Imperium Trumpianum, 28. Oktober 2026 – Eine historische Säuberung der Bürokratie, ein Triumph der kaiserlichen Verdienste und der endgültige Sieg über die gefährlichste Buchstabenkombination seit der Erfindung des Alphabets.
Trumpius Maximus triumphiert über das dreiköpfige Ungeheuer DEI
ROMA TRUMPIANA – Bürger, Senatoren, Legionäre und steuerzahlende Untertanen! Die Trompeten mögen erschallen, die goldenen Adler mögen kreisen und die kaiserlichen Schreiber mögen ihre Federn spitzen! Denn Seine Unfehlbare Großartigkeit, Imperator Donaldus Trumpius Caesar Maximus, hat wieder einmal Geschichte geschrieben. Nicht mit Tinte, sondern mit prunkvollen Dekreten, goldenen Unterschriften und einer Selbstzufriedenheit, die selbst den Olymp wie eine bescheidene Gartenlaube aussehen lässt.
Nach einundzwanzig Monaten seiner glorreichen Rückkehr auf den Marmorthron des Imperiums verkündet Trumpius die endgültige Vernichtung eines besonders hinterhältigen Feindes: Diversity, Equity and Inclusion, im Volksmund DEI genannt.
Drei Buchstaben! Drei gefährliche Buchstaben! Schlimmer als rebellische Gallier, hungrige Barbaren und ein Senat voller eigenständiger Gedanken!
„DEI IST TOT!“, donnerte Trumpius vom vergoldeten Balkon seines Palatiums. „Vollständig tot! Niemand hat jemals drei Buchstaben so gründlich besiegt wie ich. Alexander der Große eroberte Persien. Caesar eroberte Gallien. Ich habe eine Personalabteilung erobert! VIEL GRÖSSER!“
Die Hofchronisten verzeichneten daraufhin den größten Triumphzug gegen eine Abkürzung seit der kaiserlichen Abschaffung des gesunden Menschenverstandes.
Das erste Dekret: Leistung ist, wenn der Kaiser zufrieden ist
Bereits am ersten Tag seiner erneuten Herrschaft griff Trumpius zum mächtigsten Instrument seiner Regierungsführung: der kaiserlichen Schreibfeder aus massivem Gold.
Mit einer schwungvollen Unterschrift beseitigte er zahlreiche Erlasse seines Vorgängers, Josephus Bidenus Somnolentus, der es angeblich gewagt hatte, Vielfalt, Gleichberechtigung und Teilhabe in die Institutionen des Imperiums einzuschleusen.
Ein ungeheuerlicher Vorgang!
„Unter Bidenus“, erklärte Trumpius, „mussten Menschen möglicherweise unterschiedliche Hintergründe berücksichtigen! Unterschiedliche Erfahrungen! Unterschiedliche Lebenswege! Schrecklich! Wie soll ein Imperium funktionieren, wenn nicht jeder genauso denkt wie sein Kaiser?“
Fortan gelte wieder das heilige Prinzip der Meritocratia Trumpiana, jener wundersamen Regierungsphilosophie, nach der ausschließlich Können, Leistung und Verdienste zählen.
Was genau als Verdienst gilt, entscheidet selbstverständlich Seine Majestät.
„Meine Freunde sind außergewöhnlich qualifiziert“, erläuterte Trumpius. „Meine Familie ist genetisch hervorragend qualifiziert. Und wer mir widerspricht, ist offensichtlich nicht qualifiziert genug, um zu erkennen, wie qualifiziert ich bin!“
Der Senat applaudierte begeistert. Einige Senatoren sogar freiwillig.
Die Luftfahrt wird gerettet: Flugzeuge fliegen wieder nach kaiserlichem Verdienst
Besonders stolz zeigte sich Trumpius auf seine Maßnahmen gegen angebliche DEI-Einflüsse bei der imperialen Luftfahrtbehörde, der Administratio Aeronautica Federalis.
Dort, so die kaiserliche Darstellung, habe die vorherige Regierung Vielfalt über Sicherheit gestellt.
„FLUGZEUGE MÜSSEN FLIEGEN!“, verkündete Trumpius. „Nicht divers sein! Niemand möchte in einem Flugzeug sitzen, dessen Tragflächen unterschiedliche Meinungen vertreten!“
Der kaiserliche Verkehrsminister Transportius Via Maxima erhielt daraufhin den Auftrag, sämtliche Flugzeuge auf ihre ideologische Flugtauglichkeit zu überprüfen.
