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Trumpius Caesar und das große Thunfisch-Imperium des Pazificus Maximus

11. June 2026  ·  admin  ·  3 Min. Lesezeit

Grafik: Das große Fischerei-Dekret des Trumpius Caesar
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Höret, Bürger des Imperium Americanum!

Während andere Herrscher ihre Tage damit verbringen, neue Formulare zu erfinden, hat sich Trumpius Caesar Maximus einer wahrhaft kaiserlichen Aufgabe gewidmet: der Befreiung der legendären Fischgründe des Pazificus Maximus.

Denn über viele Jahre hinweg hatten frühere Imperatoren – darunter Georgius Buschus Minor und Barackus Obamus Magnificus – gewaltige Teile des Ozeans zu heiligen Wasserreservaten erklärt. Riesige Gebiete wurden auf Karten mit roten Linien, blauen Linien, gestrichelten Linien und vermutlich auch mit einigen Kaffeeflecken markiert.

Das Ergebnis?

Millionen Fische schwammen unbehelligt durch die Gewässer, während tapfere Fischer auf ihren Schiffen saßen und sich fragten, ob sie nun Fischer, Touristen oder bloß Zuschauer eines sehr teuren Unterwasserparks waren.

Trumpius Caesar Maximus betrachtete diese Lage mit kaiserlicher Stirnfalte.

„Wenn ein Thunfisch drei Tage lang niemanden sieht, lebt er dann wirklich in Gefahr?“, soll der Imperator gefragt haben.

Darauf konnte selbst der Hohe Rat der Meeresbürokratie keine überzeugende Antwort liefern.

Die heiligen Gewässer des Papahanamokuakeakus

Besonders betroffen war das sagenumwobene Reich Papahanamokuakeakus Maximus.

Allein der Name erforderte bisher drei Schriftrollen, zwei Übersetzer und einen erschöpften Senator.

Dort galten umfangreiche Fischereiverbote.

Doch Trumpius Caesar ließ seine Gelehrten die Situation untersuchen.

Wochenlang studierten sie Seekarten, Fischwanderungen und vermutlich auch die Speisekarten verschiedener Hafenrestaurants.

Am Ende lautete das Urteil:

„Die Fische sind erstaunlich lebendig.“

Eine bahnbrechende Erkenntnis.

Die Rückkehr der Fischerlegionen

Mit einem mächtigen Federstrich öffnete Trumpius Caesar nun Hunderttausende Quadratmeilen der kaiserlichen Gewässer erneut für die Handelsfischerei.

Sofort brach in den Häfen Begeisterung aus.

Die Fischerlegionen hissten ihre Banner.

Die Möwen veranstalteten spontane Flugparaden.

Selbst einige Delphine sollen applaudiert haben, obwohl ihre Flossen dafür anatomisch ungeeignet sind.

Im Hafen von Marinania Trenchus wurde berichtet, dass ein besonders enthusiastischer Kapitän sein Boot so energisch startete, dass er zunächst rückwärts auslief.

Der Kampf gegen das Reich der Verbote

Natürlich meldeten sich sofort die Vertreter des berühmten Ministeriums für Übervorsicht.

Dieses Amt beschäftigt traditionell Experten, deren wichtigste Aufgabe darin besteht, bei jeder Gelegenheit den Satz zu sagen:

„Das könnte kompliziert werden.“

Sie warnten vor möglichen Gefahren.

Vielleicht könnten die Fische gestresst werden.

Vielleicht könnten sie beleidigt sein.

Vielleicht könnten sie künftig weniger motiviert schwimmen.

Doch Trumpius Caesar blieb unbeirrt.

Er verwies auf die bereits bestehenden Gesetze des Reiches:

Das Magnuson-Stevens-Gesetzbuch.

Das Gesetz zum Schutz der Meeressäuger.

Das Gesetz gegen Ölverschmutzung.

Das Gesetz für sauberes Wasser.

Das Gesetz für bedrohte Arten.

Das Gesetz für historische Stätten.

Das Gesetz für ziehende Vögel.

Und vermutlich noch einige weitere Gesetze, die niemand jemals vollständig gelesen hat.

„Wir besitzen bereits mehr Regeln als Fische“, erklärte Trumpius Caesar. „Vielleicht reichen sie aus.“

Der Senat war für einen Moment sprachlos.

Nur Schiffe des Imperiums

Besonders stolz verkündete der Imperator eine weitere Maßnahme:

Nur Schiffe unter der Flagge des Imperium Americanum dürfen künftig in diesen Gewässern kommerziell fischen.

Ausländische Schiffe dürfen lediglich den Fang transportieren.

„Die Fische sollen zuerst unsere Netze kennenlernen“, erklärte Trumpius Caesar.

Die Fischer jubelten.

Die Schiffsbauer jubelten.

Die Hersteller von Fischkisten jubelten.

Sogar einige Hersteller von Fischgeruchsbeseitigungsmitteln meldeten Rekordumsätze.

Die Reaktion der Thunfische

Aus Kreisen des pazifischen Thunfischrates wurde bekannt, dass man die Entwicklungen aufmerksam beobachte.

Ein älterer Gelbflossenthunfisch erklärte angeblich:

„Wir hatten gehofft, die Menschen würden irgendwann vergessen, dass wir existieren.“

Diese Hoffnung erwies sich nun als übermäßig optimistisch.

Dennoch beruhigten die kaiserlichen Biologen die Fischgemeinschaft.

Nach ihrer Einschätzung würden die strengen Fangregeln weiterhin gelten.

Niemand plane eine totale Eroberung der Unterwasserwelt.

Zumindest nicht diese Woche.

Das Zeitalter der großen Netze

Mit dieser Entscheidung beginnt nach Ansicht des kaiserlichen Hofes ein neues Zeitalter.

Ein Zeitalter, in dem wirtschaftlicher Wohlstand und Naturschutz gemeinsam existieren sollen.

Ein Zeitalter, in dem Fischer wieder fischen dürfen.

Ein Zeitalter, in dem Bürokraten gelegentlich Kartenradierer benutzen müssen.

Und vor allem ein Zeitalter, in dem Trumpius Caesar Maximus erneut beweist, dass selbst die entferntesten Regionen des Pazificus Maximus nicht vor seiner Aufmerksamkeit sicher sind.

So endet die Geschichte von den befreiten Fischgründen.

Die Fischer fahren aus.

Die Möwen kreisen.

Die Delphine beobachten.

Und irgendwo im unendlichen Blau des Pazifiks fragt sich ein sehr verwirrter Thunfisch, warum plötzlich wieder so viele Menschen Interesse an ihm zeigen.

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