte zu widersprechen.

Denn jeder wusste:

Mit ihnen legt man sich nicht an.

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