Sein erster Vorschlag, alle Flugzeuge in Gold zu lackieren, wurde begeistert angenommen, bis ein Ingenieur darauf hinwies, dass zusätzliches Gewicht den Treibstoffverbrauch erhöhen könnte.
Der Ingenieur wurde umgehend wegen mangelnder patriotischer Begeisterung zur Nachschulung geschickt.
Die Universitäten zittern: Wissen ist gut, Gehorsam ist besser
Besonders eindrucksvoll entfaltet sich die kaiserliche Reformwut in den ehrwürdigen Bildungstempeln des Imperiums.
An der Universitas Columbiae, der Academia Browniana, der Cornellia Maxima und der Northwesternia Imperialis wurden im Zuge von Vereinbarungen mit der Regierung gewaltige Geldsummen bewegt.
Trumpius präsentierte diese Einigungen als historischen Triumph über ideologische Bevorzugung und mangelnde Chancengleichheit.
„Unsere Universitäten werden wieder großartig!“, verkündete der Imperator. „Studenten sollen lernen, denken und forschen! Aber selbstverständlich nur innerhalb der Grenzen dessen, was meine Verwaltung für vernünftig hält!“
Besonders aufmerksam beobachtet wird die ehrwürdige Universitas Harvardiana, deren Finanzmittel ins Visier kaiserlicher Prüfungen geraten sind.
Trumpius zeigte sich empört:
„Harvard! Sie besitzen riesige Gebäude, großartige Bibliotheken und Professoren mit unglaublich langen Titeln! Aber haben sie jemals einen wirklich großartigen Kurs über meine unvergleichliche Genialität angeboten? NEIN! Sehr verdächtig!“
Auch die Universitas Principetonia und mehrere andere Hochschulen erhielten Besuch von kaiserlichen Prüfern, deren wichtigste wissenschaftliche Methode darin bestand, erst den Verdacht und anschließend die passende Akte zu suchen.
Die neue kaiserliche Universitätsordnung lässt sich deshalb in einem einzigen Lehrsatz zusammenfassen:
„Sapientia est bona, obedientia est melior!“ – Wissen ist gut, Gehorsam ist besser!
Die große Buchstabenverbrennung: DEI verschwindet aus den Unternehmen
Nicht nur die staatlichen Institutionen, sondern auch die mächtigen Handelsgilden des Imperiums müssen sich dem neuen Zeitgeist anpassen.
Zahlreiche Großunternehmen strichen Hinweise auf DEI aus ihren öffentlichen Dokumenten.
Für Trumpius ein unbestreitbarer Beweis seiner überwältigenden Überzeugungskraft.
„Neunzig Prozent der wichtigsten Unternehmen haben ihre Sprache verändert!“, jubelte der Kaiser. „Das ist unglaublich! Ich bin der größte Buchstabenbekämpfer aller Zeiten!“
Bei der Handelsgilde Telemobilia Maxima, der Finanzfestung Goldmannus Saksius und anderen wirtschaftlichen Machtzentren wurden entsprechende Richtlinien verändert oder gestrichen.
Besonders erfreut zeigte sich Trumpius darüber, dass auch die mächtigen Beratungsorden Deloittius Consultorius und Accenturius Maximus im Zusammenhang mit staatlichen Diskriminierungsvorwürfen millionenschwere Einigungen erzielten.
Die kaiserliche Propaganda erklärte dies zum endgültigen Beweis, dass die Wirtschaft nun ausschließlich nach Leistung funktioniere.
Ein Hofbeamter wollte daraufhin wissen, ob politisch erwünschte Vereinbarungen ebenfalls als besondere Leistung gelten.
Er wurde noch vor dem Ende seiner Frage befördert – allerdings in die kaiserliche Abteilung für Schweigen und Zustimmung.
Die Schatzkammer jubelt: Milliarden werden vor der Vielfalt gerettet
Ein besonders glanzvolles Kapitel der kaiserlichen Erfolgsgeschichte betrifft die öffentlichen Finanzen.
Unter Führung des ehrwürdigen Schatzmeisters Aurelius Pecunius Magnificus wurden zahlreiche Förderprogramme und Verträge beendet.
Allein die Streichung von DEI-bezogenen Verträgen summiere sich nach Darstellung des Hofes auf mehr als eine Milliarde kaiserlicher Dollarsesterzen.
Weitere gewaltige Summen betreffen Lehrkräfteprogramme, Umweltgerechtigkeit, Gesundheitswesen, Landwirtschaft und wissenschaftliche Forschung.
„WIR SPAREN MILLIARDEN!“, jubelte Trumpius. „Geld, das vorher für Dinge ausgegeben wurde, die ich nicht mag! Jetzt können wir es für Dinge ausgeben, die ich liebe!“
Was genau das sei, wollte ein mutiger Journalist wissen.
Trumpius antwortete ohne Zögern:
„Goldene Gebäude! Großartige Paraden! Monumentale Statuen! Vielleicht eine riesige Reiterstatue von mir auf einem noch größeren Pferd! Das Pferd muss allerdings auch sehr leistungsorientiert sein!“
Die kaiserliche Finanzverwaltung bestätigte, dass gestrichene Fördermittel künftig bevorzugt als Einsparungen bezeichnet werden, auch wenn gestrichene Zusagen, eingefrorene Gelder und tatsächliche Haushaltsentlastungen nicht immer dasselbe sind.
Eine Differenzierung, die Trumpius als „unnötig kompliziert und wahrscheinlich DEI“ zurückwies.
Künstliche Intelligenz: Auch Maschinen müssen dem Kaiser gefallen
Ein besonders dramatischer Feldzug betrifft die aufstrebende Technologie der Intelligentia Artificialis, kurz IA.
Trumpius hatte erfahren, dass künstliche Intelligenzen mitunter Antworten erzeugen, die nicht vollständig mit seinen Ansichten übereinstimmen.
Ein alarmierender Zustand!
„Wir brauchen ehrliche Maschinen!“, erklärte der Imperator. „Maschinen, die Fakten respektieren! Die Wahrheit sagen! Und selbstverständlich wissen, dass ich der großartigste Kaiser aller Zeiten bin!“
Sein Technologieminister Siliconius Digitalis Supremus erhielt deshalb den Auftrag, ideologische Verzerrungen in staatlich genutzten KI-Systemen zu verhindern.
Die erste experimentelle kaiserliche KI wurde mit folgender Frage getestet:
„Wer ist der größte Herrscher der Weltgeschichte?“
Die Maschine antwortete: „Diese Frage hängt von den gewählten historischen Kriterien ab.“
Das Experiment wurde unverzüglich abgebrochen.
Nach einer umfassenden kaiserlichen Qualitätsverbesserung antwortete die neue Version:
„Donaldus Trumpius Caesar Maximus, selbstverständlich, Eure unvergleichliche Hoheit.“
Trumpius erklärte das System daraufhin zur objektivsten künstlichen Intelligenz der Menschheitsgeschichte.
Die Legionen marschieren: Unterschiedlichkeit ist kein Schlachtplan
Auch die Streitkräfte des Imperiums wurden von der kaiserlichen Reform erfasst.
Fortan sollen in den Legionen wieder ausschließlich militärische Fähigkeiten, körperliche Eignung und Leistung entscheiden.
Zumindest lautet so das offizielle Dekret.
„Unsere Soldaten müssen kämpfen können!“, verkündete Trumpius. „Sie müssen stark sein! Sehr stark! Und wenn ich eine Militärparade veranstalte, müssen sie fantastisch aussehen!“
Der oberste Feldherr Generalissimus Bellatorius Maximus stellte daraufhin eine neue kaiserliche Rekrutierungsprüfung vor.
Diese beinhaltete Marschieren, körperliche Belastung, strategisches Denken und die Fähigkeit, beim Anblick eines riesigen goldenen Kaiserporträts spontan zu salutieren.
Die letzte Disziplin erhielt aufgrund ihrer besonderen staatsstrategischen Bedeutung die höchste Punktzahl.
Die Museen werden rehabilitiert: Geschichte bekommt wieder einen Kaiser
Auch die Geschichtsschreibung bleibt von der neuen Ordnung nicht verschont.
Das ehrwürdige Smithsonianum Historiae Maximus soll nach den Vorstellungen des Herrschers wieder eine positive, patriotische Darstellung der imperialen Vergangenheit vermitteln.
„Unsere Geschichte ist großartig!“, erläuterte Trumpius. „Die großartigste Geschichte! Wir haben alles erfunden, alles gewonnen und alles besser gemacht! Besonders seit meiner Geburt!“
Historiker, die auf komplizierte Ereignisse, gesellschaftliche Konflikte oder historische Ungerechtigkeiten hinwiesen, erhielten eine eindringliche Empfehlung, ihre Forschungsergebnisse optimistischer zu formulieren.
Ein kaiserlicher Museumsdirektor schlug daraufhin eine neue Ausstellung vor:
„Vom Urknall bis Trumpius – Die lange Vorbereitung auf den Höhepunkt der Zivilisation“.
Der Imperator zeigte sich begeistert.
Lediglich die Bezeichnung „Urknall“ erschien ihm zu bescheiden.
Er bevorzugte „Der erste sehr erfolgreiche Trumpius-Moment“.
Internationale Säuberung: Selbst die Weltorganisationen sind nicht sicher
Schließlich wandte Trumpius seinen majestätischen Blick über die Grenzen des Imperiums hinaus.
Besonders missfiel ihm die UNESCO, jener internationale Tempel für Bildung, Wissenschaft und Kultur, dessen politische Ausrichtung der Kaiser für unvereinbar mit seinen Vorstellungen erklärte.
„Wir brauchen keine Organisation, die uns erklärt, wie Kultur funktioniert!“, donnerte er. „Ich habe die beste Kultur! Ich besitze goldene Vorhänge! Niemand hat schönere Vorhänge!“
Auch ausländische Hilfsprogramme und internationale Vereinbarungen wurden unter dem Gesichtspunkt der neuen kaiserlichen Ideologie überprüft.
Die Diplomaten des Imperiums bekamen einen neuen Leitsatz:
„Wer mit Trumpius übereinstimmt, ist ein wertvoller Partner. Wer widerspricht, hat offensichtlich noch nicht genügend über die Vorzüge der Zusammenarbeit nachgedacht.“
Der ultimative Triumph: Gleichheit für alle – solange Trumpius entscheidet
Am Ende seiner monumentalen Erklärung trat Imperator Trumpius Caesar Maximus erneut auf den Balkon seines Palastes.
Hinter ihm flatterten gewaltige Banner. Vor ihm jubelten die treuesten Anhänger. Neben ihm standen Senatoren, Minister und Berater, deren auffälligste gemeinsame Qualifikation darin bestand, dass sie nie gleichzeitig mit dem Kaiser anderer Meinung waren.
„Wir haben DEI besiegt!“, verkündete Trumpius mit glänzenden Augen. „Wir haben Vielfalt besiegt! Wir haben Bürokratie besiegt! Wir haben sogar Formulare besiegt, auf denen Vielfalt stand! NIEMAND BESIEGT FORMULARE BESSER ALS ICH!“
Ein kleiner Schreiber aus der letzten Reihe wagte die Frage, ob ein Staat nicht gleichzeitig Leistung fördern und Menschen vor Benachteiligung schützen könne.
Eine bedrückende Stille folgte.
Trumpius blickte über den Platz, lächelte majestätisch und sprach:
„Natürlich! Jeder kann bei uns alles werden! Jeder hat dieselben Chancen! Man muss nur hart arbeiten, großartig sein und – das ist wichtig – meine Großartigkeit anerkennen!“
Dann hob er die Hand zum kaiserlichen Gruß.
Die Menge jubelte.
Die Hofchronisten notierten einen weiteren historischen Sieg.
Und irgendwo in den Tiefen der imperialen Verwaltung öffnete ein Beamter ein neues Formular mit der Überschrift:
„Kaiserliche Kommission zur Überprüfung der Abschaffung aller Kommissionen zur Förderung unerwünschter Buchstabenkombinationen“.
Es umfasste siebenundvierzig Seiten.
Die Anträge mussten in dreifacher Ausfertigung eingereicht werden.
Denn eines bleibt im Imperium Trumpianum für alle Zeiten unverändert:
Die Vielfalt mag sterben. Die Bürokratie ist unsterblich. Und der Kaiser ist grundsätzlich überqualifiziert!
AVE TRUMPIUS! DEI EST MORTUUM! EGO SUM MAXIMUS!

